Inhalt



Positive Bilanz bei der Abfallwirtschaft

• Aachener Stadtbetrieb ist zufrieden mit den bisherigen Neuerungen zur Neuausrichtung der Abfallwirtschaft.
• Die Zahl der Restabfall-Behälter und der Leerungen ist gesunken. Auch amtliche Restabfallsäcke werden deutlich weniger in Anspruch genommen.
• Es werden weniger Termine für Sperrmüllabholungen vereinbart, dann aber mehr Sperrgut bereitgestellt.

Knapp ein Jahr nach der Neuausrichtung der Abfallwirtschaft zieht der Aachener Stadtbetrieb eine erste Zwischenbilanz – und die fällt durchweg positiv aus. In der Sitzung des Betriebsausschusses am Dienstag, 21. November, wurden erste Ergebnisse präsentiert. Das Institut für Abfall, Abwasser und Infrastrukturmanagement (Infa) hatte die Entwicklung untersucht und Infa-Geschäftsführer Heinz-Josef Dornbusch erklärte, die prognostizierten Werte seien erreicht worden.

Zukunftssicheres Modell eingeführt
Basierend auf den vorliegenden Daten zeigt sich, dass sich die zuvor geschätzten Wechsel von Behältergrößen und Leerungsintervallen tatsächlich in dieser Größenordnung entwickelt haben. Die Anzahl der Restabfall-Behälter sank von 62.776 auf 61.953, wobei die Umstellung der 60-Liter-Behälter mit vierwöchentlicher Leerung derzeit noch nicht abgeschlossen ist. Auch die Zahl der Leerungen ist von rund 1,9 Millionen auf etwa 1,4 Millionen gesunken. Damit ist der ursprüngliche Wunsch, eine effizientere Leistung erbringen zu können, eingetreten. Dies bezieht sich auch auf den wirtschaftlichen Aspekt, da ein verursachergerechteres, transparenteres und zukunftssicheres Gebührenmodell eingeführt wurde.


Etwas anders verhält es sich bei den Bioabfall-Behältern. Ein Großteil der Nutzer ist bei der bisherigen Behältergröße geblieben. Sie nehmen somit, wegen des nun angebotenen 14-tägigen-Leerungsrhythmus, ein um 50 Prozent reduziertes Behältervolumen in Anspruch. Insgesamt ist auch die Menge in den Bioabfall-Behältern um etwa elf Kilogramm pro Jahr und Einwohner gesunken. Bei den Annahmestellen für Grünabfall zeigt sich hingegen ein leichter Anstieg von rund zwei Kilogramm pro Jahr und Einwohner. Für diesen Rückgang lassen sich zwei mögliche Gründe anführen: Zum einen gibt es einen Anstieg der Eigenkompostierung. Teilweise kompostieren die Bürgerinnen und Bürger ihren Baum- und Strauchschnitt selbst und besitzen einen Bioabfallbehälter. Zum anderen kann auch der trockene Sommer Einfluss auf die gesunkenen Grünschnittmengen haben.

70 Prozent weniger Restabfallsäcke
Der gewünschte Rückgang der Nutzung von amtlichen Restabfallsäcken ist ebenfalls eingetreten. Der aktuellen Hochrechnung nach werden in diesem Jahr 29.000 solcher Restabfallsäcke verkauft und damit rund 70 Prozent weniger als noch in den Vorjahren. Somit dient der Restabfallsack nun wieder dem ursprünglichen Zweck.

Auch im Bereich der Sperrmüllabholung ist die erwartete Veränderung eingetreten: Mit der Einführung der Verwaltungsgebühr sank die Zahl der monatlichen Abholungen von circa 6.000 auf rund 2.200. Wie prognostiziert wird bei den vereinbarten Terminen nun mehr Sperrgut geladen. Insgesamt wird so der Logistikaufwand deutlich minimiert. Bei insgesamt 3.722 weniger offiziellen Sperrgutabholungen im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr ist dennoch ein Anstieg von Wilden Sperrabfallstellen im Stadtgebiet zu verzeichnen. Diese Entwicklung wird der Stadtbetrieb weiter beobachten und versuchen, mit gezielten Maßnahmen entgegenzuwirken.

Bestehende Kosten gesenkt
Das Gesamtfazit dieses ersten Resümees fällt aus Sicht des Stadtbetriebs und auch des Instituts für Abfall, Abwasser und Infrastrukturmanagement sehr positiv aus. Durch die gesunkene Zahl der Leerungen wurden auch die bestehenden Kosten gesenkt. Nun wird mit Feinjustierungen in den kommenden Monaten weiter an der Neuausrichtung der Abfallwirtschaft gearbeitet.

Zum Hintergrund
Hintergrund der Neuausrichtung der Abfallwirtschaft ist, dass die Kosten der Abfallentsorgung in den vergangenen Jahren gestiegen waren. Lange wurde diese Kostensteigerung durch Rücklagen abgedeckt. Nachdem diese Rücklagen aufgebraucht waren, musste eine Neuausrichtung aufgestellt werden. Da Gebühren nach Gebührenrecht kostendeckend erhoben werden müssen, gab es keine Möglichkeit, Gelder aus dem städtischen Haushalt zur Verfügung zu stellen. Um die Gebühren stabil zu halten, wurden darüber hinaus auch die Abfuhrrhythmen verändert.

Herausgegeben am 22.11.2017 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
52062 Aachen
fon: 0241/432-1309
fax: 0241/28-121
mail: presse.marketing@mail.aachen.de

Pressekontakt

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
52062 Aachen
Tel.: 0241/432-1309
Fax: 0241/28-121
Mail

Twitter Logo

Facebook Logo instagram Google+ Logo