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Hasbach

Anlass und Ziel | Zustand | Planung | Verfahren und Kosten

Projektphase: Ausführungsplanung


Anlass und Ziel

Die Straße Hasbach in Walheim weist erhebliche bauliche Schäden auf und kann nicht mehr saniert werden. Daher ist eine Erneuerung des gesamten Straßenaufbaus notwendig. Die Maßnahme muss umgesetzt werden, wenn der Busverkehr in der Straße aufrecht erhalten werden soll. Darüber hinaus ist eine Neuaufteilung des Verkehrsraums geboten, um Verbesserungen der baulichen, gestalterischen und verkehrlichen Bedingungen zu erreichen. Vor allem die Gehwege sind für Fußgänger zu schmal.


Zustand

Die Straße Hasbach ist eine rund 470 Meter lange Erschließungsstraße im Stadtbezirk Kornelimünster/Walheim. Sie verbindet die Albert-Einstein-Straße mit der Walheimer Straße und bindet als einzige Straße das Wohngebiet am Sperberweg an. Die umgebende städtebauliche Umgebung ist durch Einfamilienhäuser und einige Mehrfamilienhäuser geprägt. Vor allem die Oberfläche der Fahrbahn ist in einem sehr schlechten Zustand, weist deutliche Spurrillen auf und kann bald nicht mehr vom Linienverkehr befahren werden. Die Straße steigt kontinuierlich von der Walheimer Straße bis zur Albert-Einstein-Straße an.

Eine Zählung aus dem Jahr 2008 weist im Knoten Albert-Einstein-Straße/Hasbach eine Verkehrsbelastung von 860 Kraftfahrzeugen innerhalb von 24 Stunden im Hasbach und 2.000 Kraftfahrzeuge am Tag in der Albert-Einstein-Straße aus. Diese relativ geringe Belastung lässt sich problemlos in der Straße abwickeln.

Die Straßenraumbreite beträgt durchgehend rund 9 Meter. Die Fahrbahn im Hasbach ist zwischen 6,00 und 6,10 Meter breit, die Gehwege etwa 1,45 Meter auf beiden Seiten. Vor dem Knoten Prämienstraße im Bereich der Bushaltestelle "Hasbach" weitet sich der Straßenraum auf rund 12 Meter auf, die Fahrbahn entsprechend auf etwa 9 Meter.

Der Hasbach ist Teil einer Tempo-30-Zone. An den Einmündungen gilt daher die Rechts-vor-links-Regelung.

Das Platzangebot für Fußgänger entspricht nicht den Anforderungen der einschlägigen Richtlinien (EFA, RASt 06). Sie fordern eine Gehwegbreite von 2,50 Meter. Ein Nebeneinandergehen, eine Begegnung mit Rollstuhl oder Kinderwagen ist heute nicht möglich.
Der Radverkehr wird heute im Mischverkehr auf der Fahrbahn geführt. Der Radverkehrsanteil ist mit weniger als zwei Prozent sehr gering. Die Kraftfahrzeuge werden am Fahrbandrand alternierend auf vorher festgelegten Abschnitten geparkt. Derzeit können im Hasbach 48 Fahrzeuge geparkt werden.

Bei den Ortsbesichtigungen waren die Parkplätze bei weitem nicht ausgelastet. Der Hasbach wird im Einrichtungsverkehr von der Albert-Einstein-Straße in Richtung Walheimer Straße montags bis freitags von 32 Bussen der Linien 11 und 65 befahren. Es befinden sich zwei Haltestellen in der Straße, zum einen die Ausstiegshaltestelle "Sperberweg" und zum anderen die Endhaltestelle "Hasbach". An der Haltestelle "Hasbach" warten die Busse bis zu 21 Minuten, bis sie weiterfahren.


