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100 Tage Oberbürgermeisterin für Aachen. Sibylle Keupen zieht erste Bilanz

Ein ruhiger Start ins Amt war es definitiv nicht. Der erste Tag als Oberbürgermeisterin fiel zusammen mit dem bis heute höchsten Stand der Inzidenz in der StädteRegion Aachen. Angesichts von 283 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner*innen und der Weihnachtszeit in nicht allzu weiter Ferne, tagte der Krisenstab unter höchstem Druck. Parallel dazu baute Sibylle Keupen ihren direkten Mitarbeiter*innenstab auf und machte sich – nun aus direkter Nähe – ein Bild der Verwaltung und des neuen Teams von rund 5.800 Kolleg*innen. Gewünscht hätte sie sich diese Begegnungen persönlich, möglich war das allerdings nur noch in wenigen Fällen. Schwierig war auch der Start in der neuen politischen Konstellation. Rat und Ausschüsse mussten sich erst konstituieren, klare Mehrheitsverhältnisse waren dabei nicht abzusehen, informelle Gespräche schwer möglich. Gleichzeitig war die Erklärung des Aufsichtsrats von Continental, die Reifenproduktion in Aachen einzustellen, gerade vier Wochen alt und rund 1.800 Arbeitsplätze schwer. „Im Vordergrund stand erst mal in fast allen Bereichen das Krisenmanagement, egal ob Gesundheit, Wirtschaft, Soziales, Familie oder Kultur“, so Keupen im Rückblick.

Neue Formate des Bürger*innendialogs

Dennoch ließen sich erste Linien und Schwerpunkte schnell erkennen. Von Anfang an wandte sich die Oberbürgermeisterin per Video an die Aachener Bevölkerung. Inzwischen ist das Freitags-Video mit dem Blick auf die Woche schon Standard, sind neue digitale Formate des Bürger*innendialogs im Blick, die zurzeit noch sorgfältig konzipiert, teils aber auch schon umgesetzt werden. Dazu gehören eine auf YouTube übertragene Veranstaltung mit ausgelosten Aachener*innen am 17. Februar und in Folge regelmäßige Treffen – erst noch digital, bald hoffentlich auch wieder persönlich – im Oecher Lab am Kapuzinerkarree. Sibylle Keupen erklärt dazu: "Mir fehlt der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern, und zwar enorm. Ich halte diesen Austausch für extrem wichtig, um am Puls der Zeit zu bleiben. Ich muss als Oberbürgermeisterin wissen, was die Themen sind, die die Stadt bewegen." Den bisherigen Fachbereich Verwaltungsleitung umzudefinieren in den Fachbereich Bürger*innendialog und Verwaltungsleitung ergab sich daraus als logische Konsequenz.

Mobilitätswende als Gewinn für alle Menschen dieser Stadt

Sibylle Keupen versteht es als eine ihrer zentralen Aufgaben, den Menschen dieser Stadt die Chancen des Mobilitätswandels aufzuzeigen. Bessere Luft, mehr Grün, mehr Raum für Menschen, weniger Lärm und weniger Gefahrenzonen für Alle: „Ich bin mit einem klaren Auftrag der Bürgerinnen und Bürger gewählt worden, für eine Politik, die die Verkehrswende schaffen will. Das löst natürlich auch viele, teils heftige Diskussionen aus. Ich stehe dabei für Dialog. Aber ich habe das Ziel immer vor Augen.“ Dabei gilt die Devise: Wenn sich aus den Dialogveranstaltungen Lösungen ergeben, die besser sind als die der Verwaltung, hat sich der Zweck des Dialogs bestens erfüllt. Er dient nicht als Selbstzweck, sondern dazu, das Ergebnis zu optimieren.

Gemeinsame Verantwortung für die Bürgerinnen und Bürger

Eine wichtige Basis der kommenden Arbeit bildet der städtische Haushalt, der im Entwurf vorliegt und bis Ende März von der Politik verabschiedet werden muss. Teil des Haushaltsplanentwurfs ist ein Volumen von 100 Millionen Euro, das bis 2024 eingesetzt werden soll, um den Klimaschutz in Aachen wirksam nach vorne zu bringen. 36 der 70 Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept sind bereits geplant und im Entwurf hinterlegt. Fehlt nur noch das zugehörige neue Dezernat, das der Rat bereits beschlossen hat. Die Stellenausschreibung läuft.

„Eine Stadt ist nur zukunftsfähig, wenn sie auch handlungsfähig ist. Dabei geht es vor allem um die gemeinsame Verantwortung für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, das muss uns allen klar sein“, sagt Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen mit optimistischem Blick auf die nächsten 100 Tage.

Herausgegeben am 09.02.2021 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing
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