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Taskforce Innenstadtmorgen: Aufbruchstimmung in der "Großköln"

  • Neue grüne Inseln, mehr Sitzmöglichkeiten, weniger Leerstände: Die Taskforce Innenstadtmorgen leistet einen Beitrag zur Stärkung der Innenstadt in Zeiten des Wandels.
  • Seit Jahresbeginn ist das interdisziplinäre Verwaltungsteam in der Großkölnstraße aktiv und testet dort gemeinsam mit Händler*innen, Gastronom*innen, Eigentümer*innen und Bürger*innen unterschiedliche Maßnahmen aus, um die Straße und ihr Umfeld weiter voranzubringen.  
  • Ein Hingucker ist die künstlerische Baustellen-Gestaltung. Vor Ort hat sich zudem ein großes Netzwerk von Aktiven und Interessierten unter anderem aus der Händler*innenschaft entwickelt.

Foto: Stadt Aachen Teamwork: In der Taskforce Innenstadtmorgen arbeiten viele Expert*innen der Verwaltung Hand in Hand un in enger Kooperation mit den Akteur*innen in der Großkölnstraße. Fotos: Stadt Aachen / Stefan Herrmann

Mehr Grün, weniger Leerstand, größerer Zusammenhalt: Vieles ist in Bewegung gekommen, seitdem die Taskforce Innenstadtmorgen gemeinsam mit zahlreichen Akteur*innen in der Großkölnstraße und Umgebung aktiv ist. „Die Aachener Innenstadt befindet sich wie nahezu alle Innenstädte in ganz Deutschland im Wandel. Mit der Taskforce Innenstadtmorgen bündeln wir die Energie aller Akteur*innen an einem Ort und setzen damit schnelle und kreative Maßnahmen aus verschiedenen Bereichen um. Wir erzeugen tragfähige Netzwerke und eine Aufbruchstimmung, die sich dann auf andere Teile der Innenstadt überträgt“, sagt Dana Duikers, Fachbereichsleiterin Bürger*innendialog und Verwaltungsleitung der Stadt Aachen. In Ergänzung zu den großen Stadtentwicklungsprojekten, wie zum Beispiel die Neugestaltung des Büchel-Quartiers oder des Theaterplatzes, gehe es darum, konkrete Missstände vor Ort schnell zu beheben, immer wieder neue Impulse zeitnah auf die Straße zu bringen, die Aufenthaltsqualität zu steigern und damit Lust auf die City zu machen. Seit Anfang des Jahres ist die Gruppe in der „Großköln“, wie die Verbindung zwischen Markt und Hotmannspief immer häufiger liebevoll genannt wird, als erstem Fokusraum aktiv. Was hier gut funktioniert, kann dann auf weitere Straßen übertragen werden.

Foto: Stadt AachenNeue Aufenthaltsqualität im Schatten der Citykirche: Stadtplaner Jan Kemper erläutert die Funktion temporärer Stadtmöbel und grüner Oasen in der City.  

Kulturevents und Wanderbaumallee

Vieles ist in der Zwischenzeit im Zusammenwirken der verschiedenen Bereiche der Verwaltung, der Händler*innenschaft, der Hochschulen und engagierter Initiativen bereits passiert. Einige Beispiele: Nach den beiden ersten erfolgreichen Leerstandsbelebungen im oberen Teil der Großkölnstraße konnte über das Projekt Ladenliebe ein Vintage-Möbelgeschäft vermittelt werden, das Anfang September in der unteren Großkölnstraße auf über 200 Quadratmetern eröffnet hat. Auf dem bis vor kurzem nahezu ungenutzten Platz neben der Citykirche hat die Taskforce mit tatkräftiger Unterstützung des Stadtbetriebs große Bambuspflanzen und Sitzmobiliar aufgebaut und damit Aufenthaltsqualität geschaffen. In Zusammenarbeit mit den Künstlerinnen Maren Hoch und Stephanie Neuberger wurde ein hölzerner und verschmutzter Bauzaun in der Mitte der Straße als 20 Meter lange Leinwand genutzt und in ein Streetart-Gemälde verwandelt. Zum Finale des Festivals „Stadtglühen“ traten Anfang August Tänzer*innen, Musiker*innen und Schauspieler*innen in der Großkölnstraße auf und verwandelten das Straßenpflaster zur kulturellen Bühne.

Foto: Stadt AachenDer Baustellenzaun wird zur Leinwand: Citymanager Kai Hennes vor kunstvoller Streetart in der Großkölnstraße.

Durch das Engagement von Studierenden der RWTH im Kooperationsprojekt „ACademie für kollaborative Stadtentwicklung“ konnte mehr Grün auch durch die „Wanderbaumallee“ in die untere Großkölnstraße gebracht werden. Diese ziehen zwar Ende September weiter, jedoch hat die Taskforce bereits 15 mobile Bäume über eine Förderung im „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in Nordrhein-Westfalen““ für die Großkölnstraße bewilligt bekommen. Witterungsbedingt und zum Schutz der Bäume werden diese dann erst im Frühjahr 2023 aufgestellt.

Neue Netzwerke wachsen

Die beiden Citymanager*innen Daniela Karow-Kluge und Kai Hennes verweisen auf nachhaltige Effekte für die Straße: Durch Netzwertreffen sowie selbst organisierte Stammtische entwickelt sich schrittweise eine Gemeinschaft in der Straße. Die Beiden erläutern: „Neben konkreten Maßnahmen ist die Aktivierung der ansässigen Händler*innen, Gastronom*innen, Eigentümer*innen und Initiativen, die durch unser Tun vor Ort mit angestoßen werden konnte, wohl einer der stärksten Effekte für die Straße. Die Bereitschaft unterschiedlicher Akteur*innen, die Großkölnstraße und ihr Umfeld aufzuwerten, ist groß. Die Gründung einer Interessengemeinschaft wird derzeit diskutiert. Diese Menschen und ihr Zusammenwirken in gemeinsamen Aktionen sind das stärkste Pfund für die Zukunft der Straße.“

Foto: Stadt AachenKultur vor Ort: Im Rahmen des Stadtglühens fanden mehrere Veranstaltungen statt, die noch mehr Schwung in die "Großköln" brachten. Das freut den städtischen Veranstaltungsmanager Rainer Beck.

Petra Hompesch, Geschäftsleiterin von AppelrathCüpper, ist eine dieser Menschen und sagt: „Für den Handel sind es sicher keine leichten Zeiten. Aber ich muss sagen, dass wir durch das Engagement und die Aktionen der Taskforce Aufwind bekommen haben. Es ist ein Funke entstanden, den wir als ansässige Geschäfte nun aufgreifen und als Gemeinschaft weiter entfachen wollen. Wir wollen unseren Kund*innen eine Straße präsentieren, die weiter bunt und lebendig ist, in der man alles bekommt, was man zum Leben und Genießen braucht.“

Über den Link www.aachen.de/grosskoeln können sich Interessierte über die Aktionen der Taskforce Innenstadtmorgen informieren.

Herausgegeben am 08.09.2022

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