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Neues digitales Tool zum Klimaschutzmonitoring zeigt CO2-Reduktionen

Wirkt denn eigentlich der Klimaschutz in Aachen? Heiko Thomas, Klimadezernent der Stadt Aachen, beantwortet diese Frage: „Ja und wir zeigen es ab sofort transparent und ehrlich. 2030 ist als Zieljahr leider nicht zu halten. Wir werden ganz sicher nicht alle Ziele erreichen, aber wir werden sehr viel umgesetzt und angestoßen haben, auch weil es gelungen ist einen Großteil der Stadtgesellschaft zum Handeln zu bekommen. Gemeinsam, statt einzeln.“ Thomas weiter: „Unsere Klimaschutzaktivitäten wollen wir mit allen Problemen offen darlegen, aber auch sichtbar machen was wir erreicht haben.“

Detailliert aufgearbeitet und gut nachvollziehbar: So zeigt das digitale Klima-Dashboard der Stadt Aachen unter www.aachen.de/klimamonitoring wo die Stadt Aachen auf dem Weg zur Klimaneutralität steht und welche Maßnahmen die Stadtverwaltung ergreift. Mit der Softwarelösung von ClimateView werden komplexe Daten, aus denen sich die Emissionen von Treibhausgasen ableiten lassen, grafisch aufgearbeitet, sodass ein schneller Überblick über den Klimaschutz in Aachen möglich ist. Wer es genauer wissen möchte, wird auch fündig: Mit dem Monitoring lassen sich die Treibhausgasemissionen detailliert einsehen. „In Aachen haben wir bereits wichtige Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität erzielt. Mit dem neuen digitalen Klimadashboard machen wir die bisherigen Erfolge der Stadtgesellschaft bei der Reduktion von CO₂ nun transparent und nachvollziehbar. Perspektivisch werden auch die Daten vieler weiterer Akteurinnen und Akteure sowie zusätzlicher Klimaschutzmaßnahmen einfließen.

„Das Dashboard bietet somit eine umfangreiche Datengrundlage, um im Rahmen der politischen Arbeit neue, realistische Ziele zu vereinbaren. Dies bietet die Chance der Neuformulierung der Klimaziele, die notwendig geworden ist“. Mit digitaler Unterstützung arbeiten wir dennoch mit Nachdruck weiter“, beschreibt Aachens Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons den Nutzen des digitalen Tools. Er hält fest: „Hiermit können wir sichtbar zeigen, was Aachen wirklich erreicht hat. Klimaschutz ist aber gut für die Stadt, weil sie die Lebensqualität erhöht und die Stadt insgesamt resilienter macht.“ Neben der gesamtstädtischen Reduktion werden auch einzelne Sektoren wie Gebäude, Transport oder Industrie, ihre Entwicklung und ihre Anteile an der Emissionsentwicklung dargestellt.

Perspektive aufzeigen und Ziele definieren
„Das Klimaschutzmonitoring-Tool kann und soll zukünftig mehr, als den Ist-Zustand zeigen: ClimateView ermöglicht der Stadtverwaltung verschiedene Zielwerte für den weiteren Weg in Richtung Klimaneutralität zu setzen und so Szenarien abzuwägen. Mit Hilfe dieser Funktion wird aktuell an einem so genannten Reduktionspfad gearbeitet, der im Laufe des Jahres veröffentlicht werden soll. Wir möchten den Menschen in Aachen ganz konkret zeigen, wie wir zum Ziel eines klimaneutralen Aachens gelangen können“, erläutert Heiko Thomas.

Die Einführung eines „Digitalen Klimaschutzmonitorings” ist eine Maßnahme des IKSK2.0 der Stadtverwaltung. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Fortschritte des Klimaschutzes in Aachen sowie die Auswirkungen auf die CO₂-Bilanzierung im Aachener Stadtgebiet transparent zu machen. Zuständig für die Umsetzung ist der Fachbereich Klima und Umwelt.

IKSK 2.0 und der Klimastadtvertrag
Das Klimaschutzkonzept (IKSK 2.0) wurde 2024 vom Stadtrat beschlossen. Die damit 30 priorisierten Klimaschutzmaßnahmen bilden den Beitrag der Stadtverwaltung zum Klimastadtvertrag, der im Rahmen der EU-Mission „100 klimaneutrale und intelligente Städte“ (100 CNSC) erarbeitet wurde. Der Aachener Klimastadtvertrag bündelt somit die Kräfte lokaler Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Verwaltung und beschreibt einen konkreten Maßnahmen- sowie Finanzierungsplan für den Weg zur Klimaneutralität bis 2030. Die EU würdigte das Aachener Konzept als tragfähigen Weg zur Klimaneutralität und zeichnete es im Oktober 2024 mit dem „Mission Label“ aus.

Weitere Informationen zum städtischen Klimaschutzziel und der Strategie finden Sie unter: www.aachen.de/IKSK


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