Der Photovoltaik-Ausbau auf Aachener Dächern nimmt weiter Fahrt auf
- Ausbaugeschwindigkeit von Photovoltaik-Anlagen steigt in Aachen: Leistung und Anzahl haben sich seit 2020 verfünffacht.
- Bereits 2024 wurde der städtische Zielwert von 14.000 Kilowattpeak (kWp) erreicht und rechnerisch sind rund 32.000 Haushalte, etwa 20 Prozent, mit Solarenergie versorgt.
- Die bisherige Förderung von vier Millionen Euro, die 2026 aufgestockt wurde, hat Investitionen von mehr als 46 Millionen Euro angeschoben.
Die Nutzung von Solarenergie ist ein wichtiger und wirtschaftlich hochinteressanter Hebel auf dem Weg zur klimaneutralen und zukunftssicheren Energieversorgung. In Aachen hat sich der Ausbau von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) in den letzten Jahren stark beschleunigt. Immer mehr Aachenerinnen und Aachener aber auch Unternehmen entscheiden sich für den Bau einer Solarstromanlage, häufig ergänzt durch die Anschaffung eines angemessenen Stromspeichers, von Elektrofahrzeugen oder in Verbinndung mit der Installation einer Wärmepumpe. PV-Anlagen leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz aber auch zur Energiesicherheit, Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und zur Schaffung lokaler Arbeitsplätze.
Zielwert des Klimaschutzkonzepts bereits übertroffen
Die letzten fünf Jahre zeigen deutlich, wie stark der Zubau an Tempo gewonnen hat: Wurden 2020 noch 299 PV-Anlagen mit einer Leistung von rund 3.860 kWp neu installiert, waren es 2025 bereits 1.575 Neu-Anlagen mit rund 19.099 kWp. Sowohl die Leistung als auch die Anzahl der Neu-Anlagen pro Jahr haben sich damit nahezu verfünffacht. Der starke Zubau zeigt: PV-Anlagen rentieren sich, die Energiewende in Aachen kommt voran und der im Klimaschutzkonzept (IKSK) verankerte Zielwert (14,5 MW) wird schon seit 2024 übertroffen.
Insgesamt verfügen die Photovoltaikanlagen in Aachen inzwischen über eine installierte Leistung von knapp 90.000 kWp. Diese erzeugen jährlich rund 80 Millionen Kilowattstunden Strom. Das reicht rechnerisch aus, um pro Jahr etwa 32.000 Haushalte zu versorgen. Die bisherige Förderung der Stadt von vier Millionen Euro hat dabei seit 2022 Investitionen von mehr als 46 Millionen Euro unterstützt. Noch aber schlummern auf den Aachener Dächern große ungenutzte Potenziale.
Die aktuelle städtische Förderung
Mit der seit Oktober 2025 geltenden Neuauflage der städtischen Solarförderung unterstützt die Stadt Aachen ab sofort die Nutzung von Solarenergie gezielt in Mehrfamilienhäusern und Gewerbeimmobilien kleiner und mittlerer Unternehmen, sogenannten KMUs. Mit Verabschiedung des städtschen Haushaltes 2026 wurden die Mittel nun nochmals um 300.000 Euro auf insgesamt 500.000 Euro aufgestockt.
Im Bereich der Mehrfamilienhäuser werden PV-Anlagen und Stromspeicher gefördert, wenn eine gemeinschaftliche Gebäudeversorgung oder ein Mieterstromprojekt vorliegt. Dieser Schwerpunkt kommt gut an: Seit der Neuauflage der Solarförderung wurden schon 23 Anlagen mit insgesamt 655 kWp bewilligt. Mieterstrommodelle können dazu beitragen, die Strombezugskosten deutlich zu senken und ermöglichen eine direkte Teilhabe an der Energiewende.
Nähere Details zu den Konditionen der Solarförderung: www.aachen.de/solar
Weitere Informationen zum städtischen Klimaschutzziel und der Strategie: www.aachen.de/iksk
Kontakt
Fachbereich Klima und Umwelt
Mail: klimaschutz@mail.aachen.de
Tel.: 0241 432-36880
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