Ein Projekt zur Ressourcenschonung durch Zirkularität
Im Rahmen des Projektes "Circular City Aachen" engagiert sich das Gebäudemanagement der Stadt Aachen in den beiden Teilprojekten "Urban Mining Hub" ("BauWIRKstatt“) und "Circular City Hub" ("KreislaufWIRKstatt“) für Zirkularität und insbesondere die Wiederverwendung von Baumaterialien.
Gemeinsam mit Partnern aus Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft entwickeln wir hier nachhaltige Lösungsansätze und Strukturen für konkrete, praxistaugliche Maßnahmen zur Ressourcenschonung – mit Unterstützung der NRW-Förderung „CircularCities.NRW“, kofinanziert durch die EU.

Anlass und Ziel
Ziel des Gesamtprojektes "Circular City Aachen" ist es, Zirkularität für jeden zu ermöglichen und Strukturen aufzubauen, die langfristig einen schonenden Umgang mit Ressourcen ermöglichen. Dabei werden verschiedene Bereiche des städtischen Alltags betrachtet – von alltäglichen Gegenständen bis hin zu Bauteilen und Bauprodukten.
Ziel des Teilprojektes Urban Mining Hub (des Zentrums für Urbane Rohstoffgewinnung, "BauWIRKstatt") ist es, diese Zirkularität und ihre praktische Umsetzung im Baubereich zu ermöglichen, indem die Bausteine der zugehörigen Wertschöpfungskette entwickelt und umgesetzt werden.
Projekt-Anatomie:

*Projektpartnerschaften:
E26: Gebäudemanagement der Stadt Aachen, Lead Urban Mining Hub
Concular GmbH: Unternehmen für Beratung und Dienstleistung im Bereich Kreislaufwirtschaft im Bausektor, sowie Betreiber eines Netzwerkes von Urban Mining Hub überall in Deutschland
E18: Stadtbetrieb der Stadt Aachen, Lead Circular City Hub
CSCP gGmbH: Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production, eine gemeinnützige internationale Denk- und Umsetzungsorganisation
Urban Mining Hub ("BauWIRKstatt")
Der Urban Mining Hub ("Städtisches Rohstoff-Zentrum") ist eines der zwei Teilprojekte von Circular City Aachen. Es handelt sich um eine Lagerhalle, in der die zirkuläre Bauwende sichtbar und erfahrbar gemacht sowie gemeinsam weiterentwickelt wird.
Eine Kooperation unter Federführung des Gebäudemanagements entwickelt hier grundlegende Elemente für die praxistaugliche Wiederverwendung von Baumaterialien, wie die Schaffung der entsprechenden Infrastruktur.
Zwischenlagerung als größter Hebel für die Kreislaufwirtschaft
Durch die Bereitstellung einer Lagerhalle wird die Möglichkeit geschaffen, Bauteile und Sperrgut zeitlich flexibel auszubauen, qualitätsgesichert aufzubewahren, aufzubereiten, zu rezertifizieren und später wieder einzusetzen.
Diese Halle ist der zentrale, physische Baustein der neuen Wertschöpfungskette sowie für unsere Strategie der zirkulären Bauwende. So schließt sie die größte Lücke in der Umsetzbarkeit, ist zugleich der größte Hebel der öffentlichen Hand und ermöglicht uns, weitere relevante Tools und Prozesse zu entwickeln.
Digitale Erfassung und Bewertung
Aufbau eines digitalen Tools zur Dokumentation, Bewertung und Vermittlung von Bauteilen.
Wiederaufbereitung und Refurbishment von Bauprodukten
Lokale Instandsetzung und Überholung in Kooperation mit Werkstätten, Handwerksbetrieben, Sozialunternehmen und Start‑ups.
Rezertifizierung und Gewährleistung von wiedergewonnenen Bauteilen
Entwicklung von Verfahren, um Qualität, Sicherheit und Einsatzfähigkeit von Bauteilen nachzuweisen.

