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Krönungsmahl im Rathaus

Rathausverein und Quellenhof luden zum Krönungsmahl ein

  • Festmahl in außergewöhnlichem Ambiente und mit erstklassigem Unterhaltungsprogramm.
  • Friedrich Merz sprach als Festredner über Europa und die USA.
  • Drei junge Musiker der Deutschen Stiftung Musikleben zauberten ein musikalisches Klangmenü

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Festmahl in außergewöhnlichem Ambiente. © Stadt Aachen, Andreas Herrmann

Über 200 Gäste waren jetzt (23. Oktober) der Einladung des Rathausvereins Aachen und des Hotels Pullman Aachen Quellenhof zum 15. „Aachener Krönungsmahl“ in den festlich dekorierten Krönungssaal des Aachener Rathauses gefolgt. Schon zu Zeiten der Königskrönungen in Aachen wurde mit Festmählern im „Reichssaal“ nicht gegeizt. Das prunkvollste und größte dieser Mähler fand bei der Krönung von Karl V. im Jahre 1520 statt. In Erinnerung an dieses besondere Festmahl entwickelte der Rathausverein Aachen im Jahr 2002 gemeinsam mit dem Hotel Pullman Aachen Quellenhof und mit der finanziellen Hilfe zuverlässiger  Sponsoren ein moderneres und zeitlicheres Krönungsmahl. Die Idee: auf höchstem Niveau kulinarisch genießen und damit gleichzeitig den Rathausverein Aachen unterstützen.

Festmahl aus der Feder von Quellenhof-Küchenchef Daniel van Zijp
Das exquisite 4-Gänge-Menü, das aktuell mit „einer Mousse von Ziegenfrischkäse mit Rosmarin, hauseigenem Honig und eingelegten Feigen sowie mariniertem Rucola mit Walnuss-Krokant“ begann und mit einem Dessert mit dem klangvollen Namen „Kreatives Aachen und einer „Trilogie von Pflaume als Tartelette, Crème und Überraschungspraline“ sein großartiges Finale feierte sowie auch eine vegetarische Variante kannte, stammt aus der Feder von Quellenhof-Küchenchef Daniel van Zijp. Eingerahmt wurde das Krönungsmahl mit einem Champagnerempfang und dem traditionellen „Nachtkaffee“ in den unteren Räumen des Rathauses.

Preisträger und Stipendiaten der Deutschen Stiftung Musikleben
Das Krönungsmahl ist aber nicht nur für seine kulinarischen Genüsse in außergewöhnlichem Ambiente bekannt, sondern auch wegen seines grandiosen  Unterhaltungsprogramms. Preisträger und Stipendiaten der Deutschen Stiftung Musikleben zauberten an diesem Abend ein wahres musikalisches Klangmenü. Auch dieses Jahr hatte Stiftungsleiterin Irene Schulte-Hillen wieder exzellente junge Künstler für das Krönungsmahl vermittelt. Neben Jakow Pavlenko und Jan-Aurel Dawiduk anVioline beziehungsweise Klavier brachte Marie-Rosa Günter an Klavier verschiedene Lieder des „Schwanengesangs“ von Franz Schubert  auf die Bühne.

Die Festrede beim diesjährigen Krönungsmahl hielt der (Ex)-Politiker, Rechtsanwalt und Manager Friedrich Merz. Er sprach dabei über das Thema „Europa und die USA – dauerhafte Wertegemeinschaft oder Zweckbündnis auf Zeit?“. Die Präsidentschaft von Donald Trump habe "sehr schwierig und sehr holprig begonnen", betonte Friedrich Merz. Er ergänzte, als Montesquieu im 18. Jahrhundert die Gewaltenteilung erfand, habe er nicht an Personen gedacht, die sich wie Obama an die Regeln hielten, sondern an solche wie Trump, die sich über die Regeln hinwegsetzten. In solchen Fällen müssen laut Merz Regierungen und Gerichte funktionieren. Das sei in Amerika der Fall - und vor dem Hintergrund dieser Präsidentschaft sehr beruhigend. Während viele Europäer seit der Amtsübernahme von Donald Trump oft mit besorgtem Kopfschütteln in die USA blicken, sieht Merz keinen Grund für europäische Überheblichkeit, denn: „Ich mache mir, ganz offen gestanden, um den Zustand der Europäischen Union im Augenblick mehr Sorgen als um den Zustand der amerikanischen Regierung“, sagte er den Zuhörern in Aachener Krönungssaal.

Boden, auf dem Populismus groß wird
„Was wir derzeit in den USA erleben, ist in höchstem Maße irritierend, aber in der Substanz haben wir in Europa zurzeit das größere Problem. Das müssen wir Europäer selbst lösen und zwar ganz unabhängig davon, wie sich die Dinge in Amerika weiter entwickeln“, erklärte Merz. „Die Menschen glauben den Institutionen und ihren Vertretern immer weniger, und das ist der Boden, auf dem Populismus groß wird.“

Natürlich seien das harsche Auftreten der Amerikaner und ein herumpolternder Präsident irritierend, gestand Merz ein. „Aber die Europäer streiten sich auf offener Bühne über ihre Zukunft und ihre Politik, die sie in Europa machen sollen. Trump lenkt uns im Augenblick ein bisschen ab von dem, was wir tatsächlich an eigenen Problemen in der Europäischen Union zu lösen haben“, sagte der Festredner.

„Wir müssen mit den Amerikanern reden, reden, reden“
Im Hinblick auf das Verhältnis zwischen Europa und den USA gab sich Merz ernüchtert: „Richten wir uns darauf ein, dass wir eine längere Zeit von Unsicherheiten, Unklarheiten, immer wieder auftretenden Irritationen aus Amerika erleben werden.“ Doch Friedrich Merz hatte auch einen Rat für den Umgang mit der Trump-Administration: „Wir müssen mit den Amerikanern reden, reden, reden - aber den Amerikanern gleichzeitig auch zeigen, dass wir uns auf dieser Seite des Atlantiks in zentralen außenpolitischen, sicherheitspolitischen, wirtschaftspolitischen und finanzpolitischen Fragen einig sind. Je einiger sich die Europäer sind, umso einfacher wird der Dialog mit der amerikanischen Regierung.“

Der Rathausverein hat etwas 1,5 Millionen Euro in das Rathaus investiert
Seit seiner Gründung im Jahr 2002 hat der Rathausverein ungefähr 1,5 Millionen Euro einnehmen können; allein etwa 28.000 Euro bekommt der Rathausverein dabei Jahr für Jahr als Beitragszahlungen seiner Mitglieder. Eine der wichtigsten Einnahmemöglichkeiten für den Verein ist jedoch das Krönungsmahl. Dank der Hauptsponsoren Pro Idee, Babor und DSA sowie des Einsatzes des Hotels Pullmann Aachen Quellenhof konnte Georg Helg, stellvertretender Vorsitzender des Rathausvereins und Moderator des Abends, stolz verkünden, dass durch die Spenden der Gäste auch diesmal erneut knapp 40.000 Euro für den gotischen Prachtbau eingenommen werden konnten.

Herausgegeben am 24.10.2017 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
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