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Lothringerstraße - zwischen Wilhelmstraße und Oppenhoffallee

Anlass und ZielPlanung | Finanzierung und Zeitplan

Projektphase: Ausführungsplanung

Aktuell:
Flyer NEU5_web                                                                                                                           Zur Vorstellung der Planung wird am Montag, den 12.04.2021 (18.00 - 19.30 Uhr) ein digitaler Bürger*innendialog als Zoom-Konferenz veranstaltet. Zur Anmedlung senden Sie uns bitte eine Mail an buergerinfo-rvr@mail.aachen.de. Wir senden die Zugangsdaten dann an Ihre persönliche Mail-Adresse. Kurz vor der Veranstaltung wird der Veranstaltungslink zudem hier veröffentlicht. Senden Sie uns gerne bereits vorab Ihre Fragen und Anregungen!

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Anlass und Ziel

Die Lothringerstraße zwischen der Oppenhoffallee und der Wilhelmstraße ist Bestandteil der derzeit in Planung bzw. Umsetzung befindlichen Rad-Vorrang-Routen Eilendorf und Brand und des Premiumfußweges 3 Richtung Frankenberger Park. Entsprechend der funktionalen Belange dieser übergeordneten Netzkonzepte soll eine Anpassung der Straßenraumgestaltung erfolgen. Im Zuge dessen soll ebenfalls der räumlich angrenzende und funktional integrierte Stadtteilplatz neu gestaltet werden.

Planung

(Lageplan, 1:500)

Straßenraum

Entsprechend des Beschlusses des Mobilitätsausschusses vom 26.06.2019 soll die Lothringerstraße im gesamten Bereich zwischen Oppenhoffallee und Wilhelmstraße zu einer Fahrradstraße umgestaltet werden . Damit die Einrichtung einer Fahrradstraße hinsichtlich der in den ERA 2010 empfohlenen maximalen Kfz-Verkehrsmenge von 400 Kfz/h möglich wird, soll die Straße für den Kfz-Verkehr nur in stadteinwärtiger Fahrtrichtung freigegeben werden. Zudem soll an der Kreuzung Wilhelmstraße die Rechtsabbiegemöglichkeit für den Kfz-Verkehr entfallen.

Im Bereich des Knotens Wilhelmstraße soll die Führung des Radverkehrs in beiden Richtungen über einen 1,90 m breiten Radfahrstreifen erfolgen. In stadtauswärtiger Fahrtrichtung (entgegen die Kfz-Einbahnstraßenrichtung) ist ein 50 cm breiter Sicherheitstrennstreifen zum Rad- und Kfz-Verkehr mit punktuellen baulichen Trennelementen vorgesehen. Der umzubauende Gehweg auf der nördlichen Seite soll in 2,50 m Breite angelegt werden.

Der Beginn der Fahrradstraße soll ab Hausnummer 54 erfolgen und ist mit einer Fahrgassenbreite von 4,50 m entsprechend der Aachener Gestaltungsstandards geplant. Das in Kfz-Einbahnstraßenrichtung linksseitige Parken (11 Parkplätze) bleibt erhalten. Die Nebenanlage der nördlichen Premiumfußwegseite ist im Abschnitt bis zur Alfonsstraße mit einer Breite von 4,60 – 4,94 m geplant. Der Gehweg in diesem Abschnitt soll mit fünf Baumneupflanzungen und einer, auch unter den Bäumen durchgängigen Heckenpflanzung begrünt werden. Zur Umsetzung der Planung sind die Fällung eines Baumes und der Wegfall des nördlichen Kfz-Parkstreifens (11 Parkplätze) erforderlich. Zum Zweck der Schulwegsicherung soll der Fußgängerüberweg westlich der Einmündung Alfonsstraße erhalten bleiben.

Für den Bereich der Lothringerstraße zwischen der Friedrichstraße und der Oppenhoffallee bleibt die Straßenraumaufteilung überwiegend unverändert, wobei das aufgeschulterte Parken auf der Südseite auf die Fahrbahn verlagert wird, was die nutzbare Gehwegbreite (=2,35 m) vergrößert. Die Fahrbahn zwischen den beidseitigen Längsparkreihen beträgt dann 6,00 m, was eine Fahrradstraßengestaltung von 4,50 m Fahrbahn zzgl. jeweils 0,75 m Sicherheitstrennstreifen möglich macht. Auf der nördlichen Premiumfußwegseite sollen 4 Bäume zwischen den Parkständen neu gepflanzt werden.

Um auch im Bereich zwischen Alfons- und Friedrichstraße neben einer optimal breiten Fahrradstraße einen straßenbegleitenden Premiumfußweg zumindest im Regelmaß (2,50 m) herstellen zu können, ist der Wegfall der nördlichen Kfz-Parkplätze zwischen der Alfonsstraße und der Friedrichstraße erforderlich (- 11 Parkplätze). Insgesamt entfallen durch die geplante Maßnahme im Straßenbereich der Lothringerstraße 20 PKW-Parkplätze.  

