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Schutz und Trutz

  • die ehemals an der Außenwand des Ludwig’schen Privathauses angebrachte lothringische Steinmadonna wird dem Suermondt-Ludwig-Museum als neue Dauerleihgabe der Peter und Irene Ludwig Stiftung übergeben
  • Ausstellung vom 27. Januar – 25. Februarr 2018
  • Festliche Übergabe der Skulptur: Freitag, 26. Januar 2018, 18.00 Uhr

Bis vor kurzem war die Schutzmadonna noch an der Außenwand des Ludwig’schen Privathauses angebracht. Nun wird sie nach durchgreifender Restaurierung als Dauerleihgabe der Peter und Irene Ludwig Stiftung die Sammlung französischer Skulpturen des Suermondt-Ludwig-Museums bereichern. Die aus der Zeit um 1500 bis 1520 stammende Muttergottes aus weißem Kalkstein war ehemals farbig bemalt und wohl ursprünglich im bedeutenden Augustinerchorherrenstift Saint-Sauveur in der Nähe von Domèvre-sur-Vezouze in Lothringen aufgestellt. Für einen Monat wird sie zusammen mit einigen anderen, nur selten präsentierten französischen Skulpturen ausgestellt und anschließend in die Schausammlung integriert.

Allen Widrigkeiten zum Trotz

Die Abtei, in der die Hausmadonna im 16. Jahrhundert beheimatet war, wurde von einem Angriff der Hugenotten gänzlich zerstört – die Madonna hingegen überlebte, wenn auch mit ein paar Blessuren. Erst im 18. Jahrhundert war sie im Augustinerchorherrenstift Saint-Sauveur in der Nähe von Domèvre-sur-Vezouze beheimatet, was aus ihrer eingemeißelten Inschrift „PIETATE J.B. GABRIEL CAN REG ABBATIAE ET PASTOR DE DOMEVRE“ („durch die Frömmigkeit des J.B. Gabriel, Regularkanoniker der Abtei und Pfarrer in Domèvre“) am Rücken hervorgeht. Daraufhin verliert sich zunächst die Spur der Muttergottes, bis sie in den 1950er Jahren wieder eine Heimat an der Außenfassade des Ludwig’schen Privathauses findet. Dort wacht sie mit Blick auf die Terrasse, bis die Konstruktion aufgrund der ungewöhlich imposanten Größe und Gewicht der Skulptur zu zerfallen droht und die Madonne selber Schutz benötigt. Diesen findet sie nun – aufbereitet von zwei Restauratoren aus Bergisch Gladbach – im Suermondt-Ludwig-Museum. Das Kaminzimmer teilt sie sich noch bis zum 25. Februar mit weiteren verschiedenen fanzösischen Skulpturen, sowie vier romanischen Säulen-Figuren aus dem 12. Jahrhundert, die ebenfalls aus der Sammlung Ludwig stammen.

Die Peter und Irene Ludwig Stiftung übergibt am Freitag, den 26. Januar feierlich die lothringische Steinmadonna dem Museum als Dauerleihgabe. Hierzu sprechen Dr. Brigitte Franzen, Vorstand der Stiftung, und

Peter van den Brink, Direktor des Suermondt-Ludwig-Museums.

Herausgegeben am 25.01.2018 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
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