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Große Dürer-Ausstellung in Aachen im Jahr 2020

  • „1520 – Dürer – Karl V. – Künstlerreisen – 2020“: Dürer-Projekt Aachen 2020 mit drei Ausstellungen in drei Museen
  • Im Mittelpunkt: das Suermondt-Ludwig-Museum mit 120 Werken von Albrecht Dürer und Zeitgenossen
  • Laufzeit: 07. Oktober 2020 bis 10. Januar 2021
  • Erwartet werden 100.000 Besucher

Im Jahr 1520 reisten zwei bedeutende historische Persönlichkeiten nach Aachen: Karl V., der im Dom feierlich zum König gekrönt werden sollte, – und Albrecht Dürer, einer der größten Künstler seiner Zeit. Dürer wollte den frisch gewählten König dazu bewegen, die Privilegien zu erneuern, die er mit dem Tod von Kaiser Maximilian I. eingebüßt hatte.

Albrecht Dürer, Kopf eines Walrosses, 1521, © The Trustees of the British Museum
Albrecht Dürer, Kopf eines Walrosses, 1521, © The Trustees of the British Museum

Am 7. Oktober 2020, exakt 500 Jahre nach der Ankunft Albrecht Dürers in Aachen, werden drei Ausstellungen eröffnet, die das historische Treffen zum Anlass nehmen, unter einer gemeinsamen Dachmarke drei Themen zu entfalten: Im Suermondt-Ludwig-Museum wird die Hauptausstellung zu sehen sein, die Dürers Reise und die dazugehörige künstlerische Produktion in den Fokus nimmt. Flankierend dazu beschäftigt sich das Centre Charlemagne – Neues Stadtmuseum Aachen mit der prachtvollen Krönung Karls V., und das Ludwig Forum für Internationale Kunst zeigt Arbeiten reisender zeitgenössischer Künstler.

Erwartet werden circa 100.000 Besucher.

Albrecht Dürer, Hl. Hieronymus, 152, © Museu Nacional de Arte Antiga, Lisbon,   Portugal / Bridgeman Images
Albrecht Dürer, Hl. Hieronymus, 1521, © Museu Nacional de Arte Antiga, Lisbon, Portugal / Bridgeman Images
 
  

1. Suermondt-Ludwig-Museum: Dürers Reise nach Aachen (Arbeitstitel)

Ziel der Ausstellung im Suermondt-Ludwig-Museum ist es, Dürers Reise nach Aachen (und Antwerpen) nachzuzeichnen – in einem einzigartigen kulturhistorischen Bilderbogen. Das gelingt anhand von Dürers detailliertem Reisetagebuch sowie von künstlerischen Arbeiten, mit denen sich die Reise-Stationen bis ins Detail nachvollziehen und visualisieren lassen.

Das Kuratorenteam stellt etwa 120 Werke höchster Qualität zusammen, die Dürer während seiner Reise 1520/21 gefertigt hat. Dabei handelt es sich vor allem um Zeichnungen (was bei einer Reise in der Natur der Sache liegt), aber auch um die fünf Gemälde, die in dieser Zeit entstanden sind, zum Beispiel das eindrucksvolle Bildnis des hl. Hieronymus aus Lissabon. Hinzu kommen – als Referenzwerke – Skulpturen und Gemälde von Zeitgenossen.

Leihgeber sind hochrangige Institutionen wie die Wiener Albertina, der Pariser Louvre, das British Museum in London, Windsor Castle, die Uffizien in Florenz, der Prado in Madrid, das Berliner Kupferstichkabinett u.a.

Zur Vorbereitung von Ausstellung, Katalog und Essayband wurde ein wissenschaftliches Gremium gebildet, aus Mitarbeitern der beiden Museen und hochrenommierten Dürer-Spezialisten, wie etwa Giulia Bartrum, Joris van Grieken, Jan van der Stock, Christof Metzger, Thomas Schauerte, Till-Holger Borchert, Jürgen Müller, Arnold Nesselrath und Dagmar Eichberger.

Kuratoren: Peter van den Brink, Sarvenaz Ayooghi

  

2. Centre Charlemagne – Neues Stadtmuseum Aachen: Der gekaufte Kaiser – Karls V. Krönung in Aachen und der Wandel der Welt (Arbeitstitel)

Das Centre Charlemagne rückt die Aachener Krönung Karls V. in den Blickpunkt. Bedeutende Relikte dieses Festes sind noch in Aachen erhalten, Karls kostbarer Krönungsmantel etwa, ein Schlüsselexponat der Ausstellung.

Der junge Karl wird als König einer Welt gezeigt, in der der „Herbst des Mittelalters“ seinen späten Glanz erstrahlen lässt, um schließlich immer mehr zu zerbröckeln – vor dem Hintergrund der Medienrevolution der Frühen Neuzeit, dem Zerbrechen der alten Weltbilder auf dem Weg in die erste Globalisierung und dem Zerbrechen der Glaubenseinheit im christlichen Europa. Eine spannende Zeit, die vielfache aktuelle Bezüge ermöglicht.

Kurator: Dr. Frank Pohle

  

3. Ludwig Forum für Internationale Kunst: „Künstlerreisen – Wege zwischen Utopie und Scheitern in der zeitgenössischen Kunst” (Arbeitstitel)

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist kaum eine Berufsgruppe so viel auf Reisen wie die der Künstler: Sie begleiten ihre Werke zu Ausstellungen, bauen Installationen vor Ort auf oder begeben sich auf Forschungsreisen. Sie leben, unabhängig von ihrer Herkunft, in Zentren wie Berlin, New York oder London. Das Ludwig Forum für Internationale Kunst präsentiert parallel zu der großen Dürer-Ausstellung eine Auswahl an künstlerischen Positionen der Gegenwart, bei denen das Reisen im konzeptuellen Zentrum ihres Werkes steht und Wege zwischen Utopien und Scheitern offenbart. Darüber hinaus wird im Vorfeld der Ausstellung ein Auftrag an eine/n Foto- oder VideokünstlerIn vergeben, welche/r die in Dürers Reisetagebuch sehr präzise festgehaltenen Orte seiner Reise künstlerisch in den Fokus nimmt und erstmals im Rahmen der großen Gemeinschafts-Ausstellung in Aachen präsentiert.

Kurator: Dr. Andreas Beitin

   

„1520 – Dürer – Karl V. – Künstlerreisen – 2020
07. Oktober 2020 bis 10. Januar 2021

 

Herausgegeben am 26.01.2018 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
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