Circular City Hub ("KreislaufWIRKstatt")
Der Circular City Hub ("Zentrum der zirkulären Stadt") ist das zweite Teilprojekt der Strategie der Circular City Aachen. Diese Kooperation unter Federführung des Baubetriebes der Stadt Aachen E18 erarbeitet allgemeine Strategien und Pilotmodelle im Bereich Bau, Textilien, Elektronik und Ernährung.
Status Quo

Das ganze Projekt befindet sich im Aufbau.
Ein Datum steht aber schon fest: Die Eröffnung des Urban Mining Hubs findet am 26.10.2026 statt.
Ein gemeinsamer Ansatz für eine zirkuläre Stadt
Das Projekt Circular City befindet sich am Anfang – und soll gemeinsam mit Fachleuten und lokalen Akteur*innen weiterentwickelt werden.
Wir geben den Impuls, aber die Ausgestaltung erfolgt kollektiv: Alle sind eingeladen, ihre Erfahrungen, Bedarfe und Ideen einzubringen, damit die BauWIRKstatt praxistauglich wird und langfristig funktioniert.
So entsteht Schritt für Schritt eine Struktur, die Wiederverwendung erleichtert, Ressourcen schont und die Nachhaltigkeitsziele der Stadt Aachen unterstützt.
Gemeinsamer Internetauftritt der Projektpartner der Circular City Aachen
www.circularcityaachen.de

Politische Grundlage
Die Stadt Aachen hat in den vergangenen Jahren mehrfach bestärkt, dass Kreislaufwirtschaft ein zentrales Handlungsfeld ist:
- im IKSK 2.0 als strategische Lücke identifiziert,
- im Ratsbeschluss 2024 als offizielles Handlungsfeld verankert,
- durch die Circular Cities Declaration als Leitprinzip bestätigt,
- und durch die EU‑Mission „100 klimaneutrale Städte“ als Transformationsaufgabe gestärkt.
Das Projekt setzt diese Ziele in konkrete, praxistaugliche Maßnahmen um.
Glossar
Circular City Aachen
Eine gemeinsame Initiative von Stadt, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, die Aachen als Modellstadt für Kreislaufwirtschaft entwickelt, gefördert durch das Programm CircularCities.NRW.Circular Cities Declaration
Eine europäische Selbstverpflichtung von Städten und Regionen, den Übergang von einer linearen zu einer Kreislaufwirtschaft voranzutreiben.Circular City Hub (Zentrum für eine zirkuläre Stadt, "KreisLAUFwirkstatt")
Ein Teilprojekt im Rahmen des Gesamtprojektes "Circular City Aachen", das gemeinsam mit Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Bürgerschaft Lösungen für die Kreislaufwirtschaft entwickelt, erprobt und in einem Handlungsplan für Aachen bündelt.CircularCities.NRW
Ein Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen, das Kommunen bei der Umsetzung von Projekten zur Kreislaufwirtschaft unterstützt. Die Förderung erfolgt durch das Land NRW und den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).Concular
Unternehmen für zirkuläres Bauen, das die Wiederverwendung von Bauteilen durch Beratung, digitale Materialpässe sowie Logistik und Vermittlung gebrauchter Baumaterialien unterstützt.CSCP
Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production gGmbH, eine gemeinnützige internationale Denk- und UmsetzungsorganisationEU‑Mission „100 klimaneutrale Städte“
Eine Initiative der Europäischen Union, die 100 Städte dabei unterstützt, bis 2030 klimaneutral zu werden. Die teilnehmenden Städte entwickeln dafür Klimastadtverträge und erhalten Zugang zu Beratung, Finanzierung und einem europaweiten Netzwerk zum Wissensaustausch.Hub
ZentrumIKSK 2.0
Das Integrierte Klimaschutzkonzept 2.0 ist das strategische Klimaschutzprogramm der Stadt Aachen. Es bündelt 30 priorisierte Maßnahmen, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2030 zu erreichenKreislaufwirtschaft (Circular Economy)
Wirtschaftsmodell, bei dem Produkte und Materialien möglichst lange genutzt, repariert, wiederverwendet und recycelt werden, um Ressourcen zu schonen und Abfälle zu vermeiden.Urban Mining Hub (Zentrum für urbane Rohstoffgewinnung, "BauWIRKstatt")
Ein Teilprojekt im Rahmen des Gesamtprojektes "Circular City Aachen": Ein Zentrum zur Erfassung, Lagerung und Vermittlung wiederverwendbarer Bauteile und Materialien aus Rückbauprojekten. Kernbestandteile sind eine Lagerhalle und die zugehörige Logistik.
Förderung und Projektpartnerschaft
Das Projekt findet im Rahmen der Förderkulisse Circular Economy – CircularCities.NRW statt, die durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und durch die Europäische Union kofinanziert wird.
