Aktion „Sehen und gesehen werden“
Eine Beleuchtungsaktion der Kampagne „FahrRad in Aachen“: Die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS) entwickelte die Aktionsform „Black-Box”. Es handelt sich um eine Aktion, bei der die beiden Funktionen der Fahrradbeleuchtung „sehen und gesehen werden” eindrucksvoll und aktiv erlebt werden können. Da die dunkle Jahreszeit vor der Tür steht tourt die Box nun in NRW durch zahlreiche Schulen.
Jetzt hatten die Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klasse die Gelegenheit diese „Black Box“ mit den drei Themenmodule zu erforschen. Diese Themenmodule behandeln das Thema „Fahrradbeleuchtung” umfassend und rücken die Aspekte des „Gesehen werden” stärker ins Blickfeld.
Das Modul „Sehen und gesehen werden – besser geht’s nicht” hat das Ziel, den Schülern die Bestandteile der Fahrradbeleuchtung, die nach §67 der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) vorgeschrieben sind, aufzuzeigen. Anhand der Fahrrad-Beleuchtungs-Checkliste sollten die Mängel durch die Schüler erkannt und diskutiert werden.
Neben dem „Sehen” spielt das Thema „Gesehen werden” eine mindestens ebenso wichtige Rolle für die Teilnahme am Straßenverkehr. Bei Dämmerung, Dunkelheit und schlechten Sichtverhältnissen vermindert sich die Sehschärfe des Menschen um bis zu 80 Prozent. Viele Informationen aus dem Straßenumfeld gehen so verloren. Aus diesem Grund hat dieses Modul zum Ziel den Schülern die Bedeutung und Wirkungsweise von reflektierenden Materialien näher zu bringen.
Das Modul „Reparaturkurs – Tipps und Tricks zur Selbsthilfe” hat das Ziel, den Schülern mögliche Mängel an der Fahrradbeleuchtung aufzuzeigen und durch einfache Reparaturen zu beheben.
Wettbewerb „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber in Aachen 2011“
Bereits zum zweiten Mal trägt die Stadt Aachen im Rahmen der Kampagne „FahrRad in Aachen“ zusammen mit der IHK Aachen den Wettbewerb „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ aus. An diesem Wettbewerb konnten alle Unternehmen, Behörden und sonstige Einrichtungen in Aachen teilnehmen. Voraussetzung war eine Mindestanzahl von fünf Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern. Die Kampagne „Fahr Rad in Aachen“ möchte das die Aachenerinnen und Aachener öfters mit dem Rad unterwegs sind. Dies gilt nicht nur in der Freizeit sondern auch im Alltag. Hierzu zählt auch der Weg zur Arbeit oder auf Dienstgängen.
Das Fahrrad bildet vor allem auf kurzen Strecken eine gute und gesunde Alternative zum motorisierten Individualverkehr, wovon Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen profitieren können. Schon kurze, regelmäßig per Rad zurückgelegte Wege sind ein wertvoller Beitrag für die Gesundheit. Dies kann die Anzahl von Krankmeldungen in den Betrieben positiv beeinflussen. Außerdem benötigen Fahrräder einen geringeren Stellplatzbedarf als Autos, wodurch auch hier eine Kostenersparnis möglich ist.
Viele Aachener Betriebe gehen bereits mit gutem Beispiel voran. Sie stellen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine überdachte Abstellanlage zur Verfügung, haben Dusch- und Umkleideräume oder stellen Dienstfahrräder bereit. In diesem Jahr haben sich acht Betriebe für den Titel beworben.
Der Betrieb, der den Titel „Fahrradfreundlichster Arbeitgeber in Aachen 2011“ und 2.000 Euro zur weiteren Förderung des Radfahrens erhält, ist die Firma
BET GmbH.
Alle anderen Betriebe erhalten eine Urkunde „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber 2011“ und Preise wie ein Trekkingrad mit Fahrradzubehör von Velo, Fahrradreparaturgutscheine von Flizz Eurobike, ein Lastenfahrrad von B.O.C. BIKE CENTER, eine durch den ADFC eigens für den Betrieb organisierte Fahrradtour sowie Gutscheine für eine große Inspektion zum Sonderpreis von 20 Euro statt 60 Euro von Flizz Eurobike für alle Beschäftigten des Betriebs.
