„Kirchen als Vierte Orte“: Ausstellung öffnet am 1. April in St. Bonifatius
Die Stadt Aachen freut es, dass die Wanderausstellung „Kirchen als Vierte Orte“ von Baukultur NRW auch in Aachen von Mittwoch, 1. April, bis Mittwoch, 29. April, in der Kirche St. Bonifatius, Mataréstraße 12, gezeigt werden kann. Die Ausstellung bietet die Gelegenheit, gemeinsam in den Austausch zu kommen, wie sich dieser Kirchenort und seine Umgebung künftig darstellen und auch für das alltägliche Leben in Unterforst genutzt werden kann. Öffnungszeiten: mittwochs bis freitags, 16 bis 19 Uhr (Karfreitag, 3. April geschlossen). Der Eintritt ist frei.
Für die zukünftige Entwicklung des Stadtteils Forst wurde die Stadtteilperspektive „Zukunft Forst“ erarbeitet. Das Leitbild verfolgt als strategische Ausrichtung des Stadtentwicklungsprozesses drei Leitideen: Mitten in Forst I Mitten verbinden I Mitten im Grünen. Historisch geprägt spielen die Kirchen als Mittelpunkte in den Teilräumen Unterforst, Altforst, Forster Linde, Schönforst und Driescher Hof eine wichtige Rolle. In ihrer unmittelbaren Umgebung haben sich wichtige Institutionen und soziale Einrichtungen angesiedelt. Entsprechend haben die Kirchenstandorte und ihre Umgebung auch heute und in Zukunft das Potenzial, die zentralen Orte der Begegnung und des sozialen Miteinanders in den Quartieren zu sein.
Wanderausstellung von Baukultur NRW
Die Ausstellung „Kirchen als Vierte Orte. Perspektiven des Wandels“ von Baukultur NRW thematisiert die Umnutzung von Sakralgebäuden, die von Leerstand oder Abriss bedroht sind. In Form von Video-Interviews illustriert die Ausstellung die Bandbreite und die Vielfältigkeit der an den Umnutzungsprozessen beteiligten Personen sowie ihre Haltungen. Einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung bilden 27 Beispiele von bereits umgenutzten Kirchen in Nordrhein-Westfalen.
Zwischen 30 und 50 Prozent der Kirchengebäude in Deutschland werden in den kommenden Jahrzehnten leer stehen. Von den ungefähr 6000 Kirchen in Nordrhein-Westfalen fallen also bis zu 3000 aus der Nutzung. Dem Leerstand und Abriss von Kirchen steht ein gesellschaftlicher Bedarf nach Orten für sozialen Austausch, Gemeinschaft und gesellschaftliche Identifikation gegenüber.
Architekturstudierende zeigen Entwürfe
Darüber hinaus zeigen Architekturstudierende der Fachhochschule Aachen und der Hochschule München ihre Studienarbeiten zu St. Bonifatius. Mit unterschiedlichen Zielsetzungen haben sich die Studierenden der jeweiligen Hochschulen mit dem Viertel, seinen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie der Kirche und ihrem Umfeld auseinandergesetzt. Auch diese Entwürfe in Form von Plänen und Modellen werden in der Kirche gezeigt.
Die Ausstellung wird am Mittwoch, 1. April, um 18 Uhr offiziell in der Kirche St. Bonifatius unter dem Motto „Vom Sakralraum zum Quartiersraum – Wie kann ein hybrides Nutzungskonzept für St. Bonifatius aussehen?" eröffnet. Unter der Moderation von Stadtbaurätin Frauke Burgdorff werden Vertreterinnen und Vertreter vom Bistum und der Kirchengemeinde, der Hochschule Aachen, der Denkmalpflege der Stadt Aachen sowie Akteurinnen und Akteuren vor Ort und Baukultur NRW gemeinsam einen Blick in die Zukunft werfen. Als Einstieg in die Diskussion erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Impulsvortrag von Dr. Manuela Klauser (Forschungsprojekt Sakralraumtransformation „TRANSARA“) zum Thema „Kirchen in hybrider Nutzung – Chancen und Grenzen“. Im Anschluss können die Ausstellung „Kirchen als Vierte Orte“ sowie die Entwürfe der Studierenden angeschaut werden.
