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Hasbach

Anlass und Ziel | Zustand | Planung | Verfahren und Kosten

Projektphase: Ausführungsplanung

Aktuell: Am Mittwoch, 21.09.2016, fand eine Bürgerinformationsveranstaltung im Jakob-Büchel-Haus statt. Das Protokoll finden Sie hier.

Anlass und Ziel

Die Straße Hasbach in Walheim weist erhebliche bauliche Schäden auf und kann nicht mehr saniert werden. Daher ist eine Erneuerung des gesamten Straßenaufbaus notwendig. Die Maßnahme muss dringlich durchgeführt werden, wenn der Linienverkehr in der Straße aufrecht erhalten werden soll. Darüber hinaus ist eine Neuaufteilung des Verkehrsraumes geboten, um Verbesserungen der baulichen, gestalterischen und verkehrlichen Bedingungen zu erreichen. Insbesondere die Gehwege sind für einen sicheren und komfortablen Fußgängerverkehr zu schmal.

Zustand

Die Straße Hasbach ist eine ca. 470 m lange Erschließungsstraße im Stadtbezirk Kornelimüns-ter/Walheim. Sie verbindet die Albert-Einstein-Straße mit der Walheimer Straße und bindet als einzige Straße das Wohngebiet am Sperberweg an. Die umgebende städtebauliche Struktur ist durch eine homogene Ein- und vereinzelt Mehrfamilienhausbebauung geprägt. Vor allem die Oberfläche der Fahrbahn ist in einem sehr schlechten Zustand, weist deutliche Spurrillen auf und kann bald nicht mehr vom Linienverkehr befahren werden. Die Straße steigt kontinuierlich von der Walheimer Straße bis zur Albert-Einstein-Straße an.

Eine Zählung aus dem Jahr 2008 weist im Knoten Albert-Einstein-Straße / Hasbach eine Verkehrsbe-lastung von ca. 860 Kfz/24h im Hasbach sowie 2.000 Kfz/24h in der Albert-Einstein-Straße aus. Diese relativ geringe Belastung lässt sich problemlos in der Straße abwickeln.

Die Straßenraumbreite beträgt durchgehend ca. 9,0 m. Die Fahrbahn im Hasbach ist zwischen 6,00 und 6,10 m breit, die Gehwegbreiten rd. 1,45 m auf beiden Seiten. Vor dem Knoten Prämienstraße im Bereich der Bushaltestelle "Hasbach" weitet sich der Straßenraum auf ca. 12,0 m auf, die Fahrbahn entsprechend auf ca. 9,0 m auf.

Der Hasbach ist Teil einer Tempo-30-Zone. An den Einmündungen gilt daher die Rechts-vor-links-Regelung.

Das Platzangebot für Fußgänger entspricht nicht den Anforderungen der einschlägigen Richt-linien/Regelwerke (EFA, RASt 06), die eine Gehwegbreite von 2,50 m fordern. Ein Nebeneinanderge-hen, sich Begegnen mit Rollstuhl oder Kinderwagen ist heute nicht möglich. Der Radverkehr wird heute im Mischverkehr auf der Fahrbahn geführt. Der Radverkehrsanteil ist mit weniger als 2 % sehr gering. Parken wird als Fahrbahnrandparken versetzt beidseitig praktiziert. Derzeit bestehen für ca. 48 Fahrzeuge Parkmöglichkeiten im Hasbach. Bei den Ortsbesichtigungen waren diese bei weitem nicht ausgelastet. Der Hasbach wird im Einrichtungsverkehr von der Albert-Einstein-Straße in Richtung Walheimer Straße montags bis freitags von 32 Bussen der Linien 11 und 65 befahren. Es befinden sich zwei Haltestellen in der Straße, zum einen die Ausstiegshaltestelle "Sperberweg" und zum anderen die Endhaltestelle "Hasbach". An der Haltestelle "Hasbach" werden Standzeiten von bis zu 21 Minuten abgehalten.

