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Oberbürgermeisterin beruft Runden Tisch Handel und Gastronomie ein

  • Ideen für sichere Lösungen diskutiert
  • Solidarität und Flexibilität sind Anforderungen der Stunde 
  • Gemeinsames Schreiben an Ministerpräsident Laschet geplant
Vertreter*innen von Stadt Aachen, IHK, Einzelhandelsverband, Märkte- und Aktionskreis City ebenso wie solche aus Handel und Gastronomie trafen sich gestern Abend (25. Februar) auf Einladung der Aachener Oberbürgermeisterin, des Fachbereichs Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalisierung und Europa sowie der IHK Aachen in einer Videokonferenz, um zu diskutieren, welche Perspektiven sich bieten, bis und wenn Bund und Land wieder eine Öffnung von Handel und Gastronomie zulassen. Gefragt waren Ideen, wie sich zukünftige Besuche möglichst sicher gestalten und wie sich Vertrauen in diese Sicherheitsmaßnahmen wecken lassen. Dazu gehörten aber auch Anregungen, wie sich die unbestimmte Zeit der Schließung überbrücken lässt.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen eröffnete die Runde mit den Worten: „Wir sind in einer hochgradig schwierigen Phase. Die Menschen sind ungeduldig und drängen nach draußen, gleichzeitig sind Handel und Gastronomie schon sehr lange in der Schließung. Ich mache mir große Sorgen über die wirtschaftliche Situation in Aachen. Wir brauchen Lösungen für eine geordnete Wiederöffnung.“ 

Solidarität und Flexibilität sind die Anforderungen der Stunde 
Die anwesenden Händler*innen bestätigten die dramatische Situation, die kaum noch durchzuhalten sei und sahen sich auch in ihrer Vorbildfunktion gefragt. Wer jetzt noch Weihnachtsdekoration in seinem Schaufenster präsentiere, locke damit sicher keine Kunden in die Stadt. Gleichzeitig sei allen bewusst, dass die Waage zwischen einer leeren und einer kurzfristig wieder überfüllten Stadt zu halten sei.

Jörg Hamel, Geschäftsführer des Einzelhandelverbands NRW Aachen-Düren-Köln verwies darauf, dass die Stadtgesellschaft solidarisch miteinander umgehen müsse. Wer jetzt schon geöffnet habe, müsse sich auch für die mitverantwortlich sehen, die diese Möglichkeit nicht hätten. Gleichzeitig verwies er auf eine App, die im Wirtschaftsministerium NRW zur Prüfung vorliege. Sie soll landesweit den Besuch in Geschäften dokumentieren und somit helfen, Infektionsherde schnell zu lokalisieren und einzukreisen.

Dieter Begaß, Leiter des Fachbereichs Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalisierung und Europa, zeigte zahlreiche Optionen auf, wie sich digitaler Handel und Vor-Ort-Handel verbinden lassen, darunter der Digitale Einkaufsbummel sowie eine Online-Terminvereinbarung, die ab Ende April verfügbar sei. Beide Angebote sind über die Plattform www.hybrider-einzelhandel-aachen.de zugänglich. Auch die Kombination aus Bestellung und Abholung vor Ort könne noch weiter ausgebaut werden

Gemeinsamer Appell an Ministerpräsident Laschet
Die IHK Aachen hat sich aktuell bereits mit einem Appell zur Öffnung an das 
Bundeskanzleramt gewandt, wie Dr. Gunter Schaible als Verantwortlicher für den Handelsbereich versicherte und zitierte die Aussage des RKI, das offiziell erklärt hatte, die Ansteckungsgefahr im Handel werde als niedrig eingestuft. Bei einer 7-Tage-Inzidenz von 50 könnten Geschäfte öffnen.

Dieter Becker ergänzte als Vertreter der DEHOGA den Hinweis auf die aufwendigen Maßnahmen, die die Gastronomie bereits im ersten Shutdown vorgenommen habe, um ein sicheres Umfeld zu schaffen.

Einig waren sich alle Beteiligten darin, dass man nur im Konsens etwas erreichen könne und daher ein gemeinsames Schreiben mit guten Argumenten für eine Öffnung von Handel und Gastronomie an Ministerpräsident Laschet geschickt werden solle.

Einig war man sich aber auch darin, dass anders als die schwarzen Schafe, die prominent in der Presse erscheinen, der Großteil der Menschen sehr vernünftig und bewusst mit der Situation umgehe und auch deshalb eine Öffnung möglich sei.

Manfred Piana, Geschäftsführer des MAC, dankte ausdrücklich den vielen Menschen in Aachen, die zu ihren Händler*innen und Gastronom*innen gestanden und diese in der schwierigen Phase unterstützt haben. 

Herausgegeben am 26.02.2021 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing
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