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Vertragsunterzeichnung: „Digitale Werkstatt für den Mittelstand“ startet am 1. September

©Stadt Aachen/Andreas Herrmann
(v.l.n.r.) Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier, Geschäftsführer der AGIT mbH Dr. Lothar Mahnke, Oberbürgermeister Marcel Philipp und Geschäftsführerin von 3WIN Dagmar Wirtz freuen sich über den Startschuss des Projektes. ©Stadt Aachen/Andreas Herrmann  

Oberbürgermeister Marcel Philipp und Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier gaben am vergangen Freitag, 28. August, mit der Vertragsunterzeichnung den Startschuss für das gemeinsame Pilotprojekt „Digitale Werkstatt für den Mittelstand“. Morgen, 1. September, wird das neuartige Weiterbildungsangebot für Facharbeiterinnen und Facharbeiter aus mittelständischen Unternehmen beginnen. Die teilnehmenden Unternehmen sollen für die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt „fit gemacht“ werden, so Dr. Grüttemeier. Projektpartner sind die Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (AGIT) und „3WIN“, Maschinenbauunternehmen aus Laurensberg. „Ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer erfolgreichen Anwendung von digitalen Lösungen im Unternehmen ist die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Genau dort setzt die Werkstatt an“, so Städteregionsrat und Oberbürgermeister.  
 
Besonders ist, dass die „Digitale Werkstatt“ nach dem Prinzip „Der Mittelstand bildet den Mittelstand aus“ konzipiert ist: „Niederschwellig und nah an der Praxis werden wir Qualifizierung vorantreiben können“, fügt er an.  
Dr. Lothar Mahnke, Geschäftsführer der AGIT, freut sich über das neuartige Lernkonzept: „Dadurch, dass Mitarbeitende anderer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausbilden werden, erhalten wir eine neue Praxisnähe und das auf Augenhöhe“.  
 
360-Grad-Brille und Lernvideos  
Vorerst zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in der Werkstatt weitergebildet, darunter auch bei „3WIN“. Geschäftsführerin Dagmar Wirtz, die „direkt an der Basis“ arbeitet, möchte durch ein auf die Digitalisierung abgestimmtes Fortbildungsprogramm ihre „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die nächste Zeit mitnehmen“.  Unter anderem durch Lernvideos oder eine 360-Grad-Brille, die Fotos und Videos von Arbeitsabläufen auf Endgeräten abspeichern kann, sollen Facharbeiterinnen und Facharbeiter die Möglichkeit haben, Arbeitsabläufe zu verinnerlichen und bei Bedarf erneut abzurufen : „Durch diese Medien können wir Inhalte neuartig vermitteln und mögliche Fehler im Vorhinein vermeiden.“
 
Zertifizierung angestrebt  
Dr. Tim Grüttemeier, Marcel Philipp, Dr. Lothar Mahnke und Dagmar Wirtz wünschen sich, dass langfristig eine Zertifizierung nach Abschluss des Besuchs der „Digitalen Werkstatt für den Mittelstand“ erfolgt. „Durch ein entsprechendes Zertifikat werden unsere Facharbeiterinnen und Facharbeiter noch attraktiver für Arbeitgeber“, steht für Mahnke fest.  
 
Weitere Unternehmen aus der Stadt und Städteregion zum Mitmachen eingeladen
Um Fachkräfte und mittelständische Unternehmen konkurrenzfähiger zu machen, wünscht sich Oberbürgermeister Marcel Philipp, dass weitere Unternehmen aus der Region an der „Digitalen Werkstatt“ teilnehmen: „Ich würde mich freuen, wenn auch Sie den Mut haben, etwas Neues auszuprobieren.“  
 
Evaluation in einem Jahr  
Sollte die externe Evaluation am Projektende positiv ausfallen, soll die „digitale Werkstatt“ auch in anderen Branchen etabliert werden: „Ich bin mir sicher, dass wir in einem Jahr sagen „Wir müssen die Werkstatt viel größer anlegen“, steht für Mahnke fest.