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Turmstraße: Brücke über die Eisenbahn wird neu gebaut

  • Vielfache Schäden machen Abriss und Neubau unaufschiebbar.
  • Vorbereitung der Großbaustelle läuft auf Hochtouren.
  • Abriss und damit Vollsperrung der Turmstraße beginnt im Mai 2022.

Die große Brücke an der Turmstraße stammt aus dem Jahr 1971 und überspannt sieben Eisenbahngleise, die für den Verkehr zwischen Aachen und Mönchengladbach genutzt werden. Ihr baulicher Zustand hat sich – wie der vieler anderer Brücken aus dieser Zeit – in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Vielfache und gravierende Schäden gibt es vor allem an der Bewehrung, den Spanngliedern und der Entwässerung.

Im Juni 2020 hatte der Mobilitätsausschuss grünes Licht für den Ersatzneubau gegeben, nachdem eine vergleichende Machbarkeitsstudie aufgezeigt hatte, dass eine Sanierung der Brücke nicht mehr möglich ist. Bei einer im Sechs-Jahres-Rhythmus durchzuführenden statischen Hauptprüfung im Jahr 2016 hatte sich bereits gezeigt, dass bei der Brücke dringender Handlungsbedarf besteht. Das haben seither auch weitere regelmäßige Prüfungen der Brücke immer wieder bestätigt. Die Brücke muss abgerissen und neu gebaut werden.

Die Turmstraße ist ein wichtiges Teilstück des Alleenrings der Stadt Aachen und muss für Abriss und Neubau komplett gesperrt werden. Bis Dezember 2023 soll die neue Brücke stehen. Und so lange soll die Turmstraße an dieser Stelle auch gesperrt bleiben.

Der Abriss soll im Mai beginnen und bis zum 27. Mai 2022 erledigt sein. Aufgrund der Bauweise muss der Abriss in einem Stück erfolgen. Gerade mal zwei Wochen stehen dafür zur Verfügung. In dieser Zeit stellt die Deutsche Bahn AG (DB) ihren Eisenbahnverkehr unter der Brücke komplett ein. Stattdessen wird sie einen Schienenersatzverkehr anbieten. Die Sperrzeit musste bereits vor mehreren Jahren mit der DB vereinbart werden.

Die Planungen für den Neubau der Brücke Turmstraße laufen schon seit vielen Monaten. Zunächst war die Fachverwaltung davon ausgegangen, mit einem kürzeren Intervall der Vollsperrung in der Turmstraße arbeiten zu können. Sie wollte Behelfsbrücken einsetzen, die sowohl dem Kraftfahrzeugverkehr als auch dem Fuß- und Radverkehr die Querung der Eisenbahnstrecke in den ursprünglich geplanten acht einzelnen Bauabschnitten ermöglichen sollte. Doch solche Behelfsbrücken gibt es nach der Flut im Juli 2021 nicht mehr. Sie sind alle in den von der Flut betroffenen Gebieten im Einsatz.

Die Verwaltung hat deshalb ihre ursprünglichen Pläne verändert. Der Bauablauf ist auf zwei Bauabschnitte eingeschränkt worden. Bauabschnitt 1 umfasst den Abriss der Brücke vom 13. bis 27. Mai 2022. Danach beginnt der zweite Bauabschnitt, der Neubau der Brücke, bis zum Jahresende 2023.

Es gibt eine lange Liste von Organisationen, Institutionen, Unternehmen und Verbänden, die in die Planungen einbezogen werden. Dazu zählt zum Beispiel das städtische Busunternehmen ASEAG, das sein Busangebot anpassen muss. Dazu gehören aber auch Unternehmen, die Leitungen in der Brücke verlegt haben oder Baustellen im weiteren Umfeld planen. Das sind zum Beispiel der Netzbetreiber Regionetz und die Telefonie- und Internetanbieter.

Wichtig sind aber auch die Absprachen mit der RWTH Aachen, die mit ihren Forschungseinrichtungen und Lehrbereichen rund um die Brücke Turmstraße stark vertreten ist und einige Bauprojekte realisieren möchte. Vor allem geht es dabei um die Frage, welche Planungen rund um die Brücke Turmstraße in den nächsten anderthalb bis zwei Jahren bereits feststehen oder gegebenenfalls verschoben werden können.

Besonders groß ist bei den Planungen die Herausforderung, den Verkehr so umzuleiten, dass Engpässe so weit wie möglich vermieden werden. Gute Umleitungsstrecken sind wichtig für den individuellen Kraftfahrzeugverkehr und für alle, die zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Bussen unterwegs sind. Um diese Strecken zu finden, arbeitet die Verwaltung mit externen Fachbüros zusammen. Zurzeit werden verschiedene Verkehrsmodelle erarbeitet, die letztlich in ein Verkehrskonzept münden sollen. Dieses Verkehrskonzept soll der Kommunalpolitik im Januar 2022 zur weiteren Beratung und Entscheidung vorgelegt werden. Zu diesem Konzept gehört auch eine offensive Öffentlichkeitsarbeit ab Anfang des Jahres 2022.

Herausgegeben am 04.10.2021 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing
Dr. Jutta Bacher
Markt 39, 52058 Aachen
Tel.: +49 241 432-1309
Fax: +49 241 28121
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