Die ausgezeichneten Betriebe sind (alphabetisch):
- Alexianer Aachen GmbH
- BSV
- fauna e.V.
- imageDRUCK GmbH
- Lebherz und Partner GmbH
- Lindt&Sprüngli GmbH
Einen Sonderpreis dotiert mit 1.000 Euro erhält die Firma
Ericsson R&D Center AC
als einziger teilnehmenden Betrieb aus der StädteRegion. Der Preis wurde von der StädteRegion und der Stadt Aachen gestiftet.
„FahrRad in Aachen“ mit dem Elterntaxi
Beim Mobilitätsprojekte an der KGS und der MGS Reumontstraße wurde 2010 zum ersten Mal Tandems, die sogenannten Elterntaxis, eingesetzt. In diesem Jahr waren die Elterntaxis an der Domsingschule im Einsatz. Diese Tandems, speziell für die Benutzung von Eltern mit Kindern konstruiert, wird von der Initiative Elterntaxi für drei Wochen bereitgestellt. Elterntaxi bietet je acht Eltern und Kindern im Grundschulalter die Möglichkeit, Eltern-Kind-Tandems kostenlos für Schulweg und Freizeit zu nutzen.
Die Kinder werden auf den Elterntaxi-Tandems spielerisch an den Straßenverkehr herangeführt; lernen, dass man auf das Auto als Papa-/Mama-Taxi auch sehr gut verzichten kann und werden mit den Eltern zusammen aktiv.
Im Rahmen der Bestrebungen, die Aachener Bürger zum Umsteigen vom Auto auf das Fahrrad zu bewegen wurde die Initiative Elterntaxi nach Aachen geholt. Gerade für Grundschulkinder ist es wichtig, dass sie sorgfältig und sicher an den Straßenverkehr herangeführt werden. Als Copilot auf einem Tandem lernt jedes Kind unter optimaler Aufsicht verschiedene Verkehrssituationen sicher kennen und einschätzen.
"Ich bin Energie"
„Ich bin Energie“ – unter diesem Motto wirbt die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS) gemeinsam mit der Stadt Aachen dafür, kurze Strecken bis fünf Kilometer Länge stärker mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückzulegen. „Die Kampagne zeigt auf, wie Bewegung auf natürliche Weise in den Alltag integriert werden kann – ohne zusätzliche Trainingstermine und Extra-Stress – und welchen Nutzen dies für die eigene Gesundheit und für die Luftreinhaltung in Aachen einbringt“, erklärte Dr. Stephanie Küpper, Projektleiterin „FahrRad in Aachen“ beim Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen. Als Beispiel nannte sie den Weg zum Bäcker.
„Die Bäcker-Innung unterstützt diese Aktion – nicht nur, weil es um Brötchen geht, sondern weil wir der Überzeugung sind, dass sich viele Wege dafür eigenen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt zu werden“, erklärte Heinz Klein, Obermeister der Bäcker-Innung Aachen. „Es ist gut, wenn die Luft rein gehalten wird, bei solchen lebenswichtigen Dingen profitieren wir alle davon“, so Klein weiter. Er selbst fuhr mit dem Fahrrad zu dem Termin.
Die Stadt Aachen ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. Seit 2008 gibt es die Kampagne „FahrRad in Aachen“, mit der der Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen das Fahrrad als alternatives, umweltschonendes Verkehrsmittel stärker in das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger rücken möchte – sowohl für die Freizeit als auch im Beruf.
Vielfältige Aktionen unterstützen dieses Bemühen: So ist der Lückenschluss von Fahrradwegen am Alleenring aktuell in Planung, ein neuer Radroutenplan wurde kürzlich in Zusammenarbeit mit dem Meyer & Meyer-Verlag veröffentlicht, Eltern werden motiviert, ihre Kinder nicht mit dem Auto bis vor die Schuleingangstür zu bringen, sondern an „Elternhaltestellen“ abzusetzen – auch um einen Beitrag für die Verkehrssicherheit aller Schüler zu leisten.
