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Fairer Handel: Immer mehr Gruppen und Einrichtungen engagieren sich

Zum Internationalen Tag des Fairen Handels und bundesweiten Weltladen-Tag am 8. Mai rufen verschiedene Fairtrade-Initiativen in Stadt und Städteregion Aachen erstmals gemeinsam zu gerechteren Handelsbeziehungen und zu einem veränderten Konsumverhalten auf.

"Die Corona-Krise hat die Schwachstellen eines Wirtschaftssystems deutlich gemacht, das auf ökologischem Raubbau beruhe und soziale Ungleichheiten verschärfe", sagt Mona Pursey, Sprecherin der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Aachen. Nach der Pandemie dürfe es kein „Weiter so“ geben. Ein zentrales Handlungsfeld für die Nach-Corona-Wirtschaft ist der Faire Handel, so Pursey. Mit seinen sozialen Kriterien garantiere der faire Handel Kleinbauernfamilien in Entwicklungs- und Schwellenländern bessere Preise, sorge für menschenwürdige Arbeitsbedingungen auf Plantagen und schließe ausbeuterische Kinderarbeit aus.

  

Immer mehr Menschen engagieren sich

Jan Schuster, Koordinator für Kommunale Entwicklungspolitik der Fairtrade-Stadt Eschweiler, ergänzt: „Der faire Handel verbindet soziale Standards immer öfter auch mit ökologischen Anbau- und Herstellungsmethoden.“ Für das Ziel einer fairen Partnerschaft zwischen Produzent*innen und Konsument*innen engagieren sich laut Mona Pursey und Jan Schuster immer mehr Menschen und Institutionen auch in Stadt und Städteregion.

Die Städte Aachen und Eschweiler engagieren sch bereits seit 2011 und seit 2017 im als Fairtrade-Städte. Die Städteregion Aachen und auch die Stadt Alsdorf werden sich nach entsprechenden politischen Beschlüssen auch um die Auszeichnung als Fairtrade-Landkreis und Fairtrade-Stadt bewerben.

Überdies verschiedene Bildungseinrichtungen aus der Region bei den Schwester-Kampagnen Fairtrade-Schools und Fairtrade-Universities aktiv. Das Inda-Gymnasium, das Einhard-Gymnasium und das Anne-Frank-Gymnasium in Aachen, die Bischöfliche Liebfrauenschule Eschweiler sowie die Katholische Hochschule Aachen tragen den Titel bereits. Die Fachhochschule (FH) Aachen bereitet derzeit die Bewerbung für die Anerkennung als Fairtrade-University vor. Mit der Aachener Kindertagesstätte (Kita) Herz Jesu sowie zwei Eschweiler Kitas gibt es seit 2019 zudem erste Vorschuleinrichtungen, die als Faire Kita ausgezeichnet wurden. Auch die in Aachen ansässigen Hilfswerke missio, Misereor und Sternsinger unterstützen den fairen Handel in ihren weltweiten Projekten.

   

„Faire Wochen“ im September 2021

Bei zwei Videokonferenzen im Februar und April 2021 haben sich rund 20 Akteur*innen in Stadt und Städteregion Aachen über ihre Aktivitäten erstmals in größerem Rahmen ausgetauscht und beschlossen, zukünftig enger zusammenzuarbeiten. So sollen etwa die bundesweiten Fairen Wochen im September für gemeinsame Aktionen genutzt werden.

Sofern die Pandemielage es zulässt, wird zum Beispiel die dritte Aachener Fairtrade-Messe am Samstag, 18. September, in der Aula Carolina stattfinden. Unter dem Motto „So geht fair2shoppen“ werden lokale Einzelhandelsgeschäfte und Fairtrade-Akteure die ganze Vielfalt des fairen Produktangebots in Aachen präsentieren. Ziel der Verbrauchermesse ist es, ein nachhaltiges Konsumverhalten zu fördern.

Um die vielfältigen Bezüge der Fairtrade-Stadt Aachen zu den Menschen im globalen Süden wird es auch bei einer Stadtführung gehen, die zurzeit vom Aachen-Tourist-Service entwickelt und voraussichtlich im Herbst ins Programm aufgenommen wird. Außerdem stellt der Weltladen Aachen im Mai seinen neuen Aachen-Kaffee vor. Und im Juni veranstalten die FH und die RWTH eine Nachhaltigkeitswoche.

Weitere Informationen zu den Aktivitäten in der Region Aachen gibt es unter anderem unter www.fairtrade-aachen.de und www.eschweiler.de/fairtrade.

  

Tag des fairen Handels immer am zweiten Samstag im Mai

Der Internationale Tag des Fairen Handels und der bundesweite Weltladen-Tag finden jährlich am zweiten Samstag im Mai statt. An diesem Tag macht die Fair-Handels-Bewegung auf ihre Vision einer gerechteren Welt aufmerksam und feiert Fair Trade als konkreten Beitrag zur Bekämpfung von Armut, Ausbeutung und Klimawandel. Für die Einführung eines Lieferkettengesetzes in Deutschland und Europa war der Faire Handel zuletzt die treibende Kraft.

Ansprechpartnerinnen der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Aachen sind: 

 Weitere Informationen: 

www.aachen.de/fairtrade

www.fairtrade-aachen.de

   

Herausgegeben am 29.04.2021 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing
Dr. Jutta Bacher
Markt 39, 52058 Aachen
Tel.: +49 241 432-1309
Fax: +49 241 28121
presse.marketing@mail.aachen.de

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