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Suermondt-Ludwig-Museum Aachen im Mai 2021

Suermondt-Ludwig-Museum Aachen im Mai 2021

In Corona-Zeiten kommt die Kunstpause digital nach Hause. Jeweils dienstags um 13.00 Uhr wird ein Video online gestellt, in dem Kurator*innen in knapp zwei Minuten erstaunliche Werke erklären.
Viel Spaß beim Zuschauen und Zuhören!

@suermondtludwig auf Facebook und Instagram

DI, 04.05., 13.00 UHR @SUERMONDTLUDWIG
„Chambre Privée. Meisterwerke aus dem Wohnzimmer eines Sammlers“:
Offenes Wasser mit Fischerbooten
Jan van Goyen (Leiden 1596 – 1656 Den Haag)

Jan van Goyen gehört in vielerlei Hinsicht zu den Vorreitern und Pionieren seiner Malergeneration. Als einer der Ersten malte er Ansichten der heimischen holländischen Landschaft und als einer der Ersten trug er auf dem Bildträger die Farbe „nass in nass“ auf. Er baute demzufolge die verschiedenen Farbschichten nicht wie üblich allmählich aufeinander auf, so dass die Farbe erst trocknen musste, bevor die nächste Farblage aufgetragen werden konnte. Warum er das tat? Die Gründe sind rein wirtschaftlicher Natur: Um der großen Nachfrage auf dem Kunstmarkt gerecht zu werden, bediente er sich dieser schnelleren Technik, um in kurzer Zeit so viel wie möglich zu produzieren und zu verkaufen.

Mit Sarvenaz Ayooghi

DI, 11.05., 13.00 UHR @SUERMONDTLUDWIG
Die Kommunion des Heiligen Hieronymus
Christian Wilhelm Ernst Dietrich (Weimar 1712 – 1774 Dresden)

Christian Wilhelm Ernst Dietrich, der sich selbst Dietricy nannte, gehört zu den wichtigsten deutschen Malern des 18. Jahrhunderts. Als kursächsischer Hofmaler und Inspektor der Gemäldegalerie sowie Professor der Akademie in Dresden genoss er allerhöchstes Ansehen. Sein Ruhm als Maler gründete auf seiner besonderen Fähigkeit, ältere Meister unterschiedlicher Schulen nachzuahmen und daraus seinen eigenen, unverwechselbaren Stil zu entwickeln, was ganz dem Kunstverständnis seiner Zeit entsprach. Obwohl vor allem für seine Landschaften bekannt wurde, zählen auch Historien und Porträts zu seinen Werken. Das recht seltene Thema der Kommunion des Heiligen Hieronymus zeigt den bereits neunzigjährigen Hieronymus, der vor seinem nahenden Ende die letzte Kommunion empfängt. Nahendes Ende, letzte Kommunion –  diese Kunstpause soll keineswegs schwermütig stimmen. Vielmehr ist Kommunion (von lateinisch für "Gemeinschaft"), ein feierlicher Akt und in der katholischen Kirche der wichtigste Teil der Eucharistiefeier (griech. für Danksagung), bei der Christus dem Gläubigen besonders nahe ist. Angesichts des bevorstehenden Fronleichnamsfestes im Juni, gehen wir näher auf dieses seltene Bildthema und seinen Kontext ein.

Mit Wibke Birth

DI, 18.05., 13.00 UHR @SUERMONDTLUDWIG
„Chambre Privée. Meisterwerke aus dem Wohnzimmer eines Sammlers“:
Der Herbst (Prinz Maurits bricht zur Falkenjagd auf), 1615
Adriaen van de Venne (Delft 1589 – 1662 Den Haag)     
                                                                                                                            
Lost and found! Das kleinformatige Gemälde des holländischen Malers Adriaen van de Venne gehörte ursprünglich zu einer Serie der vier Jahreszeiten, die jedoch im Laufe der Zeit auseinandergerissen wurde. Erst 1990 konnte sie auf Grundlage passender Beschreibungen in einem Auktionskatalog von 1725 überzeugend rekonstruiert werden. „Der Frühling“ und „Der Sommer“ befinden sich heute im J.P. Getty Museum in Los Angeles, „Der Winter“ im Worcester Art Museum, während „Der Herbst“ bei unserem Sammler zu Hause ist.

Mit Sarvenaz Ayooghi

DI, 25.05., 13.00 UHR @SUERMONDTLUDWIG

Downcycling von adeliger Zier und ritterlichem Schutz: Ein schmiedeeiserner Funkenschirm aus einer bäuerlichen Rauchküche.
Funkenhut (Funkenschirm), Tirol (Alpbach), Zusammenstellung 19. Jh. (Teile möglicherweise mittelalterlich), mind. 24 Teile, genietet, Schenkung 2021

Ein Funkenhut (Achtung, hat nichts mit rheinischem Karneval zu tun!), als Schenkung eines Aachener Ehepaars in die Sammlung gelangt, stammt aus einem alten Bauernhaus in Alpbach in Tirol. Dort hing er über der offenen Feuerstelle in der Küche. Das Gebilde ist nicht aus einem großen Stück Eisenblech geschmiedet, sondern aus vielen verschieden großen und unregelmäßig geschnittenen Elementen zusammengesetzt. Manche Teile weisen auf den ersten Blick nicht erklärbare runde und kreuzförmige Löcher auf. Bei näherer Betrachtung ergibt sich des Rätsels Lösung: Mehrere Topfhelme, wie sie im 13. und 14. Jahrhundert für Ritterrüstungen üblich waren, hatte man auseinandergenommen, flachgeklopft und patchworkartig aneinandergefügt. Jetzt muss noch geklärt werden, ob es sich tatsächlich um mittelalterliche Helme handelt oder um Nachbildungen aus dem Historismus (19. Jh.).

Mit Michael Rief


SERVICE:
Suermondt-Ludwig-Museum
Wilhelmstr. 18, 52070 Aachen
Tel.: +49 241 47980-40
Fax: +49 241 37075
info@suermondt-ludwig-museum.de
www.suermondt-ludwig-museum.de

Das Suermondt-Ludwig-Museum ist der „Salon“ der Aachener. In einem prachtvollen Stadtpalais aus dem 19. Jahrhundert sind kostbare Sammlungen untergebracht. Herausragend ist die mittelalterliche Skulpturensammlung, eine der bedeutendsten in Deutschland. Auch holländische Meister der Barockzeit sind hier exzellent vertreten. Dazu gibt es eine kleine, feine Sammlung von Gemälden des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, ein Kupferstichkabinett und eine riesige Kollektion kunsthandwerklicher Stücke.

Herausgegeben am 01.04.2021 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing
Dr. Jutta Bacher
Markt 39, 52058 Aachen
Tel.: +49 241 432-1309
Fax: +49 241 28121
presse.marketing@mail.aachen.de

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