
Der „Vielfaltspreis“ 2026
Im Rahmen der „Langen Tafel der Vielfalt 2026“ verliehen die Stadt Aachen und der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration bereits zum 15. Mal den Aachener „Vielfaltspreis“. Mit dem Preis wurde herausragendes Engagement für Vielfalt, Teilhabe und ein respektvolles Miteinander gewürdigt.
„Der Vielfaltspreis der Stadt Aachen steht für das, was unsere Stadt ausmacht: Offenheit, Respekt und ein starkes Miteinander. Viele Initiativen zeigen eindrucksvoll, wie Engagement für Vielfalt im Alltag gelebt wird. Dieses Engagement möchten wir würdigen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons.
Der „Vielfaltspreis“ zeichnete Menschen, Gruppen, Organisationen, Unternehmen und Vereine aus, die sich in besonderer Weise für ein gutes Zusammenleben in einer offenen und vielfältigen Stadt eingesetzt hatten. Ziel ist es, positive Beispiele sichtbar zu machen und ein Zeichen für eine inklusive Gesellschaft zu setzen, in der Herkunft, Geschlecht, Alter, Religion, sexuelle Orientierung oder körperliche Fähigkeiten keine Barrieren darstellten.
Förderpreis „Integration durch Sport“
Neu war 2026 die Kategorie „Integration durch Sport“, in der der städtische Förderpreis erstmals als eigenständige Kategorie im Rahmen des „Vielfaltspreises“ verliehen wurde. Ausgezeichnet wurden Sportvereine und Initiativen, die durch ihre Projekte und ihr Engagement Integration, gesellschaftliche Teilhabe und ein vielfältiges Miteinander in besonderer Weise gefördert hatten.
Sportvereine und -initiativen hatten dabei eine wichtige Plattform für Begegnung, Teilhabe sowie für ein respektvolles und tolerantes Miteinander geboten.
Die Preistragenden 2026
Preistragende „Vielfaltspreis“
Jugendzentrum Kingz Corner
Kingz Corner ist seit 2012 ein unverzichtbarer Ankerpunkt für Vielfalt und Empowerment in Aachen. Als anerkannter Träger der Jugendhilfe bietet die Einrichtung jungen Menschen ab 16 Jahren – unabhängig von Herkunft, Religion oder sozialem Status – einen kostenlosen, geschützten Raum zur Entfaltung. Kingz Corner verbindet kreative Jugendkultur mit politischer Bildung und schafft so echte Chancengerechtigkeit und ein respektvolles Miteinander in Aachen.
© Stadt Aachen / Bianca K. FotografieHaus für Familien der evangelischen Familienbildung Aachen
Das Haus für Familien in Aachen hat ein laufendes Programm mit offenen, interkulturellen und generationsübergreifenden Angeboten. Es werden Eltern Cafés organisiert, es gibt ein interkulturelles Nachtcafé sowie Angebote von Frauen für Frauen. Sprachangebote werden von A2- B1 Niveau angeboten.
© Bianca K. FotografieSophie Orentlikher und Mohammed Arfan Ashmawi
Als Masterstudierende der Sozialen Arbeit an der Katholischen Hochschule Aachen entwickelten Sophie Orentlikher und Mohammed Arfan Ashmawi ein herausragendes Dialogformat zum Israel-Palästina-Konflikt, das sie mit unterschiedlichen Gruppen durchführten. Mit einer besonders achtsamen und vielfaltssensiblen Ausrichtung schaffen ihre Dialogveranstaltungen Brücken in einer von Polarisierung geprägten Zeit. Damit setzen sie ein starkes Zeichen für die Werte, für die der „Vielfaltspreis“ steht: Offenheit, Respekt und ein starkes Miteinander. Sophie Orentlikher und Mohammed Arfan Ashmawi beweisen, dass Dialog auch zu den schwierigsten Themen möglich ist.
© Stadt Aachen / Bianca K. FotografieAachener Friedenslauf
Der Aachener Friedenslauf fördert seit 25 Jahren Integration und Vielfalt, indem jährlich rund 4.000 Schülerinnen und Schüler aller Schulformen gemeinsam ein Zeichen für Frieden setzen. Durch ein nachhaltiges Bildungsprogramm und sportliche Begegnungen baut das Projekt Vorurteile ab und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Region.
© Stadt Aachen / Bianca K. Fotografie
Preistragende städtischer Förderpreis „Integration durch Sport“
EASTSIDE BOXING
Seit 2008 vereint EASTSIDE BOXING qualifizierten Sport mit kontinuierlicher Jugendsozialarbeit. Das Projekt erreicht gezielt Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Herkunft, die von Regelsystemen oft übersehen werden. Durch die Vernetzung von professionellem Boxtraining und pädagogischer Begleitung schafft EASTSIDE BOXING einen verlässlichen Raum für Teilhabe, Fairness und persönliche Entwicklung. Integration wird hier nicht als Event, sondern als gelebter Alltag in stabilen Gruppenstrukturen vermittelt, wodurch echte Lebensperspektiven und soziale Mobilität entstehen.
© Stadt Aachen / Bianca K. FotografieMove – your – Future – Fahrradwerkstätten
Die Projektreihe „MOVE YOUR FUTURE“ des AWO Jugendwerks Aachen fördert durch inklusive Fahrradwerkstätten und Mobilitätstraining die soziale und sportliche Teilhabe von Kindern und Jugendlichen aus prekären Lebenslagen. Das Projekt integriert Menschen mit Migrationshintergrund und Behinderung durch niedrigschwellige Bewegungsangebote sowie Brückenbau in den organisierten Sport.
© Stadt Aachen / Bianca K. Fotografie„Inklusive Tischkicker-Liga Aachen”
Die „Inklusive Tischkicker-Liga Aachen“ ist ein herausragendes Beispiel für niedrigschwellige Inklusion und gelebte Gemeinschaft. Das Projekt nutzt den Kicker-Sport als verbindendes Element, um Menschen mit und ohne Behinderung sowie unterschiedliche Altersgruppen in einem fairen Wettbewerb zusammenzubringen. Das Projekt beweist eindrucksvoll, wie durch eine einfache sportliche Aktivität gesellschaftliche Grenzen überwunden und der Zusammenhalt in der Region gestärkt werden kann.
© Stadt Aachen / Bianca K. FotografieErste Große Karnevalsgesellschaft 1954 e.V. Eilendorf
Die „Erste Große Karnevalsgesellschaft 1954 e. V. Eilendorf“ verbindet Karneval, Sport und gelebte Inklusion. Menschen mit und ohne körperliche oder geistige Beeinträchtigung trainieren gemeinsam Gardetanz und Showtanz. Die gemeinsame sportliche Aktivität schafft Begegnungen und ermöglicht Teilhabe unabhängig von individuellen Voraussetzungen. Inklusion ist dabei kein zusätzliches Angebot, sondern fester Bestandteil des Vereinslebens. Der Verein zeigt beispielhaft, wie gemeinsamer Sport und Vereinsarbeit Menschen zusammenbringen und gesellschaftliche Teilhabe fördern können.
© Stadt Aachen / Bianca K. Fotografie