Inhalt



Horizon 2020

Was ist Horizon 2020?

Weitere Informationen.

Wie ist Struktur von Horizon?

Weitere Informationen.

Horizon 2020

Welche Aktionen werden gefördert?

Die Umsetzung der Projekte erfolgt in der Regel durch klassische Verbundforschungsprojekte in Form von Forschungs- und/oder Innovationsmaßnahmen. Die Größe der jeweiligen Konsortien und ihre interne Organisation hängen dabei vom jeweiligen Bereich und von den Anforderungen des zu behandelnden Forschungsgegenstandes ab. Sie können von relativ kleinen Forschungsprojekten bis hin zu großen Projektkonsortien reichen.

a) Forschungs- und Innovationsmaßnahmen (Research and Innovation Actions) werden in Form von Verbundprojekten durch Konsortien mit Partnern aus verschiedenen Ländern durchgeführt. Sie umfassen Grundlagen- und angewandte Forschung und können in begrenztem Rahmen Pilot- oder Demonstrationsmaßnahmen enthalten. Die Förderquote für Forschungs- und Innovationsmaßnahmen beträgt max. 100%.

b) Innovationsmaßnahmen (Innovation Actions) werden ebenfalls in Form von Verbundprojekten durchgeführt. Ziel der Maßnahmen ist die Erarbeitung von Plänen, Konzepten und Vorkehrungen für neue, verbesserte Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen. Sie umfassen z. B. die Erstellung von Prototypen, Tests, Demonstrationen, Pilotprojekte sowie die Produktvalidierung in großem Maßstab und Entwicklung der Marktfähigkeit.

Die Förderquote für Innovationsmaßnahmen beträgt grundsätzlich max. 70%. Gemeinnützige (non-profit) Einrichtungen erhalten auch hier eine Förderquote von max. 100%.

c) Koordinierungs- und Unterstützungsmaßnahmen (Coordination and Support Actions) sind forschungsbegleitende Maßnahmen, die im Gegensatz zu den Forschungs- und Innovationsmaßnahmen auch durch Einzelantragsteller durchgeführt werden können. Sie dienen der Vernetzung von Projektpartnern z. B. mit Hilfe von Konferenzen, Seminaren, Studien, politischen Dialogen oder gemeinsamen Initiativen. Die Förderquote für Koordinierungs- und Unterstützungsmaßnahmen beträgt max. 100%

Wer kann an Horizon 2020 teilnehmen?

Am europäischen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation – Horizon 2020 - können sich Rechtspersonen beteiligen, wenn sie in einem EU-Mitgliedstaat, einem assoziierten Staat oder einem Drittland angesiedelt sind.

Grundsätzlich müssen an einem Forschungsprojekt mindestens drei voneinander unabhängige Einrichtungen aus drei unterschiedlichen EU-Mitglied- oder assoziierten Staaten beteiligt sein. In den meisten Fällen liegt die Anzahl der Partnereinrichtungen an erfolgreichen Projektanträgen jedoch (zum Teil weit) über dieser Mindestanforderung.

Wie hoch sind die Förderquoten?

In Horizon 2020 ist eine einheitliche Förderquote pro Projekt vorgesehen. In der Regel soll diese Förderquote bei 100 % liegen. Nur bei Innovationsmaßnahmen sowie bei Maßnahmen der Kofinanzierung von Programmen ist eine Förderquote von 70 % geplant. Davon ausgenommen sind gemeinnützige Einrichtungen. Diese sollen auch bei Innovationsmaßnahmen mit einer Förderquote von 100 % unterstützt werden.

Was ist besonders für Unternehmen interessant?

