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Lärmaktionsplan Aachen

Die Stadt Aachen hat im Mai 2013 einen Lärmaktionsplan (pdf-Fassung) veröffentlicht. Lärm gilt in zahlreichen Städten und Ballungsräumen der Bundesrepublik als eines der größten Umweltprobleme. Er mindert Lebensqualität, beeinflusst Gesundheit und Wohlbefinden und ist ein Faktor für die Bewertung von (Wohn-) Immobilien.

Wachsende Mobilität und verändertes Freizeitverhalten haben die Lärmbelastung für viele Bürgerinnen und Bürger im Vergleich zu vor 15 oder 20 Jahren erhöht. Während andere Umweltbelastungen tendenziell sinken, fühlen sich über 60 Prozent der Bevölkerung durch Lärm belästigt. Daher wird Lärmprävention und -bekämpfung immer wichtiger.

Lärmaktionsplan schützt!

Maßgeblich für die kommunale Lärmaktionsplanung ist der "Umgebungslärm" im Sinne der Richtlinie der EU-Richtlinie 2002/49/EG). Der Umgebungslärm geht hauptsächlich von Autos, LKW und von von Eisenbahnen, Flugzeugen und von Industriegeländen aus.

Der im Mai 2013 vorgelegte Lärmaktionsplan für die Stadt Aachen enthält Ziele, Strategien und Maßnahmen zur Lärmminderung und zum Schutz ruhiger Gebiete. Grundlage sind die Lärmkarten: sie machen eine Konfliktanalyse und die Unterscheidung zwischen belasteten und ruhigen Gebieten möglich.

Danach sind in Aachen 15 Proeznt der Einwohner tagsüber Lärmemissionen oberhalb von 65 dB(A) ausgesetzt, die eine Gesundheitsgefährdung darstellen oder die eine gesundheitliche Beeinträchtigung nach sich ziehen können. 59 Prozent sind über Tag teilweise oder potenziell belästigendem Lärm ausgesetzt, 39 Prozent sind hohen Lärmbelastungen während der Nachtstunden zwischen 22 Uhr und 6 Uhr ausgesetzt. Auf der Grundlage dieser Ermittlung der Lärmbetroffenheit von Bürgern und Bürgerinnen wurde eine Liste besonders verlärmter Straßenzüge erstellt, Lärmminderungsmaßnahmen sollen kurz- und mittelfristig durchgeführt werden.

Vieles schon geschehen, vieles noch geplant

Viele Maßnahmen in der Innenstadt und in den Ortsteilen sind bereits abgeschlossen, auch Lärmminderungsmaßnahmen an den Bundesautobahnen und entlang der Bahnstrecken.

Die langfristige Strategie zur Lärmminderung besteht aus einem Bündel zielgerichteter Maßnahmen: z.B. der Einbau von lärmmindernden Straßenbelägen, Lärmvorsorge in der Bauleitplanung und Programme zur Änderung des Mobilitätsverhaltens. Auch Jobtickets, Elektromobilität, Fahrradverleih und eine fahrradfreundliche Infrastruktur reduzieren verkehrsbedingte Lärmbelastungen.

Lärmminderung ist eine langfristige Aufgabe. Die Lärmsituation muss regelmäßig erfasst, die Bürgerinnen und Bürger sollen mit einbezogen und neue Maßnahmen unter Berücksichtigung der gesetzlichen und finanziellen Vorgaben durchgeführt werden. (Langfassung dieses Textes)