Europäischer Jugendkarlspreis 2026: Anerkennung für junges europäisches Engagement
Der Europäische Karlspreis für die Jugend 2026 zeichnet erneut engagierte junge Menschen aus, die mit innovativen Projekten die europäische Idee leben und stärken. Bewerbungen sind bis zum 2. Februar 2026 möglich.
Junge Menschen für die Idee Europas zu begeistern – das ist das Ziel des Europäischen Karlspreises für die Jugend. Der Preis wurde 2008 ins Leben gerufen und zeichnet Initiativen junger Menschen aus, die die europäische Idee aktiv fördern und leben. Gewürdigt wird damit das tägliche Engagement junger Menschen, die sich mit Kreativität, Verantwortung und Einsatz für eine gemeinsame europäische Identität einsetzen und die Zukunft Europas nachhaltig mitgestalten.
Ausgezeichnet werden Projekte mit starkem Europa-Bezug aus Bereichen wie Nachhaltigkeit, Kultur, Medien, Politik oder gesellschaftlichem Engagement. Der Europäische Jugendkarlspreis wird gemeinsam vom Europäischen Parlament und der Karlspreisstiftung vergeben. Die Preisverleihung findet zwei Tage vor der Verleihung des Internationalen Karlspreises im Aachener Krönungssaal statt.
Bewerbung
Teilnahmeberechtigt sind junge Menschen im Alter von 16 bis 30 Jahren mit Wohnsitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union, die ein Projekt auf lokaler, nationaler oder europäischer Ebene durchführen. Die Bewerbung kann von Einzelpersonen oder im Namen einer Organisation beziehungsweise einer Gruppe junger Menschen eingereicht werden.
Einsendeschluss ist der 2. Februar 2026 um 23:59 Uhr.
Auswahlverfahren
Alle eingereichten Projekte werden zunächst von nationalen Jurys bewertet, die jeweils ein Projekt für ihr Land nominieren. Die Vertreter*innen der nationalen Gewinnerprojekte werden am 12. Mai 2026 nach Aachen eingeladen. Dort werden die drei besten Projekte auf europäischer Ebene bekannt gegeben. Die Gewinner*innen des ersten, zweiten und dritten Preises werden von einer europäischen Jury aus den 27 nationalen Gewinnerprojekten ausgewählt.
Der Preis
Ziel des Wettbewerbs ist es, inspirierende, von jungen Menschen getragene Projekte mit starkem EU-Bezug sichtbar zu machen und zu unterstützen. Die Preise sind dotiert mit 7.500 Euro für den ersten Platz, 5.000 Euro für den zweiten Platz und 2.500 Euro für den dritten Platz. Die Gewinner*innen erhalten zudem die Gelegenheit, das Europäische Parlament in Brüssel oder Straßburg zu besuchen. Zusätzlich wird einer Vertreterin oder einem Vertreter eines Gewinnerprojekts ein Schuman-Praktikum angeboten.
Seit der ersten Ausschreibung im Jahr 2008 haben insgesamt 7.150 Projekte aus ganz Europa am Wettbewerb teilgenommen.
Die europäischen Gewinnerprojekte 2025
1. Platz: „Forum Europaeum“ (Ungarn)
Das europaweit tätige Medienprojekt fördert europäische Identität, Werte und Zusammenhalt durch Artikel, Podcasts, TikTok-Videos und Interviews. Ziel ist es, europäische Themen für junge Menschen zugänglich zu machen, gesellschaftliche Herausforderungen zu beleuchten und Raum für konstruktive Debatten zu schaffen.
2. Platz: „Díky, že můžem volit (Danke, dass wir wählen dürfen)“ (Tschechische Republik)
Die Initiative wurde ins Leben gerufen, um der niedrigen Wahlbeteiligung junger Menschen in Tschechien entgegenzuwirken. Sie motivierte insbesondere 18- bis 29-Jährige zur Teilnahme an der Europawahl 2024 und setzte dabei auf politische Bildung, Kooperationen und innovative Öffentlichkeitsarbeit.
3. Platz: „Feminist Law Clinic“ (Deutschland)
Das Projekt bietet kostenlose rechtliche Unterstützung für Menschen, die besonders von geschlechtsbezogener Diskriminierung, sexualisierter Gewalt und Rechtsunsicherheit betroffen sind – insbesondere Frauen, Lesben sowie inter-, trans-, nichtbinäre, agender und queere Personen.
Jugendkarlspreis in den Medien
Weitere Informationen zum Wettbewerb, zur Teilnahme und zu den ausgezeichneten Projekten finden sich unter www.charlemagneyouthprize.eu sowie in den sozialen Medien. Die Diskussion zum Wettbewerb kann unter dem Hashtag #ECYP2026 verfolgt werden.
Unseren RSS-Feed für unsere Pressemitteilungen können Sie hier abonnieren https://www.aachen.de/rss-feed-pressemitteilungen/rss.xml