Dies geschieht auch vor dem Hintergrund, dass der Luftreinhalteplan der Bezirksregierung Köln insgesamt 35 Maßnahmen vorsieht, um die Luftqualität in Aachen zu verbessern. In den vergangenen Jahren wurden die EU-Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid mehrfach überschritten. Mit dem Luftreinhalteplan und seinem umfangreichen Maßnahmenkatalog konnte die Einrichtung einer Umweltzone – im Unterschied zu anderen Städten – vermieden werden.
Kinder als Verkehrsplaner
Das Jugendamt und die Abteilung Verkehrsmanagement im Planungsamt beteiligen von 1997 bis 2007 Kinder in den Stadtbezirken an der Fortentwicklung des Radwegesystems. Anlass zur Erarbeitung eines solchen Beteilungskonzeptes war die Aufnahme der Stadt Aachen in die Arbeitsgemeinschaft "Fahrradfreundliche Städte" im Jahre 1995. Ziel dieser Arbeitsgemeinschaft ist es u.a., allen Bevölkerungsschichten den Zugang zur Fahrradnutzung zu ermöglichen. Da Kinder als Fahrrad fahrende Verkehrsteilnehmer besonders gefährdet sind, brauchen sie sichere und bedarfsgerechte Radverkehrsanlagen.
Da die meisten Kinder sich zur Schule und in der Freizeit zu Fuß fortbewegen, wurde seit 2000 auch das Fußwegnetz in die Betrachtung einbezogen. Eine Intensivierung der Verkehrserziehung in der Schule (z.B. Radfahrerprüfungen) und die Einflussnahme auf die Verkehrsraumgestaltung können nach Erfahrung der Polizei Aachen wesentlich zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen. Die Beteiligungsaktionen finden in der Regel in den vierten Klassen der Grundschulen statt.
Im Rahmen dieser Aktionen haben die Kinder die Möglichkeit, Probleme, Wünsche, Streckenverlaufsvorschläge und ähnliches direkt vor Ort zu äußern und den Erwachsenen aus "ihrer Kindersicht" gefährliche Bereiche zu zeigen. Kinder haben entwicklungsbedingt ein anderes Wahrnehmungsvermögen als Erwachsene. Ihre Fähigkeiten, sich sicher im Straßeverkehr zu bewegen, sind noch nicht voll entwickelt. Sie werden im Straßenverkehr hinter Fahrzeugen oder Verkehrsschildern schlechter gesehen.
Erst ab 10 Jahren können Kinder Entfernungen und Geschwindigkeiten einschätzen. Um so wichtiger ist es, bei diesen Aktionen vor Ort die "Sorgen" der kleinen Verkehrsteilnehmer zu erfahren und ernst zu nehmen. Gleichzeitig wird hier in Zusammenarbeit mit der Polizei verkehrssicheres Verhalten im Straßenverkehr eingeübt und ein Einblick in die Arbeit der Stadtverwaltung gegeben.
Die später erarbeiteten Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Verkehrssicherheit dienen gleichzeitig allen Bewohnern, die sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad fortbewegen.
Entdeckte Mängel oder Gefahrenstellen lassen sich manchmal auf schnellem Wege beseitigen (z.B: Säuberung von Radwegen oder Rückschnitt von störendem Bewuchs); manche Maßnahmen fließen direkt in konkreten Planungen ein, andere brauchen längere Planungsphasen oder können im Rahmen anderer Projekte erst später finanziert oder realisiert werden.
Ausstellung "FahrRad in Aachen"

Stadtradeln in Aachen ist... Mehr Freude am Fahren
Das Fahrrad ist nicht nur ein Sport- und Freizeitgerät, sondern lässt sich im Alltag vielseitig einsetzen. Ob zur Arbeit, zum Einkaufen, zum Sport oder ins Theater, in der Stadt können etwa die Hälfte aller Strecken schneller mit dem Rad zurückgelegt werden als mit dem Auto.
Wie kommen Sie in Aachen herum?
