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Albert-Einstein-Straße

Anlass und Ziel | Zustand | Planung | Verfahren und Kosten

Projektphase: Bau

Aktuell: Am 26. September 2016 haben die Arbeiten im ersten Bauabschnitt zwischen Prämienstraße und Aachener Straße begonnen. Wenn die STAWAG mit der Erneuerung der Versorgungsleitungen für Gas, Wasser und Strom und den Hausanschlüssen abgeschlossen hat, wird die Stadt etwa ab Mai 2017 Fahrbahn und Gehwege wieder herstellen. Dies benötigt weitere sechs Monate. Während der Bauarbeiten wird der betroffene Bereich der Albert-Einstein-Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Anlieger können bis an die Baustelle heranfahren. Die Zufahrt zu den Häusern bleibt gewährleistet. Es entfallen teilweise öffentliche Parkplätze.
Die Gewege werden auf zwei Meter verbreitert, stellenweise werden Engstellen in der Fahrbahn eingerichtet, um die Geschwindigkeit in der Tempo 30-Zone zu reduzieren. Vor der Kirche St. Anna und an der Einmündung Hohlgradweg wird es einen Materialwechsel geben, um die Aufmerksamkeit der Autofahrer zu erhöhen. Dort wird die Asphaltfläche durch Pflaster unterbrochen. Darüber hinaus wird die STAWAG die jetzt vorhandenen Freileitungen für Strom unter die Erde verlegen. Blinde und sehbehinderte Menschen erhalten ein durchgängiges taktiles Leitsystem, an den Querungsstellen werden Bordsteinabsenkungen vorgenommen. Anregungen von der Bezirksvertretung Kornelimünster/Walheim und der Bürgerbeteiligung können größtenteils umgesetzt werden. Dazu gehört, dass es in Fahrtrichtung bergauf eine Vorfahrtregelung an den Engstellen geben wird und eine Bruchsteinmauer gegenüber der Kirche ersetzt werden soll.
Beschlüsse im Mobilitätsausschuss und in der Bezirksvertretung Kornelimünster/Walheim im Juli und August 2016 erfolgten einstimmig. Der zweite Bauabschnitt zwischen Aachener Straße und Schleidener Straße wird zu einem späteren Zeitpunkt – frühestens 2018 – realisiert.

Anlass und Ziel

Die Albert-Einstein-Straße weist seit Jahren erhebliche bauliche und funktionale Mängel auf. Daher ist eine Erneuerung des gesamten Straßenaufbaus notwendig, da punktuelle Reparaturen nicht mehr ausreichen. Darüber hinaus ist eine Neuaufteilung des Verkehrsraumes dringend erforderlich, um Verbesserungen der baulichen, gestalterischen und verkehrlichen Bedingungen für alle Verkehrsteilnehmer zu erreichen. Insbesondere die Gehwege sind an einigen Stellen nicht für einen sicheren Fußgängerverkehr nutzbar.
Im Zuge der Baumaßnahme will die Stawag Strom-, Wasser- und Telekommunikationsleitungen sowie die Beleuchtung erneuern.

Zustand

Die Albert-Einstein-Straße ist eine Haupterschließungsstraße im Bezirk Walheim und verbindet in dem beplanten etwa 700 m langen Abschnitt die Aachener Straße mit der Prämienstraße. Die Nebenanlagen sind in einem schlechten Zustand. Der Oberflächenzustand der Fahrbahn ist teilweise durch zahlreiche Aufgrabungen in einem sehr schlechten Zustand.

Die Straßenraumbreite variiert zwischen etwa 10,00m und 17,00m, da in einigen Bereichen die Grundstücksgrenzen stark verspringen. Die Fahrbahn der Albert-Einstein-Straße ist etwa 5,50 bis 6,00 m breit, während die Gehwegbreiten zwischen unter 1,00 m und etwa 2,20 m variieren. Teilweise gibt es auch Bereiche im Seitenraum, die bis zu 8,50 m breit sind.

Die Albert-Einstein-Straße ist Teil einer Tempo-30-Zone.

Das Platzangebot für Fußgänger weist verschiedene Engstellen von teilweise deutlich unter 1,00 m (z.B. im Bereich Hausnr. 34) auf. Diese entsprechen nicht den Anforderungen der einschlägigen Richtlinien/Regelwerke (EFA, RASt 06), die eine Mindestgehwegbreite von 2,00 m fordern. Auch im Bereich des südöstlichen Gehwegs vor Hausnr. 56 steht in einem längeren Teilabschnitt eine Gehwegbreite von deutlich unter 1,50 m zur Verfügung. Ein Nebeneinandergehen, sich Begegnen mit Rollstuhl oder Kinderwagen ist nicht möglich.

Derzeit bestehen für ca. 76 Fahrzeuge Parkmöglichkeiten im betreffenden Abschnitt der Albert-Einstein-Straße. Bei den Ortsbesichtigungen waren diese jedoch nie alle ausgelastet.

Weitere Details finden Sie in der Ratsvorlage.

