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Intelligente Verkehrssteuerung: Stadt Aachen startet Projekt am Sportpark Soers  

Die Stadt Aachen möchte den Verkehr bei Großveranstaltungen moderner, umweltfreundlicher und übersichtlicher gestalten. Mit dem Projekt „Digitales Mobilitätsmanagement bei Großveranstaltungen („DiMoGro“)“ will die Verwaltung rund um den Sportpark Soers künftig Staus reduzieren, Busse beschleunigen und Besucherinnen und Besucher in Echtzeit besser informieren.

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert das rund 1,585 Millionen teure Projekt mit einer Summe von rund 1,27 Millionen Euro. Umgesetzt wird „DiMoGro“ in der Zeit von Januar 2026 bis Ende Juni 2027. Mit ihm schafft die Stadt Aachen eine wichtige Grundlage für ein modernes, digitales und bürgernahes Mobilitätsmanagement.

Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons zeigte sich sehr erfreut über den Geldsegen aus Düsseldorf. Er sagte: „Der Sportpark Soers ist ein Anziehungspunkt weit über Aachen hinaus: Fußballspiele auf dem Tivoli, das internationale Reitturnier CHIO oder große Konzerte bringen zehntausende Menschen in den Norden der Stadt. Das sorgt nach Großveranstaltungen regelmäßig für volle Straßen, lange Wartezeiten und hohe Belastungen für Anwohnende. Genau diesem Phänomen wollen wir mit einer intelligenten Mobilitätssteuerung entgegenwirken.“

Ampeln, Busse und Verkehrsschilder werden „mitdenkender“
Kern des Projekts ist eine moderne, digitale Verkehrssteuerung. „Die Ampeln im Umfeld des Sportparks werden technisch erneuert und so vernetzt, dass sie sich automatisch an die aktuelle Verkehrslage anpassen können“, sagte der Digitalisierungsfachmann Dr. Michael Pielen vom Fachbereich Mobiliät und Verkehr (FB 68). Busse und Shuttleverkehre erhielten Vorrang an Kreuzungen und kämen dadurch schneller voran. Zusätzlich informierten digitale Verkehrsschilder die Autofahrenden frühzeitig über freie Park-&-Ride-Plätze, alternative Routen und die nächsten Shuttlebusse.

So soll der Verkehr insgesamt flüssiger laufen, egal ob Menschen mit dem Auto, dem Bus, dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind.

Weniger Stau, weniger Emissionen, mehr Komfort
„Durch die intelligente Steuerung können Warte- und Fahrzeiten deutlich verkürzt werden. Das spart Zeit und Nerven, senkt den Ausstoß von Abgasen und reduziert Lärm sowie Parksuchverkehr“, sagte Melanie Meinecke vom Team Verkehrstechnik im FB 68. Gleichzeitig werde der öffentliche Nahverkehr attraktiver, was mehr Menschen zum Umsteigen bewegen soll. Ein weiterer Vorteil ist laut Meinecke: „Die Stadt erhält ein sehr genaues, aktuelles Lagebild des Verkehrsgeschehens. Mithilfe moderner Datenanalysen lassen sich Verkehrsströme besser verstehen und flexibel steuern, auch bei unerwarteten Situationen wie Wetterumschwüngen oder Spielverlängerungen.“

Langfristiger Nutzen über einzelne Großereignisse hinaus
„DiMoGro“ ist ein zentraler Baustein des politisch beschlossenen Masterplans Sportpark Soers und unterstützt die langfristigen Ziele der Stadt Aachen: klimafreundliche Mobilität, mehr Verkehrssicherheit und eine höhere Lebensqualität. Die im Projekt eingesetzte Technik ist dauerhaft angelegt und soll nicht nur bei einzelnen Großereignissen unterstützen, sondern langfristig zu einer besseren Verkehrsorganisation im Umfeld des Sportparks beitragen.

Auch wenn große Veranstaltungen wie die Weltreiterspiele 2026 wichtige Anwendungsfälle darstellen, ist das Projekt bewusst so konzipiert, dass die neuen Systeme nachhaltig genutzt und perspektivisch auch auf weitere Bereiche im Stadtgebiet übertragen werden können.

Förderzusage vom Land NRW – Bewilligungsbescheid durch den Minister übergeben
Die Umsetzung des Projekts wird durch Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen ermöglicht. Den offiziellen Bewilligungsbescheid übergab Verkehrs- und Umweltminister Oliver Krischer im Januar 2026 persönlich an die Stadt Aachen. Die Förderung ist Teil eines landesweiten Programms zur Stärkung umweltfreundlicher und digital vernetzter Mobilität.

Die Stadt Aachen hatte sich aktiv und gezielt um die Fördermittel beworben, um die Mobilität rund um den Sportpark Soers zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Mit dem Projekt überzeugte Aachen durch seinen klaren Fokus auf Klimaschutz, moderne Verkehrssteuerung und einen spürbaren Nutzen für Bürgerinnen und Bürger.


Sie freuen sich über den Geldsegen für ein Digitalisierungsprojekt am Sportpark Soers (v.l.n.r.): Melanie Meinecke vom Team Verkehrstechnik der Stadt, Oberbürgermeister Michael Ziemons und Michael Pielen, Digitalisierungsfachmann im Fachbereich Mobilität und Verkehr. 


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