Gesundheitswirtschaft in Aachen
Die Gesundheitswirtschaft ist mit 4,3 Millionen Arbeitsplätzen die größte Wirtschaftsbranche in Deutschland und hat sich zu einem Bereich mit erheblichem Wachstums- und Innovationspotenzial entwickelt. Zur Gesundheitswirtschaft zählt nicht nur der Kernbereich der ambulanten und stationären Versorgung, sondern auch Zweige wie Medizin- und Biotechnik, pharmazeutische Industrie, Gesundheitshandwerk, Kur-, Wellness- und Sportanbieter. Die Zahl der Beschäftigte steigt dabei immer noch stetig an. Diese Entwicklung wird sowohl durch das Land Nordrhein-Westfalen als auch den Bund mit verschiedenen Initiativen und Wettbewerben unterstützt und befördert.
Die Ausgangssituation der Region Aachen als Gesundheitswirtschaftsstandort weist einen im bundesweiten und im nordrhein-westfälischen Vergleich erhöhten Anteil an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf. Weiterhin profitiert der Standort von den außerordentlichen Gegebenheiten: innovative Medizintechnik, eine traditionelle starke universitäre Forschung, gut ausgebildetes Personal und eine zunehmende internationale Vernetzung.
Stark aufgestellt ist die Region Aachen vor allem auch wegen der bereits existierenden Netzwerke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Durch die Arbeit - beispielsweise vom Aachener Kompetenzzentrum Medizintechnik – AKM und von LifeTec Aachen-Jülich e.V. - wird die Technologieförderung und der Wissenstransfer auch und gerade im Bereich Gesundheitswirtschaft transportiert und gestreut.
Im Wettbewerb "Gesundheitsregionen der Zukunft – Fortschritt durch Forschung und Innovation" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wurde Aachen in der ersten Förderphase positiv berücksichtigt und zu einer von 20 Gesundheitsregionen von Deutschland ernannt. Mit dem Konzept AC:TIV Technologie * Innovation * Versorgung* hat sich die Region Aachen dabei gegen 85 weitere Mitbewerber durchgesetzt.
Der Raum Aachen wandelt sich auf diesem Weg zu einer Modellregion, in der die systematische Verknüpfung von Partnern entlang von Prozessketten in der Gesundheitswirtschaft in einzigartiger Weise betrieben wird. Dazu werden unter dem Dach eines geplanten ‚Zentrums für Technologie- und Prozessentwicklung in der Gesundheitswirtschaft’ neue spezifische Methoden und Strukturen der Verknüpfung erforscht, projektgebunden erarbeitet und evaluiert sowie kontinuierlich weiterentwickelt. Technologische Ansätze stehen hier in doppelter Hinsicht im Fokus: zum einen als Instrumente der Prozessoptimierung (z.B. via Informationstechnologie und/oder Telematik), zum anderen als Bestandteile der Versorgungs- oder Wertschöpfungsprozesse (z.B. medizintechnische Produkte und Systeme).
Bundesweiter Wettbewerb um die "Gesundheitsregion der Zukunft"
Im Frühjahr diesen Jahres wurden auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin die Sieger des Bundeswettbewerbes benannt.
Die Bundesforschungsministerin Annette Schavan zeichnete zwei Siegerregionen - Neckar-Alb und Nord-Brandenburg – aus. Die beiden Gewinnerregionen wurden bereits jetzt für ihr Konzept mit der beantragten Förderung belohnt.
Die Gesundheitsregion Aachen mit ihrem Konzept AC-TIV – Technologie * Innovation * Versorgung gehört erfreulicherweise zu den sechs Regionen, die sich aufgrund ihrer sehr guten und innovativen Ansätzen in einer dritten Runde bewerben können. So wird sich AC-TIV nun erneut in den Wettbewerb um Fördergelder von nun bis zu 8 Mio. € je Region begeben.
In den nächsten Wochen werden die Kräfte erneut gebündelt, um sich dann in der dritten Wettbewerbsrunde zu behaupten.
Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik Projekte AC:TIV
"Gesundheits-Check für Aachen"
Der Bericht „Gesundheits-Check für Aachen“ aus dem Jahr 2005 baut dabei auf vorhandene Studien und Expertisen auf, kombiniert diese mit entsprechenden Wirtschaftsdaten für Aachen und leitet aus dieser Zusammenstellung mögliche Handlungsempfehlungen ab.