Machen Sie mit: Steigen Sie um, steigen Sie auf: Diese Posterausstellung soll Lust auf das Fahrradfahren in Aachen machen. Dabei ist jeder angesprochen - Erwachsene sowie Kinder. Kinder sind jedoch im Straßenverkehr besonderen Gefahren ausgesetzt, besonders, wenn sie mit einem Fahrrad unterwegs sind. Doch ist es wichtig für Kinder das Radfahren zu erlernen. Ihre eigene Mobilität erhöht sich, sie lernen ihren Körper zu beherrschen und sie können in Begleitung Erwachsener spielerisch einen neuen Lebensraum, den Straßenverkehr, kennen lernen. Zum Fahrradfahren im Straßenverkehr gehört jedoch mehr als das reine Beherrschen aller Techniken um ein Fahrrad vorwärts zu bewegen. Ein Kind muss sich im komplexen Straßenverkehr zurecht finden, damit es nicht in Gefahr gerät. Hier müssen die Eltern ein Vorbild sein und Ihr Kind auf den Straßenverkehr vorbereiten.
In diesem Jahr wird diese Ausstellung an 13 Grundschulen gezeigt. Mit ihr ist ein Gewinnspiel verknüpft. Dadurch soll erreicht werden, dass sich sowohl Kinder als auch die Eltern mit dem Thema Radfahren beschäftigen. Diese Ausstellung kann auch ausgeliehen werden. Siehe hierzu die Rubrik Veröffentlichungen.
Mit dem Fahrrad zur Arbeit (Aktion der AOK)
Mit ihrer Sommer-Aktion “Mit dem Rad zur Arbeit” will die AOK Rheinland Nordrhein-Westfalen die Arbeitnehmer zu mehr Bewegung motivieren. Für die Stadt Aachen unterstützen der Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen mit der Kampagne "FahrRad in Aachen" in Zusammenarbeit mit dem Team Gesunde Verwaltung die Aktion, indem sie ihre Mitarbeiter dazu einlädt, an der Aktion teilzunehmen und eigene Teams zu bilden. 2008 wurde die Kampagne „FahrRad in Aachen“ begonnen, die Lust auf das Fahrradfahren in Aachen machen soll. Die Aachenerinnen und Aachener sollen dazu bewegt werden das Fahrrad nicht nur in der Freizeit, sondern auch im Alltag zu benutzen. Daher unterstützt die Kampagne „FahrRad in Aachen“ die Aktion der AOK "Mit dem Rad zur Arbeit" zusätzlich indem sie jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter der Stadtverwaltung als Anerkennung für die Teilnahme an der Aktion eine Stofftasche mit schönen Präsenten rund ums Radfahren aushändigt.
Weitere Infos
Radtourismusmesse
Im Jahr 2001 fand mit großer Unterstützung der AGFS die „Erste Euregionale Radtourismusmesse“ in Aachen statt. Hauptziel der Veranstaltung war es, in der Euregio Maas-Rhein den Radtourismus zu bewerben und sich erstmals regions-, länder- und branchenübergreifend zu präsentieren. Die Messe wurde mit einem radtouristischen Kongress eröffnet und durch die Stadt Aachen, in Kooperation mit der Euregio-Maas-Rhein, der AGFS und dem Tourismusverband NRW veranstaltet.
Mit über 3.000 Besuchern und einem großen regionalen Presse- und Medienecho war die Messe ein großer Erfolg und wurde bisher lediglich wegen der städtischen Haushaltssituation nicht wiederholt.
In einer 64 Seiten starken Radroutenbroschüre „Aachener radeln – Aachen erradeln“ wurden die Siegerrouten eines Fahrrad-Wettbewerbs zum Thema „Lieblingsrouten in und um Aachen“, der anläßlich der Radtourismusmesse veranstaltet wurde, zusammen mit den bis dahin durchgeführten Fahrradsommertouren in Karte und Text abgebildet und kostenlos an interessierte Bürger abgegeben.
Stand auf der Euregio-Wirtschaftsschau
Auf der Euregio-Wirtschaftsschau ist das Amt für Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen jedes Jahr vertreten. Die Themen wechseln - in diesem Jahr wird die Kampagne "FahrRad in Aachen" vorgestellt.
