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Stadtarchiv Aachen mit Preis des Parlaments der DG ausgezeichnet

Das Aachener Stadtarchiv hat jetzt für Band 4 seiner Reihe "Aus den Quellen des Stadtarchivs Aachen" zur neuen Grenze zwischen Belgien und Deutschland 1920 den Preis des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) 2021 in der Kategorie „Archiv und Bibliothek“ gewonnen.

Über 100 Jahre alt ist der Grenzübergang Köpfchen, der auf Grundlage des Versailler Vertrags eingerichtet wurde. Nach der Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg wurden Aachen, Eupen und Malmedy im Dezember 1918 von alliierten Truppen besetzt. 1919 regelte der Friedensvertrag von Versailles, dass die Kreise Eupen und Malmedy vom Deutschen Reich an Belgien abgetreten werden sollten. Dort, wo bislang nur eine Kreisgrenze zwischen Eupen und Aachen gelegen hatte, zwischen Nachbarstädten und -dörfern, entstand nun eine neue Grenze, während die Folgen des Krieges noch spürbar waren.

Der vierte Quellenband des Aachener Stadtarchivs, der in einem Kooperationsprojekt mit dem Staatsarchiv in Eupen entstanden ist, beschreibt diesen Prozess in einer wissenschaftlichen Einleitung und anhand von historischen Quellen aus beiden Archiven. Das Herausgeberteam setzte sich zu gleichen Teilen aus Mitarbeiter*innen der beiden Archive zusammen: Das Staatsarchiv in Eupen war durch seine Leiterin Els Herrebout und Dr. Peter Quadflieg (heute Stadtarchiv Wiesbaden), das Stadtarchiv Aachen durch dessen Leiter Dr. René Rohrkamp und Dr. Thomas Müller vertreten.

Im Mittelpunkt der Edition stehen 59 Quellendokumente aus beiden Häusern. Die Dokumente sind als Faksimiles wiedergeben, werden durch Transkriptionen erschlossen und durch quellenkritische Kommentare in ihren historischen Kontext eingeordnet. Eine gemeinsame Einleitung beschreibt die komplexen Prozesse, die nach dem Ende des Ersten Weltkriegs zum Staatenwechsel der beiden Kreise Eupen und Malmedy geführt und seinen Verlauf geprägt haben. Vor allem aber richten die Archivar‘*innen und Historiker*innen ihren Fokus auf die vielfältigen politischen Spannungen, sozialen Krisen, alltäglichen Probleme und pragmatischen Arrangements, die mit der Grenzziehung und dem Staatenwechsel verbunden waren.

Die Preisverleihung wird am 5. Dezember im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens stattfinden.

Herausgegeben am 19.11.2021 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing
Dr. Jutta Bacher
Markt 39, 52058 Aachen
Tel.: +49 241 432-1309
Fax: +49 241 28121
presse.marketing@mail.aachen.de

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