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Stadtrat: Ressourcen zukunftsorientiert und klimafreundlich nutzen

  • Der Stadtrat hat beschlossen, dass sich die Stadt der „Circular Cities“-Initiative anschließt. Sie zeigt damit, dass sie ihre Ressourcen weiterhin wirkungsvoll, klimafreundlich und sozial verantwortlich nutzen will.
  • Die Kommunen, die an „Circular Cities“ beteiligt sind, verfolgen das Ziel, nachhaltig, also zukunftsfähig mit den verfügbaren Ressourcen umzugehen, indem diese sparsam oder auch durch Wiederverwendung mehrfach verwendet und sinnvoll genutzt werden. Die Stadt Aachen arbeitet schon seit Jahren gemäß den Grundsätzen, Ressourcen schonend zu behandeln.
  • Die Verwaltung wurde beauftragt, die Politik und auch die interessierte Bevölkerung an der weiteren Entwicklung regelmäßig zu beteiligen.

Der Stadtrat hat einstimmig beschlossen, dass die Stadt Aachen die „Circular Cities“-Deklaration unterzeichnet. Damit macht sie deutlich, dass sie ihre Ressourcen weiterhin zukunftsorientiert, klimafreundlich und sozial verantwortlich nutzen will. Gleichzeitig schließt sie sich einem Netzwerk anderer Kommunen in Europa an, die auf einem vergleichbaren Weg unterwegs sind. Der Rat hat die Verwaltung damit beauftragt, die Politik, die Abteilungen der Verwaltung und auch die interessierte Bevölkerung an der weiteren Entwicklung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft regelmäßig zu beteiligen.

In der Stadt Aachen soll die Teilnahme an der Initiative „Circular Cities“ in einem ersten Schritt dazu genutzt werden, deren Angebote kennenzulernen und durch die Vernetzung mit anderen Kommunen auf neue Ideen zu stoßen und diese zu sammeln. Sofern gute Beispiele anderer in Aachen auch umsetzbar erscheinen, sollte die Verwaltung diese Vorhaben vorantreiben.

Die mit der „Circular Cities“-Initiative verbundenen Aufgaben sollen erst einmal mit dem heutigen Personal und ohne zusätzliche Kosten erledigt werden. Der Aachener Stadtbetrieb und der Fachbereich Klima und Umwelt begleiten die Umsetzung der „Circular Cities“-Ideen in der Stadt Aachen.

Die Stadt ist mit verschiedenen Themen seit Jahren auf dem Weg der Kommunen unterwegs, die die vorhandenen natürlichen Ressourcen sinnvoll einsetzen wollen. Auf Grundlage eines Abfallwirtschaftskonzepts werden hier Wertstoffe gesammelt, immer getragen vom Leitsatz „Erstens Abfall vermeiden, zweitens Abfall verwerten“. Es gibt eine gute Abfallberatung für Privatleute und Betriebe. Das Beschaffungsmanagement der Stadt ist nachhaltig. Denn es berücksichtigt zum Beispiel, dass bei der Beschaffung von Produkten die Kriterien des fairen Handels (Fairtrade) oder der Wiederverwertung (Nutzung von Recyclingpapier) beachtet werden.

In der Verwaltung werden Dienstfahrten im Grundsatz nicht mehr mit privaten Kraftfahrzeugen zurückgelegt, sondern mit einer kleinen Flotte stadteigener E-Fahrzeuge. Ressourcenschonend sind auch Car-Sharing-Autos oder Fahrradverleihsysteme wie Velocity. Bei den städtischen Gebäuden wird das Prinzip „Cradle to Cradle“ praktiziert. Baustoffe werden so wiederverwendet.

Auch die Veränderungen der Energieversorgung bei städtischen und privaten Häusern ist ein wichtiger Beitrag zu den Ideen der „Circular Cities“-Initiative. Im integrierten Klimaschutzkonzept der Stadt wird nicht nur ausführlich dargestellt, wie eine zukunftsfähige Energieversorgung von morgen aussehen kann. Darin finden sich auch die Anreize, mit denen die Stadt all die Menschen ansprechen möchte, damit diese verstärkt auf erneuerbare Energie aus Sonne und Wind oder aber auf eine verbesserte Gebäudedämmung setzen.

Es gibt aber auch schon Ideen, die im Rahmen der „Circular Cities“ fortentwickelt werden sollen. Dazu gehören zum Beispiel ein Baustoffrecycling, eine Weiterverwendung von Sperrgut oder ein Anbieter, der Kleidungen im Sharing-System anbietet und damit das Kaufen überflüssig macht.

Die Stadt Aachen wäre nach der vom Stadtrat befürworteten Unterzeichnung die zweite Stadt Deutschlands nach Freiburg im Breisgau, die sich der Erklärung anschließt. Die Unterzeichnung der Deklaration soll in Aachen öffentlich erfolgen.

Inzwischen haben über 50 europäische Städte und Regionen die Deklaration unterzeichnet. Die RWTH unterstützt das Vorhaben, da es der Intention des dort gebildeten Netzwerkes „Center for Circular Economy“ entspricht. Dieses Netzwerk möchte die Aktivitäten der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft bündeln und stärker profilieren.

Weitere Information zur „Circular Cities“-Initiative: https://circularcitiesdeclaration.eu/

Herausgegeben am 03.09.2021 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing
Dr. Jutta Bacher
Markt 39, 52058 Aachen
Tel.: +49 241 432-1309
Fax: +49 241 28121
presse.marketing@mail.aachen.de

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