Die Fahrgasse der Fahrradstraße soll zur Verdeutlichung des Vorranges des Radverkehrs entsprechend der beschlossenen Ziele des Radentscheides vollflächig rot eingefärbt werden. Zur niveaugleichen Querungsmöglichkeit sowie zur Verdeutlichung der Vorfahrtberechtigung der Fahrradstraße Lothringerstraße sind beidseitig Gehwegüberfahrten an den Einmündungen (Alfonsstraße, Herzogstraße und Friedrichstraße) vorgesehen. Auf gesamter Länge soll die Anzahl an Fahrradparkplätzen deutlich erhöht werden.

Stadtteilplatz

LothringerPlatz_web

Der Stadtteilplatz liegt am geplanten Premiumfußweg Nr. 3 vom Zentrum zum Zielpunkt Frankenberger Park. Entlang dieser Fußgängerroute soll der Platz künftig eine Pocket-Grünfläche mit verbesserter Aufenthalts- und Grünqualität bieten. Die Maßnahme beinhaltet  die Entsiegelung und Ergänzung des vorhandenen Baumbestandes sowie die Erhöhung des Grünanteils (Pflanzbeete) als Erweiterung der „Klimaschutzinseln“ Richtung Innenstadt. Eine erhöhte Aufenthaltsqualität soll außerdem durch Bänke und einen Spielpunkt (auch, aber nicht nur mit Blick auf die am Platz ansässige Kita „Seemöve“) sowie die Neuordnung und Komprimierung von Anliegerparken und Sammelcontainern angestrebt werden.

In der Planung sollen die Nebenfahrbahn und die im Kernbereich befindlichen 16 Parkplätze zurückgebaut werden. Hierdurch kann ein tatsächlicher Quartiersplatz mit hoher Aufenthaltsqualität und Grünanteilen geschaffen werden.

Durch schlechte Wuchsbedingungen (Versiegelung) sowie Miss- und Übernutzung (Übergehen, Fahrradabstellplatz und Hunde ausführen) sind die bestehenden Baumscheiben der 14 Bestandsbäume derzeit nicht als „Grünräume“ zu bezeichnen. Durch Bodenverdichtung können die entsiegelten Bereiche nicht als Retentionsräume (Wasserrückhalte- bzw.-speicherraum) fungieren. Ziel ist, die bestehenden Baumscheiben (Pflanzbeete) so aufzuwerten und vor Übernutzung zu schützen, dass ihr „Grün“ erweitert und dauerhaft gesichert wird. Die kleineren fünf Pflanzbeete sollen daher durch einen umlaufenden Betonsockel, der gleichzeitig zum Sitzen einlädt, eingefasst werden. Die zwei großen Pflanzbeete im östlichen Platzbereich werden durch ein niveaugleiches Betonband eingefasst (50 cm breit).

Der östliche Teilbereich des Platzes soll durch eine großflächige Entsiegelung und Begrünung (Neupflanzung von Bäumen und flächige Begrünung) verbessert werden. Neu hinzukommen sollen vier Bäume und rund 560 qm unversiegelte Fläche als naturnahe Grünfläche.

Um die Aufenthaltsmöglichkeiten im gesamten Platzbereich zu erhöhen, sollen insgesamt fünf freistehende Bänke im östlichen sowie acht Bankauflagen (integriert in die Betoneinfassungen der Pflanzbeete) im westlichen Teil des Platzes. Die Sitzmöglichkeiten sind auf der Platzfläche so verteilt, dass unterschiedliche Blickrichtungen und Sitzgruppierungen in unterschiedlichen Verschattungsbereichen eingenommen werden können.

Finanzierung und Zeitplan

Für die Umsetzung der Maßnahme ist überschlägig mit Kosten in Höhe von 940.000 EUR zu rechnen. Die Maßnahme wird zu 80% über das Klimaschutzprojekt „#AachenMooVe! – Modellstadt ohne Emissionen im Verkehr“ im Rahmen des Förderprogramms „Kommunaler.Klimaschutz.NRW“ des Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Die Durchführung einer Bürgerinformation ist beabsichtigt. Die Ergebnisse der Anhörung sollen in die Ausführungsplanungen einfließen. Die Ausführungsplanung wird darauf hin den Fachausschüssen zur Beschlussfassung vorgelegt.

Ein Baubeginn wird für Anfang 2022 angestrebt.

Kurzinfo

+ Vorhaben: Umgestaltung zur Fahrradstraße mit Premiumfußweg / Neugestaltung des Stadtteilplatzes
+ Ziel: Sicherheit und Komfort Rad- und Fußverkehr / Aufenthalt
+ Zeitplan: Umsetzung 2022

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Dokumente

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