Rund 350 Interessierte hatten sich am 17. März in der Mulde versammelt, um neben den architektonischen Ausführungen auch den Beiträgen auf dem Podium zu folgen, wo gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons die Einzelhändler*innen Yvonne Lauscher und Horst Recker aus dem Umfeld des Haus der Neugier, Annette Schmidt vom Theater K und Björn Schötten als Vertreter des Vereins aachenfenster, dem Aachener Forum für Architektur und Gesellschaft, ihren Blick auf das Haus der Neugier formulierten.
Statements konnten auch die Besucher*innen platzieren, die auf die Frage nach ihren Erwartungen an das Angebot des Haus der Neugier aktiv wurden und auf digitalem Weg viele Beiträge einbrachten. Zentrale Themen waren neben den inhaltlichen Angeboten des Hauses die Öffnungszeiten und die Möglichkeit, zukünftig ohne bürokratischen Aufwand Räume nutzen zu können, wenn sie gerade nicht für Kurse oder Workshops benötigt werden. Ein Konzept dazu befindet sich in der Entwicklung, das betonte Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons.
Durchaus Erstaunen gab es bei einigen Aussagen, die von Seiten der VHS und der Bibliothek auf die Publikumswünsche folgten. „Die Stadtbibliothek arbeitet schon jetzt sehr intensiv mit Schulen zusammen, wir arbeiten mit Kitas zusammen, wir haben Workshops und wir haben jede Menge Krabbelkinder jeden Tag. Es ist bei uns mords was los", erklärte Doris Reinwald, Leiterin der Stadtbibliothek, als vor allem Angebote für Familien, Kinder und Jugendliche eingefordert wurden. Sie wies auf die Youth Factory mit ihrem Billardtisch hin, die von Jugendlichen selbst gestaltet worden ist, und darauf, dass schon jetzt „unglaublich viele Schüler*innen“ in der Bibliothek seien.
Engagiert brachte Beate Blüggel, Leiterin der Volkshochschule, Beispiele an, wie Initiativen gefördert und unterstützt werden. Sie wies darauf hin, dass die VHS für Vielfalt stehe: „Menschen aus allen Sozialräumen kommen zur VHS“. Man könne 23 Sprachen lernen, Kochkurse auf Ukrainisch besuchen und auch alle Sprachen im Haus hören. Jeder und jede könne zur VHS kommen und dort ein Thema platzieren, über das sie gerne mit anderen Menschen diskutieren würden. Dass sich die Zahl der rund 1500 Personen, die bislang täglich Bibliothek und VHS besuchen, im neuen Haus schnell deutlich getoppt werde, daran hat keine der beiden Einrichtungen Zweifel.
Insgesamt erfreute der Abend durch eine durchweg große Begeisterung für das Projekt, das bis 2029 fertig werden soll. Sogar erste Angebote für ein Ehrenamt wurden aus dem Publikum genannt. Moderatorin Gisela Steinauer führte unterhaltsam durch den Abend.
Anregungen und Ideen sind weiterhin gefragt, auch nach der Veranstaltung. Wer sich einbringen möchte, kann das Haus der Neugier-Team per Mail unter info@hausderneugier.de kontaktieren. Weitere Veranstaltungen sind in Planung.
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