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2. Aachener Wohnprojektetag war ein voller Erfolg

Am Samstagnachmittag fanden bei schönstem Spätsommerwetter über 200 Interessierte am Thema „Bauen und Wohnen in Gemeinschaft“ den Weg ins Depot, um sich über die Entwicklungen bei gemeinschaftlichen Wohnprojekten in Aachen zu informieren. Einen anschaulichen Einstieg in das Thema bot der Kurzfilm „Wohnen mit Gemeinsinn“, der die Idee des gemeinschaftlichen Wohnens hervorragend vermittelt. Davon beeindruckt zeigte sich auch Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, die den „Markt der Möglichkeiten“ eröffnete: „Die Vielfalt und die Qualität der zurzeit in Aachen entstehenden Wohnprojekte ist bemerkenswert und zeigt die Potentiale dieser Wohnform, insbesondere vor dem Hintergrund begrenzter Flächen wird hier gezeigt wie Wohnflächen durch gemeinsame Nutzung sinnvoll reduziert werden können und gleichzeitig ein Gewinn an Lebensqualität entsteht. In solchen Projekten steckt ein Innovationsmotor für das Bauen, das Wohnen und die zukunftsfähige Gestaltung von Lebensräumen in Aachen.“

  

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Im Depot fand ein reger Austausch zwischen Interessierten, bereits bestehenden Wohnprojekten, Baugruppen, die gemeinschaftliche Wohnprojekte planen, und Expert*innen zu Fragen der Finanzierung, Rechtsformen oder Projektplanung statt.

  

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Die Leiterin der Koordinationsstelle „Bauen und Wohnen in Gemeinschaft“ Claudia Bosseler stellt die Entwicklungen in Aachen und das Angebot der Stadtverwaltung Aachen zur Beratung für interessierte Baugruppen vor.

Seit 2018 entwickelt sich das Thema in Aachen erfreulich weiter: Die bestehenden acht gemeinschaftlichen Wohnprojekte wurden in diesem Jahr um ein weiteres realisiertes Projekt ergänzt. Außerdem sind sieben weitere Vorhabenkurz vor dem Bau oder in der Planung auf städtischen Grundstücken. Die neuen Aachener Wohnprojekte zeigten in ihren Präsentationen wie viel Engagement in den Planungen steckt und wie vielfältig die Schwerpunkte der Projekte sind. Diese reichenten von generationsübergreifendem Wohnen in einem genossenschaftlichen Projekt mit nachhaltiger Holzbauweise über inklusives Wohnen bis hin zur Quartiersentwicklung mit innovativem Mobilitätskonzept.

In einer Podiumsdiskussion mit den Planungsbeteiligten der Projekte ging es darum, wie die Planung gemeinschaftlicher Wohnprojekte mit Unterstützung von Experten erfolgreich gestaltet werden kann.

Gestartet war der Wohnprojektetag am Vormittag bereits online mit einem Vortrag von Frau Prof. Dr. Agnes Förster (RWTH) über die Qualitäten des „Wohnen jenseits des Standards“. Es folgte eine Diskussionsrunde von Expert*innen der Wohnprojektszene mit Fachbereichsleitungen der Aachener Verwaltung aus den Bereichen Wohnen und Liegenschaften über die „Chancen für gemeinwohlorientierter Wohnprojekte“ in Aachen, bei der sich auch interessierte Bürger*innen aktiv über den Chat beteiligten Dabei stellte Rolf Frankenberger (Fachbereichsleitung Wohnen, Soziales und Integration) fest: „Wir erleben eine lebendigen Wohnprojektszene und eine zunehmende Bedeutung des Themas in Aachen. Auch die wachsende Nachfrage bei der Beratung der Koordinationsstelle dokumentiert dies. Erfolgreich ist dabei insbesondere das Zusammenspiel aus Beratung und Vergabe städtischer Wohnbauflächen an Baugruppen.“

Christoph Kemperdick, Leiter des Fachbereichs Immobilienmanagement, stellte das neue Vergabeverfahren nach Konzept vor. Beim „Konzeptverfahren“ werden städtische Grundstücke nicht nach Höchstgebot, sondern nach Qualität des für das Grundstück vorgeschlagenen Konzepts vergeben. Dies ist für Baugruppen eine große Chance ihre innovativen Konzeptansätze bei der Grundstückssuche einzubringen. Für Aachen ist es ein Gewinn an zukunftsorientierten Ansätzen des Wohnens.

Den Film „Wohnen mit Gemeinsinn“ und weitere Informationen zum Thema sind unter: www.aachen.de/gemeinsambauen oder www.aachen.de/wohnprojektetag zu finden.