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Bundespräsident Gauck würdigt Memorandum of Understanding zwischen Deutschland und Korea

Bundespräsident Joachim Gauck beglückwünscht ausgewählte Teilnehmer der deutsch-koreanischen Wissenschaftskonferenz

Bundespräsident Joachim Gauck beglückwünscht ausgewählte Teilnehmer der deutsch-koreanischen Wissenschaftskonferenz (von links nach rechts: Minister Prof. Dr. Yanghee Choi (Ministerium für Wissenschaft, ICT und Zukunftsforschung, Bundespräsident Joachim Gauck, Botschafter Rolf Mafael (Deutsche Botschaft Seoul), Institutsleiter Prof. Dr. Thomas Gries (ITA), Rektoratsbeauftragter Prof. Dr. Manfred Martin (RWTH Aachen University), Präsident Dr. Youngsoo Lee (KITECH), Rektor Prof. Dr. Kyu Sang Chung (SKKU), Quelle: (KITECH)

Prof. Thomas Gries, der Leiter des Instituts für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University, Prof. Manfred Martin, der RWTH Aachen University-Rektoratsbeauftragte für Süd-Korea, SKKU-Präsident Prof. Kyu Sang Chung sowie der Präsident des Korea Institutes of Industrial Technology (KITECH) haben sich in Korea getroffen, um ein Memorandum of Understanding (MoU) über das deutsch-koreanische Forschungsvorhaben Dream2Lab2Fab zu unterschreiben.

Bundespräsident Joachim Gauck beglückwünschte die Teilnehmer zu dem gemeinsamen wirtschaftlichen Vorgehen während der 7. koreanisch-deutschen Konferenz für Wissenschaft und Innovation im Grand Hyatt Hotel, Seoul.

Dream2Lab2Fab entwickelt zusammen mit Forschung und Industrie notwendige wirtschaftliche Produktionstechnologien für die Herstellung von Smart Textiles für klein- und mittelständische Unternehmen und kombiniert verschiedene Wissensdatenbanken unterschiedlicher Branchen von zwei wirtschaftlich starken Nationen.

 In 2016 sollen in der Hauptstadt Suwon der Provinz Gyeonggi-do, Süd-Korea, und in Aachen, Deutschland, gleichzeitig Forschungsstandorte errichtet werden. Für den koreanischen Standort sind bereits zwei Mio. € pro Jahr an Fördergeldern durch den Gyeonggi-do Provinzdirektor und das Ministerium für Handel, Industrie und Energie (MOTIE) zugesagt. Die Projektförderungen sind für fünf Jahre vorgesehen. Die Koreaner planen langfristig einen Neubau mit voraussichtlichen Kosten in Höhe von ca. 20 Mio. €. Eine angemietete Immobilie dient dazu, die Zeit bis zur Realisierung zu überbrücken.

Für die Realisierung des Dream2Lab2Fab auf deutscher Seite soll ebenfalls ein neues Gebäude errichtet werden. Kosten dafür sind in einem ersten Entwurf auf 20 Mio. Euro geschätzt worden.

Der Institutsleiter des Fraunhofer Instituts für Angewandte Informationstechnik, Prof. Jarke, und der stellv. Institutsleiter Prof. Prinz haben dem ITA ihre Unterstützung als zentrale Partner zugesagt. Prof. Jarke wird ebenfalls am MoU bzw. internationalen Minisymposium am 14. Oktober teilnehmen.

Hintergrund
Die Sungkyunkwan-Universität (kurz SKKU) ist eine private südkoreanische Universität und gehört mit über 600 Jahren zu Koreas ältesten Universitäten. SKKU ist auch für Industrie-Partnerschaften offen, z. B. existiert ein langjähriges Partnerprogramm von talentierten Studenten mit der Firma Samsung.


Über das Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University
Das Institut für Textiltechnik (ITA) gehört zur Elite-Universität RWTH Aachen. Seine Kernkompetenzen liegen in der Entwicklung von Textilmaschinen und –kom­po­nenten, neuen Werkstoffen und neuen Verfahren zur Herstellung von Textilien. Die zentralen Technologiefelder sind Material- und Energieeffizienz, Funktionsintegration und Integrative Produktions-technologien. Durch das Center of High Performance Fibre Material ermöglicht das ITA klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) direkten Zugang zu wissenschaftlicher Forschung speziell im Bereich von Hochmodulfasern und Composites.

Für Industrieunternehmen bietet das ITA Weiterbildung und Seminare sowie Forschungsdienstleistungen gemeinsam mit der Partnerfirma 3T GmbH an. Daneben bildet das ITA Studierende verschiedener Fachrichtungen in Textiltechnik aus und ermöglicht die Promotion zum Dr.-Ing. Weitere Informationen finden Sie unter www.ita.rwth-aachen.de.