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Abriss-Start: In Eilendorf entsteht ein neues Montessori-Zentrum

  • Die Grundschule in Eilendorf wird rundum erneuert. Vor dem Neubau und den Sanierungsarbeiten steht nun der Abriss zweier alter Trakte an.
  • Mit einer geplanten Investitionssumme in Höhe von 14,6 Millionen Euro handelt es sich um eines der aktuell größten Bauprojekte der Stadt Aachen. 5,5 Millionen Euro davon kommen aus dem Fördertopf „Gute Schule 2020“.
  • Die gut 200 Schülerinnen und Schüler sollen voraussichtlich im Spätsommer 2023 an die Kaiserstraße zurückkehren.

Der Bagger ist da: Seit dieser Woche nehmen die Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten der Montessori-Grundschule Eilendorf richtig Fahrt auf. Weithin sichtbar werden nun zunächst Gebäudeteile niedergelegt, um anschließend mit neuen und modernen Bauten ein Montessori-Zentrum zu errichten, das fit für die Zukunft ist. Vor Ort betonten am Mittwoch (1. September) Klaus Schavan, technischer Geschäftsführer des Gebäudemanagements der Stadt Aachen, die Eilendorfer Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler, Bezirksamtsleiter Martin Freude, Schulleiterin Ferial Al-Moufti sowie Projektleiter Olaf Ptak die Wichtigkeit des Projekts für die Entwicklung Eilendorfs.

montessorischule01_webGroßprojekt: Den Start der Abrissarbeiten in Eilendorf verfolgten (v.l.) Gebäudemanagement-Geschäftsführer Klaus Schavan, Projektleiter Olaf Ptak, Schulleiter Ferial Al-Moufti, Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler und Bezirksamtsleiter Martin Freude. Fotos: Stadt Aachen / Andreas Herrmann

Bezirksbürgermeisterin Eschweiler: „Ein Riesenprojekt für Eilendorf!“

Alle freuten sich sehr, dass mit dem Start der Abrissarbeiten ein weiterer wichtiger Meilenstein in dem Großprojekt erreicht ist. Bereits Anfang 2021 startete die Schadstoffsanierung im Gebäudekomplex. Voraussichtlich im Spätsommer 2023 soll alles bezugsfertig sein. Die Stadt plant mit einer Investition in Höhe von 14,6 Millionen Euro für die Baumaßnahme, 5,5 Millionen Euro davon kommen aus dem Fördertopf „Gute Schule 2020“. Damit handelt es sich um eines der aktuell größten Bauvorhaben der Stadt.

Voller Optimismus zeigte sich Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler: „Für einen Stadtbezirk wie Eilendorf mit 16.000 Menschen ist das ein Riesenprojekt! Der Startschuss der Abrissarbeiten ist für mich persönlich und für viele weitere engagierte Eilendorferinnen und Eilendorfer ein besonderer Moment. Wir haben viele Jahre gemeinsam geplant, wir haben Hürden genommen und Lösungen gefunden. Wir wollten an diesem Standort immer ein Montessori-Zentrum entstehen lassen. Die Schule macht hier seit vielen Jahren eine hervorragende Arbeit und ist sehr beliebt. Hier entsteht etwas Neues in Verbindung mit etwas Altem. Das ist genau das, was Eilendorf braucht. Darauf freuen wir uns.“

Gebäudemanagement-Geschäftsführer Klaus Schavan erläuterte: „Es sind genau genommen vier Maßnahmen, die wir hier in Eilendorf umsetzen. Wir reißen erst den Labortrakt ab, danach folgt der Verbindungstrakt, der ebenfalls abgerissen wird. Dann steht der Neubau an, der sich zwischen dem denkmalgeschützten Altbau aus dem Jahr 1909 und dem Schultrakt aus den 1950er Jahren einfügen wird und der den Kern des neuen Zentrums bildet. Der vierte Part besteht dann aus der umfänglichen Sanierung des alten Schultrakts. Wir können mit Fug und Recht behaupten: Hier passiert eine Menge!“

Umfangreiche Planungsphase

Bereits im abgelaufenen Jahr ist viel geschehen: Auf die Entwurfs- folgte die Genehmigungs- und schließlich die Ausführungsplanung. Aufgrund der Größe des Projektes musste das Gebäudemanagement zudem europaweit ausschreiben. Seit Beginn 2021 wurde unterdessen die Schadstoffsanierung innerhalb der Gebäude vorangetrieben. Olaf Ptak, zuständiger Projektleiter beim städtischen Gebäudemanagement, ergänzte: „Eine Schule auf der grünen Wiese neu zu planen ist deutlich einfacher als solch ein Projekt. Wir müssen zahlreiche Aspekte berücksichtigen: vom Denkmalschutz über die Abrissplanung in einem Wohngebiet bis zur Integration der neuen Elemente in die drei denkmalgeschützten Altbauten. Hier haben wir selbstverständlich neben dem Schulgebäude auch die alten Turnhallen sowie das Montessori-Familienhaus an der Ecke des Areals im Blick, sodass am Ende ein harmonisches neues Ensemble entsteht.“

Foto: Stadt AachenDas neue Montessori-Schulzentrum in Eilendorf: Mit einer geplanten Investitionssumme in Höhe von 14,6 Millionen Euro handelt es sich um eines der aktuell größten Bauprojekte der Stadt Aachen.

