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Bundeskanzlerin besucht Aachener Projekt SWITCH

Laut einer Studie des DZHW (Deutsches Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung) bricht fast ein Drittel aller Studierenden das Studium ab. Davon setzen lediglich 22% ihren Bildungsweg in einer dualen Berufsausbildung fort, Tendenz sinkend. Weil gleichzeitig immer mehr Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben und die Unternehmen wachsenden Fachkräftemangel beklagen, ist die Bundesregierung nicht nur auf die Zielgruppe der Studienabbrecher aufmerksam, sondern auch auf das bundesweit erste Projekt, das Studienabbrecher/Innen erfolgreich in  duale (IHK) Ausbildungen vermittelt – das Aachener Projekt SWITCH.

Bereits 2011 hat der Fachbereich Wirtschaftsförderung / Europäische Angelegenheiten das Modellprojekt ins Leben gerufen, in dem zahlreiche Partner, wie die IHK Aachen, Berufskollegs, Aachener Hochschulen, die Region Aachen, die Bundesagentur für Arbeit und viele mehr zusammenarbeiten. Ziel von SWITCH ist es, Studienabbrechern eine verkürzte duale Berufsausbildung zu ermöglichen, dadurch junge Menschen in der Region zu halten und letztlich Aachener Unternehmen mit den benötigten Fachkräften zu versorgen.

 Dass sich SWITCH in den letzten Jahren gut entwickelt hat, belegen die Zahlen. Insgesamt konnten über 170 Studienabbrecher/Innen in über 140 Unternehmen vermittelt werden. Mit diesen Argumenten ist es nicht nur gelungen, eine Förderung im Rahmen des JOBSTARTER plus Programms für die Weiterentwicklung zu erhalten, auch hat SWITCH als erstes Projekt dieser Art Nachahmer motiviert, Auszeichnungen erhalten und bundesweite Aufmerksamkeit erfahren.

Mit dem Projektbesuch der Bundeskanzlerin, Dr. Angela Merkel, wird dem Aachener Projekt nun die größtmögliche Aufmerksamkeit zuteil. Am 16.04.2015 wird die Kanzlerin das teilnehmende Unternehmen ComConsult Kommunikations-technik GmbH besuchen. Dort  wird sie sich mit Auszubildenden und Ausbildern, mit der Geschäftsführung, dem Oberbürgermeister und weiteren SWITCH-Projektpartnern austauschen und Eindrücke davon sammeln, wie Vermittlung von Studienabbrechern in duale Ausbildung gelingen und dadurch die Durchlässigkeit zwischen den Bildungssystemen verbessert werden kann.