Box 1 Box 2 Box 3 Box 4 Box 5 Box 6

Das Siemens-Martin Stahlwerk

Das zweite Standbein der Stahlproduktion bildete das Siemens-Martin-Stahlwerk. 1864 wurde das Verfahren von Wilhelm und Friedrich Siemens auf der Grundlage einer �lteren Entwicklung der Br�der Martin erfunden. Der Ofen besteht aus zwei gegen�berliegenden Brennkammern, die sich mit ihren Abgasen abwechselnd gegenseitig aufheizen. �

Vom Schrott zum hochwertigen Stahl

Durch dieses Verfahren konnte erstmals die Wiederaufbereitung von Schrott zu Stahl erfolgen. Der Siemens-Martin-Stahl war zudem von einer au�erordentlich hohen Qualit�t, die ihn f�r besonders anspruchsvolle Aufgaben wie dem (Schlacht-)Schiff- oder Maschinenbau pr�destinierte. Das Verfahren wurde in Rothe Erde eingef�hrt, als mit dem �bergang zur Massenproduktion im Thomas-Stahlwerk immer mehr Ausschuss anfiel. Ab 1899 wurden eigene �fen in Betrieb genommen und der selbstgemachte Schrott konnte an Ort und Stelle zu hochwertigem Stahl verarbeitet werden.

Arbeitgeber der letzten Jahre

Als nach dem Ersten Weltkrieg die Thomasanlagen ausfielen, trug allein das Siemens-Martin-Werk bis 1925 zum �berleben der H�tte bei. Schrott war nach dem Krieg der einzige Rohstoff, der im �berfluss vorhanden war. Doch die veralteten �fen konnten mit den moderneren Stahlwerken der Krupps, Thyssens und Hoeschs nicht mehr konkurrieren. Pl�ne, die Anlagen durch ein neues Verbundstahlwerk bei der Concordia-H�tte des Eschweiler-Bergwerks-Vereins zu ersetzen, wurden 1925 aus wirtschaftspolitischen Erw�gungen endg�ltig verworfen. Damit war auch das Ende des Unternehmens besiegelt.



Abbildungen

11-14��Hier wurde eine Menge Schrott verwertet: Rothe Erde verf�gte zuletzt �ber sechs �fen mit einer j�hrlichen Kapazit�t von 200 000 Tonnen Rohstahl.�








Seitenanfang � 2004 | Stadtteilb�ro Aachen-Ost home