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Aachen ist weiter „Fairtrade-Stadt“

Aachen bleibt zwei weitere Jahre „Fairtrade-Stadt“. Mit diesem darf sich die Stadt nun schon seit dem Jahr 2011 schmücken. „Möglich wird das, weil sich engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammengeschlossen haben, regelmäßig mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen auf die Ideen des fairen Handels hinzuweisen“, sagt Umwelt- und Personaldezernent Dr. Markus Kremer.

Die Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt hat die Koordination der Aktivitäten in Aachen übernommen. Zu ihr gehören der MAC (Märkte- und Aktionskreis City), das Eine-Welt-Forum, Misereor, das Bündnis Fairhandeln, die Stadt Aachen, der Weltladen Aachen, DEHOGA (Verband der Hotel- und Gastronomiebetriebe), Weltweit am Dom sowie die Interessengemeinschaft der Geschäftsleute in der Altstadt.

Im Zusammenhang mit der erneuten Auszeichnung hat sich die Gruppe etwas Neues einfallen lassen. Sie hat Bierdeckel produzieren lassen, die auf eine freundlich-sympathische Art auf die 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung hinweisen – nicht nur in Hochdeutsch, sondern auch auf Öcher Platt.

„Auf der Vorderseite wird jeweils eines der 17 Ziele auf Öcher Platt vorgestellt und durch ein Piktogramm illustriert. Bei einigen Zielen gibt es da auch interessante lokale Bezüge zu entdecken“, sagt Fabiola Blum vom Fachbereich Umwelt. Und auf der Rückseite könne man sich in Hochdeutsch einen Überblick über alle Ziele verschaffen.

Fairtrade-Stadt AC_Bierdeckel
Aachen bleibt weiter „Fairtrade-Stadt“. Die Mitglieder der Steuerungsgruppe Fairtrade Aachen informierten darüber und stellten dabei auch ihre neueste Aktion vor: Mit speziell gestalteten und ins Öcher Platt übersetzten Bierdeckel weisen sie auf die 17 weltweit gültigen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen hin. (© Stadt Aachen/Harald Beckers)

Der Verein Öcher Platt hat sich um die „Übersetzungen“ gekümmert. Das Übersetzen der Ziele hat Dolmetscher Dr. Karl Allgaier, den Vorsitzenden des „Vereins für Aachener Mundart und Volkskunde“, herausgefordert. „Beim Wort Nachhaltigkeit fing es schon an, da unser Wortschatz diesen relativ neuen Begriff nicht kennt“, sagt Allgaier. „Da half es oft nur, die Botschaft zu umschreiben.“

Die Initiatoren der Bierdeckel-Aktion hoffen, einer breiten Öffentlichkeit auf diese Weise die Inhalte rund ums Thema nachhaltige Entwicklung, zur der natürlich auch das faire Handeln gehört, auf freundlich-ansprechende und humorvolle Weise näher bringen zu können.

Die Bierdeckel werden in den Gaststätten der Stadt auftauchen. Erhältlich sind sie ferner bei Fabiola Blum im Fachbereich Umwelt der Stadt Aachen, Reumontstraße 1 sowie bei Mona Pursey vom Eine-Welt-Forum im Welthaus, An der Schanz 1.

Die Bierdeckel wurden mit Unterstützung des gemeinnützigen Unternehmens „Engagement Global“ und mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.

Die Vereinten Nationen verabschiedeten im September 2015 die „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“. Darin sind die erwähnten 17 Nachhaltigkeitsziele definiert. Im Mittelpunkt dieser Ziele stehen die Menschen, die Erde, der Wohlstand, der Friede und die Partnerschaft. Die Ziele sind also nicht nur dem viel diskutierten Klimawandel gewidmet, sondern verweisen auf die gegenwärtigen, gesellschaftlichen Herausforderungen in aller Welt. Alle formulierten Ziele sollen bis in Jahr 2030 umgesetzt werden. Das ist ein großer Auftrag an alle Nationen dieser Erde.

Welche Nachhaltigkeitsziele gibt es und wie sind sie auf den Bierdeckeln ins Öcher Platt übersetzt worden?

  • Ziel 1: Keine Armut – Jeng Ärrmde
  • Ziel 2: Kein Hunger – Jenge Honger
  • Ziel 3: Gesundheit und Wohlergehen – Jesonkheät
  • Ziel 4: Hochwertige Bildung – Beldong
  • Ziel 5: Geschlechtergleichheit – Frau än Man sönd jliich
  • Ziel 6: Sauberes Trinkwasser, saubere Sanitäreinrichtungen – Wasser än Abbee mösse reng siie
  • Ziel 7: Bezahlbare und saubere Energie – Strom moss me berappe könne
  • Ziel 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum – Werke wi e Mensch
  • Ziel 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur – Nöjje Fabrike
  • Ziel 10: Weniger Ungleichheiten – Alle Lü sönd jliich
  • Ziel 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden – De Stäe mösse aan de Zoukonf va os kenger denke
  • Ziel 12: Nachhaltiger Konsum, nachhaltige Produktion – Watte bruchs, moss ouch noehwahsse
  • Ziel 13: Maßnahmen zum Klimaschutz – De Welt weäd ze wärm
  • Ziel 14: Leben unter Wasser – De Fesche sönd krank
  • Ziel 15: Leben an Land – Mensche än Diere sönd eä System
  • Ziel 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen – Fred än Jerechtigheät
  • Ziel 17: Partnerschaft zum Erreichen der Ziele – Vür mösse all zesame stooeh

Weitere Informationen im Internet:

www.fairtrade-aachen.de (Bierdeckel und lokale Bezüge, Fairtrade-Aktivitäten in Aachen)

www.bmz.de (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)

Herausgegeben am 20.12.2019 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
52062 Aachen
fon: 0241/432-1309
fax: 0241/28-121
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