Planung

Ziel der Überplanung ist eine Verbesserung der Bedingungen für alle Verkehrsteilnehmer. Eine angemessene und sichere Abwicklung des Fußgängerverkehrs und die gestalterische Aufwertung des Straßenraums sind wegen der heute eklatanten Mängel ebenso zu beachten wie das Vorhalten von ausreichend vielen öffentlichen Parkständen. Zur Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität der Anwohner werden Elemente zur Verkehrsberuhigung vorgesehen, die dafür sorgen sollen, dass auch nach der Erneuerung die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h eingehalten wird und die Verkehrssicherheit erhöht wird.
Bei der Planung wurden die Prinzipien der aktuellen Regelwerke beachtet. Für die Abwägung der Planungselemente gilt grundsätzlich, dass die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer über den Komfort der Verkehrsteilnehmer zu stellen ist (VWV-StVO, Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung, Abschnitt A, zu § 39-43).

Durch das beauftragte Ingenieurbüro wurden drei Varianten erarbeitet, die unterschiedlichen Planungsideen folgen. In der Darstellung der Varianten ergeben sich für die Einmündungen der Senkestraße, des Hohlgradwegs und den Bereich der Kirche St. Anna verschiedene Detailplanungen, die ähnlich eines Baukastensystems in die verschiedenen Varianten eingeplant werden können. Hierdurch ergeben sich dann nur kleine Anpassungsarbeiten, die im Rahmen der Ausbauplanung eingearbeitet werden können.

Der Radverkehr wird in allen Varianten im Mischverkehr der Tempo-30-Zone auf der Fahrbahn geführt.

Die beiden geplanten Kreisverkehre Aachener Straße/Albert-Einstein-Straße/Montebourgstraße und Albert-Einstein-Straße/Prämienstraße/Schmidthofer Straße sind in allen drei Varianten gleich und in der Ratsvorlage beschrieben.

Variante 1: durchgehend 2,00 m Gehweg
Diese Variante zielt auf eine Umsetzung einer angestrebten richtlinienkonformen Gehwegbreite von mindestens 2,00 m ab. Bei einer variierenden Fahrbahnbreite von 5,50 bis 6,00 m (teilweise inkl. 2,00 m Fahrbahnrandparken) können 2,00 m breite Gehwege beidseitig fast durchgängig hergestellt werden, in kurzen Bereichen muss die Breite jedoch um bis zu 10 cm unterschritten werden. Bei dieser Planungsmaxime verringert sich die Anzahl der Parkstände gegenüber dem Bestand von 76 Parkständen um 14 Parkstände, so dass noch 62 Parkstände angeboten werden können.

Variante 2: maximale Anzahl Parkplätze
Dieser Variante zielt darauf ab, ein möglichst großes Parkplatzangebot im öffentlichen Verkehrsraum anzubieten. In dieser Variante können mit 79 Parkständen im öffentlichen Raum zwei Parkstände mehr als im Bestand angeboten werden. Allerdings lässt sich dadurch nicht gleichzeitig überall eine durchgehende Gehwegbreite von (mindestens) 2,00 m realisieren. Die Gehwegbreite variiert zwischen 1,50 und 2,20 m.

Variante 3: Baumraster
Bei der Variante 3 wurde versucht, unter Beibehaltung des Grundsatzes zur Erzielung einer Mindestgehwegbreite von 2,00 m ein durchgängiges Baum- oder Pflanzbeetraster zu erstellen.
Hierbei wurde der bereits im öffentlichen und privaten Straßenraum vorhandene Baum- und Strauchbestand berücksichtigt. Unter Verfolgung eines einheitlichen Grünrasters wurde darauf abgezielt, mögliche Baumstandorte á príorí mit Verkehrsberuhigungselementen zu kombinieren.
Diese Planungsmaxime geht zu Lasten des Parkplatzangebotes, das sich gegenüber dem Bestand von 76 Parkständen um 25 auf 51 Parkstände verringert. Bei der Variante 3 ist jedoch zu beachten, dass die Einrichtung der Baumbeete sich an vielen Stellen nur dann realisieren lässt, wenn im Bestand vorhandene Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt werden.

Detaillierte Beschreibungen der Planungsvarianten befinden sich in der Ratsvorlage.

Verfahren und Kosten

Bügerinformation

Am 15. Juni 2015 fand eine Bürgerinformation statt. Das Protokoll finden Sie hier.

Politische Beratung

Die Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster/Walheim hat auf Grundlage der vorliegenden Planung der Variante 1: durchgehend 2,00 m Gehweg (Plan-Nr. 2014/ 12-05) dem Mobilitätsausschuss empfohlen den Planungsbeschluss zu fassen und die Verwaltung mit der Durchführung einer Bürgerinformationsveranstaltung zu beauftragen.

Der Mobilitätsausschuss hat auf Grundlage der vorliegenden Planung der Variante 1: durchgehend 2,00 m Gehweg (Plan-Nr. 2014/ 12-05) den Planungsbeschluss gefasst und die Verwaltung mit der Durchführung einer Bürgerinformationsveranstaltung beauftragt.

Baukosten und Finanzierung

Die Baukosten werden im Rahmen der Vorplanung über die Fläche ermittelt und betragen unabhängig von den Gestaltungsvarianten nach überschlägiger Schätzung derzeit jeweils ca.1.512.000 Euro.
Die Maßnahme löst eine Beitragspflicht nach dem Kommunalabgabengesetz aus.

Weiteres Vorgehen

Zur Zeit wird die Ausführungsplanung erstellt. Die Maßnahme soll in zwei Bauabschnitten ausgeführt werden. Der 1. Bauabschnitt ist in den Jahren 2016/2017 und der 2. Bauabschnitt in den Jahren 2017/2018 vorgesehen.