Umfangreiches Begleitprogramm
Im Rahmen der Eröffnung am Mittwoch findet auch eine kleine Filmpremiere „Wege zur neuen MITTE St. Bonifatius“ statt. Der Filmproduzent Bernd Weishaupt begleitet schon seit längerem die Entwicklungen rund um St. Bonifatius und den Bunker Zeppelinstraße. Bewohnerinnen und Bewohner, unterschiedliche Akteurinnen und Akteure sowie Vertreterinnen und Vertreter der Institutionen vor Ort wurden interviewt und die Umgestaltung des Bunkers Zeppelinstraße, Straßenfeste sowie die Entwicklung des Quartiersgartens Mataréstraße filmisch begleitet.
Die Ausstellung „Kirchen als Vierte Orte“ wird von einem umfangreichen Programm begleitet. Neben einem Jazzabend mit dem Jazzduo „Anirahtak“ am Freitag, 10. April, sind weitere Höhepunkte wie ein Gartenfest mit Flohmarkt, eine Tafel der Begegnung und Wildkräuterführungen der Gartengruppe Mataréstraße geplant. Als Abschlussveranstaltung findet am Mittwoch, 29. April, um 19.30 Uhr eine Autorenlesung unter der Leitung von Willi Achten statt. Aachener Autorinnen und Autoren haben sich in einer Schreibwerkstatt mit der Kirche St. Bonifatius und ihrer Umgebung beschäftigt. Das Programm wird musikalisch von Johanna Schmidt begleitet. Abgerundet wird der Abend durch einen Auftritt des Improvisationstheater „Ohne Ganz“ zum Thema „Wandel, Wandlung, Wechsel, Umwandlung“.
Weitere Infos zur Ausstellung: www.aachen.de/ausstellung-bonifatius
Infos zur Stadtteilperspektive Zukunft Forst: www.aachen.de/zukunft-forst
Das Programm im Überblick:
Mittwoch, 1. April, um 18 Uhr: Auftaktveranstaltung am „Vom Sakralraum zum Quartiersraum“ – Wie kann ein hybrides Nutzungskonzept für St. Bonifatius aussehen?
- Begrüßung und Einleitung zum Stadtentwicklungsprozess „Zukunft Forst“ (Felix Hemmers, Baukultur NRW und Christiane Schwarz, Stadt Aachen)
- Impulsvortrag „„Kirchen in hybrider Nutzung – Chancen und Grenzen““ (Dr. Manuela Klauser, Forschungsprojekt TRANSARA)
- Imagefilm St. Bonifatius (Vorstellung Bernd Weishaupt)
- Diskussionsveranstaltung mit: Prof. Heike Matcha und Student Louis Kirch (FH Aachen); Bernhard Stenmans (Leiter Fachbereich Bau- und Denkmalpflege Kirchengemeinden, Bistum Aachen); Herr Pfarrer Goldammer (Kirchengemeinde St. Katharina), Sabine Mensger-Jacobs (Quartiersvertretung, Stadt Aachen); Isabel Maier (Denkmalpflege und Archäologie, Stadt Aachen) und Felix Hemmers (Innenarchitekt, Kurator der Ausstellung „Kirchen als Vierte Orte“, Baukultur NRW). Moderation: Frauke Burgdorff, Stadtbaurätin, Stadt Aachen
- Einführung in die Ausstellung „Kirchen als Vierte Orte“ und in Entwürfe von Architekturstudierenden (Felix Hemmers, Prof. Heike Matcha, Prof. Dr. Ing. Anke Fissabre / FH Aachen) und der Hochschule München (Prof. Martenson)
Mittwoch, 8. April: Führung von Architekturstudierenden der FH Aachen zu ihren Entwürfen im Rahmen der Öffnungszeiten
Freitag, 10. April, 20 Uhr: Jazzabend mit „Anirahtak“
Mittwoch, 15. April, 16.30 Uhr: Wildkräuterführung durch den Kirchengarten, danach Führung von Architekturstudierenden der FH Aachen zu ihren Entwürfen
Freitag, 17. April, ab 15 Uhr: Gartenfest & Flohmarkt. Teilnahme frei, Anmeldung nicht erforderlich. (Veranstalter: Stadt Aachen)
Mittwoch, 22. April, 16.30 bis 19 Uhr: Tafel der Begegnung – Picknick im Rahmen der Ausstellung. Gut teilbares Gericht und Geschirr selbst mitbringen; Getränke vorhanden. (Veranstalter: Stadt Aachen)
Freitag, 24. April, 16.30 Uhr: Wildkräuterführung durch den Kirchengarten; 17.30 Uhr: Führung durch die Wanderausstellung von Baukultur NRW mit Felix Hemmers (Kurator, Baukultur NRW)
Mittwoch, 29. April, 19.30 Uhr: Aachener Autorenlesung „Über allem das Licht“, Leitung Willi Achten, danach Improvisationstheater „Ohne Ganz“
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