Der Neubau bildet baulich wie organisatorisch das neue Verbindungsglied der beiden Bestandsbauten: Im Erdgeschoss des Neubaus befinden sich mit Aula und Mensa die gemeinschaftlich genutzten Räume - das künftige ‚Feier-Herz‘ der Schule. Im ersten Obergeschoss des Neubaus sind mit dem Verwaltungstrakt der Schule die Büros sowie Lehrerzimmer und Besprechungsräume untergebracht. Der Entwurf für das umfangreiche Vorhaben stammt vom Architekturbüro "die Baupiloten" aus Berlin. Auf die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten legt Bezirksamtsleiter Martin Freude viel Wert: „Ich verspüre eine Aufbruchsstimmung. Viele Anwohnerinnen und Anwohner sind dankbar, dass hier mitten in Eilendorf etwas Neues entsteht. Insbesondere das neue Zentrum als kleine Versammlungs- und Veranstaltungsfläche ist etwas, dass schließlich auch der Vereinswelt und der Bürgerschaft in unserem Bezirk zugutekommt.“

Ein neues Zentrum für ganz Eilendorf

Das Gelände des Montessori-Zentrums befindet sich in Eilendorf an der Ecke Kaiserstraße / Karlsstraße. Es umfasst verschiedene Gebäudeteile aus unterschiedlichen Zeitepochen. Das Gebäudeensemble, das 1909 entstanden ist, umfasst neben dem Schulhaus das ehemalige Schulmeisterhaus (jetzt als Kita genutzt) und eine kleine Sporthalle. Alle Gebäudeteile aus dieser Epoche wurden ursprünglich als Solitärgebäude errichtet. In den 1950er Jahren wurde ein L-förmiges Schulgebäude westlich an das alte Schulhaus angebaut, welches wiederum in den 1960er Jahren erweitert wurde. In den 1980er Jahren wurde das alte Schulhaus durch einen weiteren Gebäudeteil auf östlicher Seite ergänzt - der ehemalige Labortrakt, der später als Flüchtlingsunterkunft diente. Ebenso in den 1980er Jahren wurde eine Einfeldsporthalle auf dem Gelände errichtet. Zudem stehen auf dem Areal zwei Pavillons mit temporären Klassenräumen aus den 1970er Jahren, die ebenfalls entfernt werden.

Foto: Stadt AachenEin Hingucker: Mit einer schicken Hoplzfassade fügt sich der Neubau künftig in die bestehenden Gebäude ein. Copyright: die Baupiloten Architektur

An diesem 1. September 2021 werfen die Verantwortlichen den Blick weniger zurück in die Vergangenheit als vielmehr nach vorne in die Zukunft. Schulleiterin Ferial Al-Moufti zeigte sich voller Vorfreude: „Der neue Bau bietet uns viel bessere Möglichkeiten in Bezug auf Lernräume, um mit der Schulfamilie zusammenzukommen.“ Acht Klassen mit insgesamt gut 200 Schülerinnen und Schülern zählt die Montessori-Schule in Eilendorf. Für die Dauer der Bauarbeiten hat die Schulgemeinschaft als Ausweichquartier das Gebäude samt Pavillons in der Barbarastraße in Rothe Erde bezogen. „Wir werden in Zukunft in Eilendorf unsere Montessori-Arbeit in einer noch besseren Qualität gestalten können“, so Al-Moufti. Das neue Gebäude umfasst weitere neue Elemente: einen Dachgarten, besondere Lernecken sowie Ruhe- und Therapieräume für Kinder mit sonderpädagogischen Ansprüchen. Auch bei der Außenhülle schlägt die Stadt einen neuen Weg ein. Hier setzt das Gebäudemanagement seit über 25 Jahren erstmals wieder auf eine attraktive Holzfassade. Das freut Klaus Schavan besonders: „Dafür haben wir uns als Gebäudemanagement eingesetzt. Wir sind sehr froh, dass wir den Baustoff hier in Eilendorf wieder verwenden dürfen.“

Herausgegeben am 02.09.2021 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing
Dr. Jutta Bacher
Markt 39, 52058 Aachen
Tel.: +49 241 432-1309
Fax: +49 241 28121
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