Nutzung und Bestände


Viele Archivalien sind in einer Datenbank erfasst, die momentan nur im Lesesaal eingesehen werden kann. Es gibt aber auch umfangreiche Bestände, die noch nicht auf diese Weise erfasst sind, aber trotzdem genutzt werden können. Fragen Sie uns, ob dies der Fall ist. Unser Lesesaal ist dienstags von 13.00 - 17.00 Uhr, mittwochs von 9.00 - 17.00 Uhr und Donnerstag von 9.00 - 13.00 Uhr geöffnet. Eine vorherige Anmeldung (stadtarchiv@mail.aachen.de) ist nicht vorgeschrieben, wird aber empfohlen.

Bitte bestellen Sie die Archivalien und Bücher, die Sie einsehen möchten, mindestens zwei Arbeitstage vor Ihrem Besuch per E-Mail na stadtarchiv@mail.aachen.de. Bitte bestellen Sie nur so viel, wie Sie bei Ihrem Besuch bearbeiten können. Archivalien und Bücher können nicht entliehen werden. Im Lesesaal ist immer ein*e Kolleg*in zur Beratung anwesend. Bitte sprechen Sie die Beratung an, wenn sie zum ersten Mal bei uns sind oder wenn irgendwelche Fragen oder Probleme auftauchen. Für den Lesesaal gelten bestimmte Regeln. Die Regeln dienen dem Schutz des Archivguts und der gegenseitigen Rücksicht. Sie müssen mit den Archivstücken – wie auch wir – vorsichtig und sorgfältig umgehen und dürfen nichts daran verändern. Für besonders empfindliche Stücke halten wir Handschuhe und Hilfsmittel bereit. Um andere Nutzer*innen nicht zu stören, sollten Sie leise sein. Jacken, Schirme, Taschen und andere Gegenstände schließen Sie bitte in der Garderobe ein (Pfandmünze: 2 €). In unserem Haus gibt es keine Kantine und keinen Getränkeautomaten. Verpflegung darf nicht in den Lesesaal mitgenommen werden.

Sie können Reproduktionen und Fotokopien in Auftrag geben. Alle Reproduktionen sind kostenpflichtig. Außerdem müssen eventuelle Urheber- und Nutzungsrechte Dritter berücksichtigt werden. Aus praktischen Gründen können wir Reproduktionen nur zeitversetzt liefern. Sie können Reproduktionen auch im Lesesaal bei der Beratung beauftragen. Sie dürfen einzelne Archivstücke fotografieren, wenn keine rechtlichen oder konservatorischen Gründe dagegen sprechen. Es nicht möglich, Archivalien in vollem Umfang abzufotografieren oder mit Stativen und Tischscannern zu arbeiten. Das Fotografieren ist kostenpflichtig. Die Lizenz für eine Öffnungswoche kostet 10 € (Studierende und Schüler*innen: 5 €). Bitte wenden Sie sich an die Beratung, bevor Sie mit dem Fotografieren beginnen. Wenn Sie Reproduktionen oder Fotos von Archivstücken veröffentlichen möchten, benötigen sie die Genehmigung unseres Archivs. Bitte geben sie die geplante Veröffentlichung vorab an.

Alle Veröffentlichungen, in die Recherchen in unserem Archiv einfließen, sollen auch anderen Menschen zur Verfügung stehen. Bitte stellen Sie unserer Archivbibliothek daher ein Exemplar oder einen Sonderdruck Ihrer Veröffentlichung zur Verfügung. Gerne nehmen wir auch unveröffentlichte Arbeiten in unseren Bestand auf, wenn sie neue Informationen enthalten oder neue Sichtweisen eröffnen.

Bitte zitieren sie alle genutzten Unterlagen nach folgendem Schema:
            Stadtarchiv Aachen, Signatur (z.B. Stadtarchiv Aachen, PRZ 30-105)

oder in der Kurzform:
            StAAc, Signatur (z.B. StAAc, BAU 1-250).

  • Schutzfristen

    Alle Archivalien sind öffentlich zugänglich oder werden nach Ablauf einer Schutzfrist öffentlich zugänglich sein. Die Fristen sind gesetzlich geregelt und dienen in den meisten Fällen dem Schutz personenbezogener Daten. 

    mehr zu Schutzfristen

  • Urheber- und Nutzungsrechte

    Für die wissenschaftliche Forschung können Sie die Einsicht in gesperrte Archivalien beantragen. Das Archiv entscheidet, ob eine Nutzung unter Auflagen (z.B. anonymisiert) möglich ist. Manche Archivalien und Bücher sind urheberrechtlich geschützt. Hier gelten Einschränkungen für die Nutzung, Reproduktion und Veröffentlichung. Die Verantwortung bei Verstößen liegt bei Ihnen.