Planung

Ziel der Überplanung ist eine Verbesserung der Bedingungen für alle Verkehrsteilnehmer. Eine ange-messene und sichere Abwicklung des Fußgängerverkehrs und die gestalterische Aufwertung des Straßenraums sind ebenso zu beachten wie das Vorhalten von ausreichend vielen öffentlichen Park-ständen und die Abwicklung des Linienverkehrs. Zur Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsquali-tät der Anwohner werden Elemente zur Verkehrsberuhigung vorgesehen, die dafür sorgen sollen, dass auch nach der Erneuerung die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h eingehalten wird und die Verkehrssicherheit erhöht wird.

Bei der Planung wurden die Prinzipien der aktuellen Regelwerke beachtet. Für die Abwägung der Planungselemente gilt grundsätzlich, dass die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer über den Komfort der Verkehrsteilnehmer zu stellen ist (VWV-StVO, Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Stra-ßenverkehrsordnung, Abschnitt A, zu § 39-43).

Als weitere Aspekte sind u.a. die Belange des ruhenden Verkehrs, des Städtebaus, und der Aufent-haltsqualität zu berücksichtigen.

Die Planung erfolgt nach dem Separationsprinzip mit einer Fahrbahnbreite von 5,55 m mit alternieren-dem Parken (vgl. Anlage 3 "Planung"). Diese Breite ist für den Begegnungsfall Lkw-Pkw erforderlich. Der Gehweg auf der nördlichen Seite kann dadurch auf 1,90 bis 2,20 m verbreitert werden. Der südli-che Gehweg wird nicht angepasst und bleibt zwischen 1,40 und 1,50 m breit.

Die Anzahl der Parkmöglichkeiten gegenüber dem Bestand sinkt von ca. 48 Parkständen um ca. 17 Parkstände, so dass noch ca. 31 Parkstände im Straßenraum angeboten werden können.

Die Vorfahrtsregelung Rechts-vor-links an den Einmündungen wird beibehalten, um die Verkehre abzubremsen.

Es wird ein Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge über 3,5 t (Verkehrszeichen 253) von der Walheimer Straße in Fahrtrichtung Albert-Einstein-Straße eingerichtet. In Fahrtrichtung des Linienverkehrs dürfen hingegen alle Fahrzeuge weiterhin fahren.

Es sind keine Straßenbäume oder Beete vorgesehen.

Detaillierte Beschreibungen befinden sich hier in der Ratsvorlage.

Verfahren und Kosten

Bürgerinformation

Am Mittwoch, 21.09.2016, fand von 19.00 bis 21.00 Uhr im Jakob-Büchel-Haus eine Bürgerinformationsveranstaltung statt. Die Anregungen wurden aufgenommen, werden bewertet und bei der weiteren Planung nach Möglichkeit und Abwägung berücksichtigt.

Politische Beratung

Die Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster/Walheim hat auf Grundlage der vorliegenden Planung (Plan-Nr. 2016/ 04-02) dem Mobilitätsausschuss empfohlen den Planungsbeschluss zu fassen und die Verwaltung mit der Durchführung einer Bürgerinformationsveranstaltung zu beauftragen.

Der Mobilitätsausschuss hat auf Grundlage der vorliegenden Planung (Plan-Nr. 2016/ 04-02) den Planungsbeschluss gefasst und die Verwaltung mit der Durchführung einer Bürgerinformationsveranstaltung beauftragt. Dies geschah mittels Dringlichkeitsentscheidung am 8.7.2016. Am 25.8.2016 wurde die Dringlichkeitsentscheidung im Mobilitätsausschuss genehmigt.

Baukosten und Finanzierung

Die Baukosten werden im Rahmen der Vorplanung über die Fläche ermittelt und betragen nach überschlägiger Schätzung derzeit ca.800.000 Euro.

Weiterführende Informationen zu Anliegerbeiträgen finden Sie in der Anlage zum Protokoll.

Weiteres Vorgehen

Ergebnisse der Bürgerinformation fließen in die Ausbauplanung ein. Ein Protokoll der Bürgerinformation wird den Ausschüssen in diesem Zusammenhang zur Verfügung gestellt.

Bei der Zeitplanung für den Umbau im Hasbach müssen die Straßenbaumaßnahmen in der Schleide-ner Straße und Albert-Einstein-Straße berücksichtigt werden. Anwohner im Hasbach und Sperberweg müssen zu jeder Zeit ihre Häuser erreichen können.