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Aachener Ingenieurpreis Verleihung wird ins Jahr 2021 verlegt

Die feierliche Verleihung des Aachener Ingenieurpreises an den international anerkannten Experten für Künstliche Intelligenz, Professor Sebastian Thrun, findet nicht wie geplant am 4. September 2020 im Krönungssaal des Aachener Rathauses statt. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie verständigten sich RWTH und Stadt Aachen in Rücksprache mit dem Beirat des Aachener Ingenieurpreises darauf, die Verleihung in das Jahr 2021 zu verlegen. Ein konkreter Termin wird zu einem späteren Zeitpunkt benannt. „Wir hätten Sebastian Thrun gerne in wenigen Wochen im Krönungssaal des Rathauses für seine großartigen Impulse gewürdigt. Angesichts der aktuellen Gegebenheiten wollen wir kein Risiko für die Teilnehmenden eingehen“, erklärt der Oberbürgermeister der Stadt Aachen, Marcel Philipp. „Wir freuen uns, Sebastian Thrun im kommenden Jahr auszuzeichnen und dann möglichst vielen Menschen unter gesicherten Rahmenbedingungen diesen Preisträger vorzustellen“, betont der Rektor der RWTH, Professor Ulrich Rüdiger.
Robotik-Spezialist Thrun wird zu den 100 einflussreichsten Denkern der Welt gezählt. Er startete mit einem Informatikstudium an den Universitäten in Hildesheim und Bonn, wo er 1995 promovierte. Drei Jahre später ging er als Assistent Professor an die Carnegie Mel-lon University in Pittsburgh, Pennsylvania, bevor 2003 der Wechsel nach Kalifornien folgte – als Associate Professor und Leiter des Artificial Intelligence Lab an die Stanford Uni-versity. Er entwickelte mit dem dortigen Racing Team den autonom fahrenden VW Touareg „Stanley“, der 2005 die mit zwei Millionen US-Dollar dotierte DARPA Grand Challenge gewann. Kaum im Silicon Valley angekommen, kam Thrun in Kontakt mit Google-Gründer Larry Page und beeindruckte ihn mit seinem visionären Entwicklergeist. 2011 wechselte der Informatiker zu Google und wurde mit dem Aufbau der Forschungsabteilung Google X betraut, die „Google Street View“ und die Datenbrille Google Glass entwickelte.
Thrun wurde zum Träger des Aachener Ingenieurpreises nach dem schwäbischen Familenunternehmer Hans Peter Stihl im Jahr 2019 ernannt. Erster Preisträger war 2014 Berthold Leibinger (gestorben 2018), der aus der kleinen schwäbischen Maschinenfabrik Trumpf einen High-Tech-Konzern der Lasertechnologie machte. Es folgten RWTH-Professor Franz F. Pischinger, der die FEV Motorentechnik GmbH als Spin-off in Aachen gründete, der Wissenschaftler und Astronaut Thomas Reiter, Professor Manfred Weck als langjähriger Direktor am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH sowie die Mikrobiologin Professorin Emmanuelle Charpentier als Miterfinderin der sogenannten Gen-Schere. Alle Geehrten stehen für gesellschaftliche wie wirtschaftliche Impulse und die Gabe, jüngere Generationen zu inspirieren. „Sebastian Thrun ist ein weltweit anerkannter Technologie-Pionier. Der in Deutschland geborene Informatiker verkörpert den digitalen Fortschritt wie kaum ein Zweiter und setzt seit mehr als 20 Jahren herausragende Impulse in den Forschungsfeldern Künstliche Intelligenz, Autonomes Fahren und digitale Hochschulbildung“, begründet Rektor Rüdiger die Entscheidung.

Herausgegeben am 13.06.2020 von:

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