Planung

Ziel der Überplanung ist eine Verbesserung der Bedingungen für alle Verkehrsteilnehmer. Eine angemessene und sichere Abwicklung des Fußgängerverkehrs und die gestalterische Aufwertung des Straßenraums sind ebenso zu beachten wie das Vorhalten von ausreichend vielen öffentlichen Parkplätzen und die Abwicklung des Linienverkehrs. Zur Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität der Anwohner werden Elemente zur Verkehrsberuhigung vorgesehen, die dafür sorgen sollen, dass auch nach der Erneuerung die Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilomter eingehalten wird und die Verkehrssicherheit erhöht wird.

Bei der Planung wurden die Prinzipien der aktuellen Regelwerke beachtet. Für die Abwägung der Planungselemente gilt grundsätzlich, dass die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer über den Komfort der Verkehrsteilnehmer zu stellen ist (VWV-StVO, Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Stra-ßenverkehrsordnung, Abschnitt A, zu § 39-43).

Als weitere Aspekte sind u.a. die Belange des ruhenden Verkehrs, des Städtebaus, und der Aufenthaltsqualität zu berücksichtigen.

Die Planung erfolgt nach dem Separationsprinzip mit einer Fahrbahnbreite von 5,55 Meter mit alternierendem Parken (vgl. Anlage 3 "Planung"). Diese Breite ist für den Begegnungsfall Lkw-Pkw erforderlich. Der Gehweg auf der nördlichen Seite kann dadurch auf 1,90 bis 2,20 Meter verbreitert werden. Der südliche Gehweg wird nicht angepasst und bleibt zwischen 1,40 und 1,50 m breit.

Die Anzahl der Parkmöglichkeiten gegenüber dem Bestand sinkt von heute 48 auf 31 Parkplätze im Straßenraum.

Die Vorfahrtsregelung Rechts-vor-links an den Einmündungen wird beibehalten, um das Tempo des Kfz-Verkehr niedrig zu halten.

Es wird ein Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen (Verkehrszeichen 253) von der Walheimer Straße in Fahrtrichtung Albert-Einstein-Straße eingerichtet. In Fahrtrichtung des Linienverkehrs dürfen hingegen alle Fahrzeuge weiterhin fahren.

Es sind keine Straßenbäume oder Beete vorgesehen.

Detaillierte Beschreibungen befinden sich hier in der Ratsvorlage.


Verfahren und Kosten

Bürgerinformation

Am Mittwoch, 21. September 2016, fand im Jakob-Büchel-Haus eine Bürgerinformation statt. Die Anregungen wurden aufgenommen, wurden bewertet und werden bei der weiteren Planung nach Möglichkeit und Abwägung berücksichtigt.

Politische Beratung

Die Bezirksvertretung Kornelimünster/Walheim hat auf Grundlage der vorliegenden Planung (Plan-Nr. 2016/ 04-02) dem Mobilitätsausschuss empfohlen, den Planungsbeschluss zu fassen und die Verwaltung mit der Durchführung einer Bürgerinformation zu beauftragen.

Der Mobilitätsausschuss hat auf Grundlage der vorliegenden Planung (Plan-Nr. 2016/ 04-02) den Planungsbeschluss gefasst und die Verwaltung mit der Durchführung einer Bürgerinformation beauftragt. Dies geschah mittels Dringlichkeitsentscheidung am 8. Juli 2016. Am 25. August 2016 wurde die Dringlichkeitsentscheidung im Mobilitätsausschuss genehmigt.

Weiteres Vorgehen

Die Ausführungsplanung wird zurzeit von der Fachleuten der Verwaltung geprüft und soll laut Planung noch in diesem Jahr den zuständigen Gremien vorgelegt werden. Die Gremien beschließen den Ausbau. Danach können die Bauarbeiten ausgeschrieben und später vergeben werden. Mit einer Umsetzung der Baumaßnahme ist frühestens im zweiten Halbjahr 2019 zu rechnen.

Baukosten und Finanzierung

Die Baukosten werden im Rahmen der Vorplanung über die Fläche ermittelt und haben nach überschlägiger Schätzung im Jahr 2016 bei rund 800.000 Euro gelegen. Angesichts deutlich gestiegener Baukosten ist inzwischen mit höheren Baukosten zu rechnen.

Weiterführende Informationen zu Anliegerbeiträgen finden Sie in der Anlage zum Protokoll.