Die Europäische Kommission hat das Programm stärker auf die Bedürfnisse der Wirtschaft zugeschnitten mit dem Ziel, die niedrige Unternehmensbeteiligung von nur noch 23 Prozent an der EU-Forschungsförderung zu erhöhen. Besonders wichtig für die Wirtschaft sind bei der Forschungsförderung ein Fokus auf Innovationsthemen mit hoher Marktrelevanz sowie ein schnelles, unbürokratischen Antrags- und Abwicklungsverfahren. Für KMU, die sich an „Horizont 2020“ beteiligen möchten, soll zukünftig eine einheitliche Zugangsstelle in Form einer benutzerfreundlichen IT-Plattform geschaffen werden.

a) Fast Track to Innovation
Damit innovative Ideen schnell und unkompliziert gefördert werden können, wird im Jahr 2015 ein neues Bottom-Up-Instrument eingeführt. Hier können Unternehmen in Teams bis zu fünf Kooperationspartnern - ohne spezifische vorherige Ausschreibung - ihre eigenen Forschungsthemen vorschlagen, die besonders innovativ sind und eine zügige Markteinführung erwarten lassen. Die Förderentscheidung soll nach maximal sechs Monaten fallen. Bei grünem Licht können dann bis zu drei Millionen Euro aus Brüssel die Investitionen der Unternehmen ergänzen. Nach jetzigem Planungsstand sollen mindestens einhundert Projekte auf diese Weise auf die Überholspur geschickt werden.

b) KMU-Instrument
Es wird ein dezidiertes Bottom-up-Instrument für die Forschungsförderung in kleinen und mittleren Unternehmen eingeführt: Das KMU-Instrument wird mit vier Prozent des Programmbudgets ausgestattet. Gemeinsam mit den übrigen Förderprogrammen in Horizon 2020 sollen insgesamt mindestens 20 Prozent der Fördermittel in innovative KMU fließen. Das neue KMU-Instrument ist dreiphasig angelegt, wobei nur die ersten beiden Phasen direkt durch die Kommission gefördert werden. Vorgesehen sind folgende Phasen, Finanzierungen und Kriterien:

  • Phase 1 = Pauschalfinanzierung für Machbarkeits- oder Durchführungsstudien von 50.000 €
  • Phase 2 = marktnahes Demonstrationsprojekt mit 70% Förderquote (bis zu 3 Mio. €)
  • Phase 3 = Einführung in den Markt und Zugang zu Finanzierungsinstrumenten (ohne finanzielle Unterstützung)

Nur KMU sind antragsberechtigt, Einzelantrag möglich, Forschungsdienstleister können in den Unterauftrag von KMU genommen werden.

c) Zugang zu Risikofinanzierung
Ein Teil des Horizon 2020 Budgets (3.69%) wird nicht in Form von Finanzhilfe sondern in Form von Risikobeteiligung (für Darlehen und Garantien) und Risikofinanzierung (Eigenkapital) bereitgestellt. Insgesamt werden EUR 2.725 Milliarden für marktorientierte Finanzinstrumente bereitgestellt.

d) Beteiligungsregeln
Hier wurden wesentliche Vereinfachungen für die Teilnehmer erreicht. Besonders wichtig ist dabei die Verkürzung der Wartezeit bis zur Förderentscheidung auf nur 8 Monate. Aktuell müssen Antragsteller durchschnittlich ein ganzes Jahr bis zum endgültigen Bescheid warten. Beim Abrechnungsverfahren wird ausschließlich mit Pauschalen gearbeitet. Hier ist für direkte Kosten eine bis zu 100-prozentige Pauschale bei Forschungsvorhaben sowie 70-prozentige Pauschale für marktnahe Aktivitäten nebst 25-prozentigem Overheadzuschlag vorgesehen.

Wo gibt es weitere Infos?

Downloads
Antragsvorlagen
FAQs

Weiterführende Links
Teilnehmerportal Horizon 2020
Alle Ausschreibungen und Dokumente sind auf dem Participant Portal verfügbar. Das Portal ermöglicht es, eine thematische Suche im gesamten Horizon 2020 Programm anhand der einzelnen Programmteile oder mit Hilfe von Stichworten durchzuführen.
Nationale Kontaktstellen nach thematischen Feldern oder Übersicht der Nationalen Kontaktstellen
Nationale Kontaktstelle für Horizon 2020 beim BMBF
Hotline für Erstinformationen: 0228 3821-2020
Mail: h2020@dlr.de

 

Kontakt

Isabelle Pitre
Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft und Europa
Johannes-Paul-II.-Straße 1
52062 Aachen
Tel.: 0241 432-7667
Mail