Außenfassade mit Aluminiumverkleidung aus der Perspektive Büchel und Komphausbadstraße

Das Haus Horten bekommt ein neues Gesicht

Mit der gerasterten Fassade und großzügigen, freien Fensterflächen erhält der Bau ein völlig neues Erscheinungsbild: offen und einladend wie der Charakter des Haus der Neugier.

Außenfassade mit Aluminiumverkleidung aus der Perspektive Büchel und Komphausbadstraße


Die Stadt Aachen hat das Horten-Gebäude als entkernten Rohbau übernommen. Das Büro kadawittfeldarchitektur hat die dazugehörigen Pläne gemeinsam mit der Stadt Aachen im Sinne eines Haus der Neugier weiterentwickelt und an das neue Konzept und die Bedarfe von VHS und Stadtbibliothek angepasst. 

Für den Klimaschutz erweist sich als Glücksfall, dass die vorhandene Struktur weiter genutzt werden kann, denn bei einem Abriss des Gebäudes wären 4.800 Tonnen CO₂-Äquivalent angefallen, außerdem Zeit und Kosten für einen neuen Planungsprozess. Ein Bonus ist auch die unter dem Gebäude liegende Rosenquelle. Sie wird das Gebäude mit der Energie ihres heißen Wassers wärmen und kühlen. Solarenergieflächen auf dem Dach tragen zur klimafreundlichen Energieversorgung bei. Auch die Begrünung des Dachs und in Teilen der Fassade wird sich positiv auf die Klimabilanz auswirken.

Das Haus wird barrierefrei sein: Wer weniger gut zu Fuß ist, nimmt einen der Aufzüge. Wer weniger gut sieht, orientiert sich an den Leitsystemen am Boden, die zur Infotheke führen. Neben einem Gebäudeplan für sehbehinderte Menschen sind im Haus auch Angebote für hörbehinderte Menschen vorgesehen. Mit dem Thema Barrierefreiheit ist eigens ein Fachplanungsbüro beauftragt worden. 

FAQ

  • Wie weit ist die Planung?

    Das Aachener Büro kadawittfeldarchitektur hat gemeinsam mit den zukünftigen Nutzerinnen VHS und Stadtbibliothek ermittelt, welche Funktionen das Haus erfüllen muss und wie der Bedarf der beiden Einrichtungen genau aussieht. Fachlich gesprochen: Grundlagenermittlung, Vorplanung und Entwurfsplanung sind bereits abgeschlossen. Der Bauantrag für das Haus der Neugier ist im Februar 2026 eingereicht worden. 

    Seit Anfang 2026 begleitet ein Aachener Projektsteuerungsunternehmen die bauliche Entwicklung des Hauses. Was als nächstes ansteht: Die Ausführungsplanung wird ein Planungsbüro übernehmen. Die Umsetzung der Planung verantwortet dann ein Generalunternehmen. Angestrebt ist eine Fertigstellung des Hauses 2029.

  • Was passiert mit der Horten-Fassade?

    Die "Horten"-Kacheln sind zum großen Teil marode und können daher nicht weiterverwendet werden. Einige Horten-Fassaden in Deutschland sind denkmalgeschützt, die Aachener Fassade gehört allerdings nicht dazu. Unabhängig davon würde die alte Horten-Fassade den neuen Anforderungen an ein offenes Haus nicht gerecht, da sie die großzügige lichtspendende Fensterfläche verdeckt. Die Architekten greifen jedoch die geometrische Struktur der bisherigen Vorhang-Fassade auf und überführen sie in einen modernen dreidimensionalen und leichten Fassadenrost aus recyceltem Aluminium, der die Fenster umrahmt. (Tauben werden sich dann nicht mehr darin aufhalten können!) 
    Die Präsentation im Hauptausschuss der Stadt Aachen im Juni 2025 erläutert Anforderungen und Details der Fassadengestaltung.

  • Wird das Haus begrünt?

    Ja. Einige Außenflächen sollen eine Begrünung erhalten, die direkt im Erdreich wurzeln kann oder aus großen Pflanztrögen wächst. Das oberste Geschoss wird ringsum von einer Bepflanzung eingerahmt, auch eine Dachflächenbegrünung ist vorgesehen. Der Zugang zum Fahrradparkhaus zwischen Mefferdatisstraße und Komphausbadstraße eignet sich ebenfalls für eine Begrünung.

  • Wird auch der Außenbereich aufgewertet?

    Ja. Zusammen mit der Umgestaltung des Büchel-Areals wird der gesamte Bereich eine ganz neue Anziehungskraft bekommen. Erste Schritte für eine entsprechende Planung hat der Fachbereich Stadterneuerung und Stadtgestaltung bereits getan. In direkter Nachbarschaft, am Büchel, ist in den letzten Jahren nach dem Abriss des Parkhauses schon eine Menge passiert, siehe www.buechel-aachen.de. Die Webseite www.innenstadt-morgen.de/grossprojekte zeigt weitere wichtige Bau- und Infrastrukturprojekte in der Innenstadt.

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