    mehr zu Urheber- und Nutzungsrechten

  • Weitere Archive

    Das Stadtarchiv bewahrt hauptsächlich Unterlagen der Stadtverwaltung und der eingemeindeten Kommunen auf. Aber nicht alle Aachener Unterlagen finden Sie bei uns. Für staatliche Stellen, die Kirchen, die Hochschule und andere Akteure gibt es eigene Archive, die Ihnen weiterhelfen werden.

    mehr zu anderen Archiven 

Familienforschung

In den Beständen des Stadtarchivs Aachen befinden sich die Zivil- und Personenstandsregister der Stadt Aachen und der Standesämter der ehemals selbstständigen Gemeinden Burtscheid, Forst, Brand, Eilendorf, Haaren, Kornelimünster, Walheim, Laurensberg und Richterich entsprechend der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist (d. h. Geburtsurkunden, die älter als 110 Jahre, Heiratsurkunden, die älter als 80 Jahre und Sterbeurkunden, die älter als 30 Jahre sind). Alle jüngeren Urkunden befinden sich noch beim Standesamt Aachen. 

Ein Regal, gefüllt mit antiken Büchern

Wenn Sie eine Information oder einen Scan aus den Personenstandsregistern haben möchten, wenden Sie sich bitte schriftlich per Brief oder per Mail (stadtarchiv@mail.aachen.de) an das Stadtarchiv Aachen oder bestellen Sie die Unterlagen bei der Lesesaalberatung vor Ort. Die Bearbeitung Ihrer Anfrage ist kostenpflichtig gemäß der Entgeltordnung des Stadtarchivs Aachen. Je genauer Ihre Angaben sind, desto leichter und kostengünstiger können wir für Sie arbeiten. Bitte beachten Sie, dass die Bearbeitung je nach Anfragenaufkommen und Umfang mehrere Wochen dauern kann.

Aus konservatorischen Gründen ist eine Vorlage der Standesamtsregister im Lesesaal nicht möglich. Für den Zeitraum 1798-1872 gibt es jedoch Dezennaltabellen zu den Standesamtsregistern, die Sie im Lesesaal des Stadtarchivs einsehen können.

Bitte beachten Sie: Die Ausstellung Internationaler Urkunden oder Haager Postillen ist nicht möglich. Bitte wenden Sie sich hierfür an die zuständigen Dienststellen.

Das Stadtarchiv Aachen besitzt eine Reihe katholischer und evangelischer Kirchenbücher aus Aachen und den umliegenden Gemeinden, zu denen größtenteils Namenslisten vorhanden sind. Diese sind ebenfalls im Lesesaal einsehbar. Jüngere Kirchenbücher finden Sie in der Regel beim katholischen Diözesanarchiv Aachen bzw. beim Archiv der evangelischen Kirche im Rheinland.

Digitalisierte Quellen aus dem Stadtarchiv Aachen

Das Stadtarchiv Aachen hat in Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) Bonn seine Adressbuchsammlung (1838-1991) digitalisiert. Sie steht Ihnen über die Seiten der ULB Bonn kostenfrei zur Verfügung. Wenn Sie gerade mit der Familienforschung beginnen oder nach umfassenden Informationen zur Familienforschung im Stadtarchiv Aachen suchen, können Sie die Handreichung „Familienforschung im Stadtarchiv Aachen. Quellen und Möglichkeiten für Genealogen“ im Lesesaal des Stadtarchivs erwerben. Die Handreichung kostet 3 Euro (20 Seiten, farbig, A5-Format). Zum Sucheinstieg ist zudem die Online-Ressource zur Familienforschung im Raum Aachen Familienbuch Euregio empfehlenswert.

Archivbibliothek

Die Bibliothek des Stadtarchivs ist eine Spezialbibliothek zur Stadt- und Landesgeschichte. Die ca. 50.000 Bände sind größtenteils im Lesesaal frei zugänglich, können aber nicht entliehen werden. Die Hälfte der Bücher ist in unserer Datenbank vor Ort recherchierbar, der ältere Bestand ist über einen Zettelkatalog erschlossen.

Angefangen bei Inkunabeln und historischem Krönungsschrifttum umfasst die Sammlung heute aktuelle Forschungsliteratur, Geschichtliches über Aachen und die Region, Kinder- und Jugendliteratur zu den Themen Geschichte und Migration, incl. Graphic Novels sowie sog. Graue Literatur Aachener Institutionen, Firmen und Vereinen.

Seit Januar 2026 bewahrt das Stadtarchiv auch die bis dahin zur Stadtbibliothek gehörenden historischen Buchbestände auf, die ca. 115.000 Bände umfasst. Mit ihnen wurden auch die historischen Zeitungen, die Nachlässe und die Handschriften der Stadtbibliothek übernommen. Das Stadtarchiv ist damit zu dem Zentrum der städtischen historischen Überlieferung von Schrift- und Bibliotheksgut geworden.

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