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Jugendkarlspreis 2026: Ein starkes junges Zeichen für Demokratie und Gleichberechtigung in der Europäischen Union

Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie sind heute, 12. Mai, drei Projekte in Aachen mit dem Europäischen Jugendkarlspreis ausgezeichnet worden. Ein estnisches Projekt zur Förderung von Teilhabe von Frauen, eine französische App für politisches Engagement und ein spanisches Netzwerk für Beziehungen zu China erhielten den renommierten Preis. Das Europäische Parlament und die Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen wählen jedes Jahr aus einer Liste nationaler Gewinner drei von jungen Menschen geleitete Projekte aus, die Demokratie und aktive Bürgerschaft fördern und Menschen zusammenbringen. Aachens Oberbürgermeister Michael Ziemons zeigte sich beeindruckt vom Engagement der jungen Generation: „Dass sich 531 Gruppen beworben haben, macht uns stolz.“ 

Erster Preis: ATHENA – Advancing Women's Leadership in Inclusive Democracy, Estland

Das Projekt unterstützt demokratische Teilhabe junge Frauen in Estland und fördert sie, um in Führungspositionen zu gelangen. Die Initiative hilft Mädchen und Frauen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren, Selbstvertrauen sowie Fähigkeiten und Netzwerke zu entwickeln, um eine aktive Rolle im gesellschaftlichen Leben und in öffentlichen Entscheidungsprozessen zu spielen. Das Projekt beschäftigt sich mit den Umständen, die Frauen davon abhalten, sich in Führungspositionen und in der Politik zu engagieren. Dazu zählen eingeschränkter Zugang zu Mentoring, beruflichen Netzwerken und institutionellen Räumen. Der erste Preis ist mit 7.500 Euro dotiert. Die Laudatio auf den Erstplatzierten hielt Sabine Verheyen, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments. Sie würdigte insbesondere den europäischen Ansatz des Projekts sowie dessen Beitrag zu einer stärkeren Beteiligung junger Frauen an demokratischen Prozessen. 

Zweiter Preis: Pol – Bekämpfung von Fehlinformationen und Stärkung der Bürgerbeteiligung durch eine App, Frankreich

Pol ist eine App für politisches Engagement, die es Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, über Gesetzesvorlagen abzustimmen, die derzeit in der französischen Nationalversammlung debattiert werden, sowie sich an Meinungsumfragen zu beteiligen.  Die App richtet sich an junge Menschen, die das Gefühl haben, dass die Politik ihre Anliegen nicht ausreichend berücksichtigt. Pol versucht Gesetzgebungsverfahren zugänglicher und verständlicher zu machen, um der Entfremdung von Demokratie entgegenzuwirken und bekämpft Desinformation mit Fakten. Der zweite Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Angela Maas, Tochter des Karlspreismitgründers Albert Maas, hielt die Laudatio auf den Zweitplatzierten. „Der Jugendkarlspreis ist ein Highlight für mich“, sagte die bekannte Journalistin und Fernsehmoderatorin. 

Dritter Preis: European Guanxi, Spanien

Das Netzwerk European Guanxi, wurde gegründet, um fundierte europäische Analysen zu China zu liefern und die Beziehungen zwischen der EU und China zu stärken. Es wurde von jungen Europäerinnen und Europäern ins Leben gerufen, um den Mangel an einer europaweiten Plattform für junge Menschen, die sich mit China beschäftigen, zu beheben. Das Netzwerk zielt darauf ab, ein gemeinsames europäisches Vorgehen bezüglich China zu fördern, demokratische Teilhabe zu unterstützen und zu einer einheitlicheren europäischen Stimme in internationalen Angelegenheiten beizutragen. Der dritte Preis ist mit 2.500 Euro dotiert. Oberbürgermeister Michael Ziemons sagte in seiner Laudatio: Hier wurde eine Plattform geschaffen, die Europa nicht als Summe einzelner Sichtweisen versteht, sondern als gemeinsamen analytischen Rahmen." 

Der Europäische Jugendkarlspreis zeichnet Initiativen junger Menschen im Alter von 16 bis 30 Jahren aus, die sich an Projekten mit einem starken EU-Bezug beteiligen. Seit 2008 haben sich über 7.600 Projekte um den Preis beworben.

Jedes Jahr wählen nationale Jurys aus jedem EU-Mitgliedstaat ein Projekt aus. Die 27 nationalen Gewinnerinnen und Gewinner werden zur Preisverleihung eingeladen, bei der die drei Siegerprojekte bekannt gegeben werden, die von der europäischen Jury ausgewählt wurden. Der Preis wird im Vorfeld der Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen verliehen, die in diesem Jahr am 14. Mai stattfindet. 

Auch nach der offiziellen Ehrung steht der europäische Austausch weiter im Mittelpunkt: Beim Forum „#nofilter meets Karlspreis“ kommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Abend mit Journalistinnen und Journalisten, Start-ups und weiteren Akteurinnen und Akteuren zusammen, um über Europas Zukunft zu diskutieren und neue Perspektiven zu entwickeln. 

Musikalisch begleitet wurde die Verleihung des Jugendkarlspreises vom Sinfonieorchester des Aachener Einhard-Gymnasiums mit rund 50 jungen Musikerinnen und Musikern. Mit Interpretationen bekannter Queen-Stücke sorgte das Orchester während der Preisverleihung für besondere Momente.


Weitere Informationen

Website des Europäischen Jugendkarlspreises: https://youth.europarl.europa.eu/de/more-information/charlemagne-prize.html 

Europäischer Jugendkarlspreis 2026: Zusammenfassungen der nationalen Gewinnerinnen und Gewinner https://youth.europarl.europa.eu/files/live/sites/youthhub/files/assets/documents/cyp/ecyp2026-project-summaries.pdf

Ausschuss für Kultur und Bildung: https://www.europarl.europa.eu/committees/de/cult/home/highlights

Internationaler Karlspreis zu Aachen: https://www.karlspreis.de/de/

Die nationalen Gewinnerinnen und Gewinner des Europäischen Jugendkarlspreises 2026 posieren gemeinsam mit der stellvertretenden Vorsitzenden des Karlspreisdirektoriums, Dr. Angela Maas, der Ersten Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Sabine Verheyen, Aachens Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons sowie dem Sprecher des Vorstands der Karlspreisstiftung, Prof. Dr. Thomas Prefi (Ehrengäste v. l. n. r.).
Die drei europäischen Gewinnerinnen und Gewinner Lakshya Raj (Estland, Projekt: ATHENA), René Neumann (Spanien, Projekt: European Guanxi) und Eloïse Sicre (Frankreich, Projekt: Pol) (mit Zertifikat, v.l.n.r.) posieren gemeinsam mit der stellvertretenden Vorsitzenden des Karlspreisdirektoriums, Dr. Angela Maas, der Ersten Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Sabine Verheyen, Aachens Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons sowie dem Sprecher des Vorstands der Karlspreisstiftung, Prof. Dr. Thomas Prefi (Ehrengäste v. l. n. r.).


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