Inhalt

Kapstadt - Südafrika



 

banner_aufkleber

Die „Agenda-21-Partnerschaft“ zwischen Aachen und Kapstadt entstand 1999 auf Vorschlag des Welthauses in Aachen gemeinsam mit einer Selbsthilfe-Organisation in Khayelitsha. Dieses größte Township im Eastern Cape gehörte zur Stadt Tygerberg; nach einer Gebietsreform wurde Kapstadt unser Partner!

UTAatwork-3

Kern unserer Zusammenarbeit war und ist das Engagement von Initiativen und Nichtregierungsorganisationen in beiden Städten und die Kooperation mit der Verwaltung. Dies geschieht in Projekten, die das große Thema „Nachhaltigkeit“ im Alltag sichtbar machen: sie setzen die Ziele der Agenda 21* sichtbar und nachvollziehbar um.

PS logo ausgang

Das übergeordnete Prinzip ist ‚Lernen auf Augenhöhe‘. So entstanden Projekte im sozialen, ökologischen, erzieherischen Bereich, viele Austausche von Student*innen und  Wissen:  Fahrradrecyclingprojekt – Begrünungsprojekte (es gab in Kapstadt einen Aachen Greening Award) – Schulgartenprojekte – Schulpartnerschaften – insgesamt 15 Wandmalprojekte – Schüleraustausche – das „21-Haushalte-Projekt“ – Studentenaustausche und es gibt das Klimaticket Aachen/Kapstadt.

Seit 2015 vergleichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der beiden Stadtverwaltungen die kommunale Prozesse und die Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien.

Alles andere, viel mehr und unsere Geschichte findet sich ausführlich auf der Webseite des Fördervereins www.aachen-kapstadt.de

*Agenda 21 = UN-Konferenz Rio 1992; später: UN Millenniumsziele bis 2015 , heute: Nachhaltigkeitsziele, Sustainable Development Goals = SDG, UN-Beschluss 2015

Neueste Info:

Park am Alten Klinikum heißt nun Nelson-Mandela-Park
Südafrikanischer Friedensnobelpreisträger wird mit Umbenennung geehrt

Mandela_Gruppe_427
Trotz des schlechten Wetters konnten Oberbürgermeister Marcel Philipp und Bezirksbürgermeisterin Marianne Conradt (Bildmitte - erster und zweite links neben dem Hinweisschild) bei der Benennung des Nelson-Mandela-Parks Interessierte aus Bezirksvertretung, Partnerschaftskomitee und Bürgerschaft begrüßen. © Stadt Aachen/Andreas Herrmann

„Martin Luther King, Mahatma Ghandi, Nelson Mandela – sie haben eine echte Veränderung der Lebensumstände für viele bewirkt. Sie haben eine Zeitenwende gebracht“, sagte Oberbürgermeister Marcel Philipp. Nach dem, der auch das politisches Bewusstsein vieler Menschen in unserer Region geprägt hat, wurde am Samstag (7.Okt. 2017) ein Park benannt: Nelson Mandela. Der Park auf dem Gelände des Alten Klinikums trägt ab sofort den Namen des südafrikanischen Friedensnobelpreisträgers.

Tatsächlich hatte die Grünfläche, die in Aachen gemeinhin als Alter-Klinikums-Park bekannt ist, keinen offiziellen Namen. Das hatte die Bezirksbürgermeisterin für den Stadtbezirk Aachen-Mitte, Marianna Conradt, auf der Suche nach einer Straße, einem Haus oder einer Grünfläche, die den Namen des Freiheitskämpfers und ersten von allen Südafrikanern gewählten Präsidenten des Landes tragen könnte, festgestellt. Ihre von der Bezirksvertretung Mitte unterstützte Suche ging auf einen Antrag des Partnerschaftskomitees Aachen-Kapstadt von 2015 zurück.
Die Engagierten des Vereins hatten angefragt, ob nicht irgendetwas in der Stadt nach Mandela benannt werden könnte, „denn erst durch ihn wurde unsere Partnerschaftsarbeit möglich“, wie Norbert Kuntz vom „Aachen-Kapstadt“ berichtete. „Seine Vergebung, seine Politik des Zusammenhalts von Schwarz und Weiß nach dem Ende der Apartheit machte es möglich, dass die Bewohner von Kapstadt offen uns gegenüber waren.“ Mit so einem großen und beliebten Park habe man allerdings nicht gerechnet.

„Mandela ist Mahnung für uns, nicht Abgrenzung und Ausgrenzung als Allheilmittel für die Gesellschaft zu sehen. Sie nähren vielmehr den Bazillus, der eine Gesellschaft von innen zerstört“, erklärte Conradt. Veronika Stützel, Mitglied des Partnerschaftsvorstands, verstand den neuen Namen so denn auch als Aufgabe und Anregung zu gleich: „Wir planen Zitate Mendelas im Park sichtbar zu machen. Und zum 100. Geburtstag am 18. Juli 2018 gibt es sicher ein großes Fest.“

Gänzlich unabhängig vom neuen Namen geplant und umso mehr passend setzt Künstler Urban Stark derzeit das weltweite Kunstprojekt „Pillars of Freedom“ („Säulen der Freiheit“) im neuen Nelson-Mandela-Park um. „Ich wurde angesprochen, ob ich mich nicht an dem Projekt beteiligen wolle. Ich wollte gern, ich wusste allerdings eine ganze Zeit lang nicht wie – bis ich hier beim Spaziergang eine 4,30 Meter hohe, abgestorbene Kastanie stehen sah.“ Die bearbeitet Stark nun noch bis 9. November mit der Kettensäge, um eine Aachener „Säule der Freiheit“ zu schaffen und damit zugleich auch dem großen Freiheitskämpfer Mandela ein Denkmal zu setzen.

Abschließend fand die Einweihung auf Einladung des Restaurantbetreibers Hans Peter Kerff im stilvollen Ambiente des im Park gelegenen Alten Torhauses bei südafrikanischen Tapas einen angemessenen Ausklang. Ein kurzer Dank galt Gerd Dupont für die Organisation der Veranstaltung.

Mandela_Stark_427
Der Künstler Urban Stark mit der Baumskulptur zur Reihe „Pillars of Freedom“ („Säulen der Freiheit“) im neuen Nelson-Mandela-Park. © Stadt Aachen/Andreas Herrmann