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Lützowstraße

Anlass und Ziel | Zustand | Planung | Verfahren und Kosten

Projektphase: Vorplanung

Aktuell: Eine Bürgerinformation hat am 01.12.2015 von 19:00-20:30 Uhr in der Aula Förderschule Elsassstraße 94 stattgefunden, hier finden Sie das Protokoll.

Anlass und Ziel

In der Lützowstraße sollen Erneuerungsarbeiten der Stawag durchgeführt werden. Die Wiederherstellung des Straßenraums kann dazu genutzt werden, die bestehenden baulichen und funktionalen Mängel in der Straße zu beheben. Ob die Bauarbeiten im Jahr 2017 oder in späteren Jahren ausgeführt werden sollen, ist noch unklar.

Zustand

Der Straßenraum der Lützowstraße ist gleichbleibend 9,30 m breit. Die heutige Raumaufteilung beinhaltet auf der südwestlichen Seite einen 2,00 m breiten Gehweg; auf der nordöstlichen Seite ist der Gehweg 1,90 m breit. Die mit Kopfsteinpflaster ausgebaute Fahrbahn hat eine Breite von 5,40 m, in der durchgehend auf der südwestlichen Seite am Fahrbahnrand geparkt wird, so dass eine nutzbare Restfahrbahnbreite von etwa 3,40 m übrig bleibt. Ein Begegnungsverkehr ist im Bereich zwischen Leipziger Straße und Elassstraße somit nicht möglich. Ausweichstellen sind derzeit nicht vorhanden; bei der aktuellen Verkehrsbelastung aber auch nicht zwingend notwendig.

Insgesamt stehen im Bereich der Fahrbahn der Lützowstraße ca. 56 legale Parkmöglichkeiten zur Verfügung.

Auf der nordöstlichen Seite der Siedlung Panneschopp wird auf dem Privatgelände vor den Mehrfamilienhäusern auf der gesamten Länge zwischen den insgesamt 20 Birken auf einer wassergebundenen Decke senkrecht zum Gehweg geparkt (vgl. Anlage 3), obwohl der Bordstein dort nicht abgesenkt und der Gehweg nicht als tragfähige Überfahrt ausgestaltet ist. Dies hat im Laufe der Jahre zu Schäden im Gehwegbereich geführt.

Planung

Durch die notwendige Maßnahme der Stawag veranlasst können kostengünstig gestalterische Änderungen in der Lützowstraße durchgeführt werden. Da aus lärmtechnischer Sicht die Herausnahme des Kopfsteinpflasters zu begrüßen ist, soll die Wiederherstellung nach der Stawag-Maßnahme ohne Kopfsteinpflaster erfolgen. Hierdurch kann für die Anwohner eine Reduzierung der Lärmbelastung erreicht werden.

Erarbeitet wurden zwei Varianten, die sich durch die Materialwahl und die verkehrsrechtliche Ausweisung unterscheiden. In beiden Varianten sollen die nachfolgenden Aspekte gelten:

  • Die Verkehrsflächenaufteilung bleibt im Wesentlichen wie im Bestand.
  • Bei Benutzung des südöstlichen Gehbereichs sind Fußgänger und insbesondere mobilitätseingeschränkte Personen durch die parkenden Fahrzeuge geschützt.
  • Die Anzahl der öffentlichen Parkplätze bleibt gegenüber dem Bestand mit 56 Parkmöglichkeiten gleich.
  • Die Einbahnstraße soll für den Radverkehr in Gegenrichtung freigegeben werden.
  • Zur Vermeidung von Unfällen müssen die Beleuchtungsmasten auf der nordöstlichen Straßenseite auf die andere Seite hinter den Parkbereich verlegt werden.

Variante 1

Der Ausbau ist als niveaugleicher Ausbau mit weicher Separation unter Beibehaltung der Tempo-30-Zone vorgesehen. Der Fahrbahnbereich soll 5,50 m breit werden. Auf der südwestlichen Seite wird – wie im Bestand – ein 2,00 m breiter Fahrbahnrandparkbereich vorgesehen. Der 3,50 m breite Fahrbereich ermöglicht im Bereich der Einbahnstraße zwischen Stolberger Straße und Leipziger Straße eine Freigabe für den Radverkehr. Die Fahrbahn wird in Asphalt angelegt. Die Übergänge zwischen Fahrbahn und Seitenbereichen werden je nach entwässerungstechnischen Erfordernissen jeweils mit einer dreizeiligen Rinne/Pflasterband ausgebildet. Die jeweils 1,90 m breiten Seitenbereiche werden mit Gehwegplatten ausgebaut. Im Übergangsbereich zur Leipziger Straße wird mit einer Rampe an das Niveau der Lützowstraße angebunden.

Durch den niveaugleichen Ausbau können die privaten Senkrechtparkplätze auf der nordöstlichen Seite problemlos angefahren werden.

Variante 2

Die Variante 2 sieht einen Ausbau als Mischverkehrsfläche und eine Ausweisung als verkehrsberuhigter Bereich vor. Der Ausbau wird in Betonsteinpflaster vorgenommen, wobei die Parkbereiche mit einer anderen Pflasterfarbe gekennzeichnet werden. Die Parkbereiche sollen auf der südwestlichen Seite an gleicher Stelle wie im Bestand angelegt werden. Somit gliedert sich der Straßenraum in einen etwa 2,00 m breiten Bereich hinter den parkenden Fahrzeugen, der überwiegend von Fußgängern genutzt und für Kfz nicht befahrbar ist, den 2,00 m breiten Parkbereich und den 5,30 m breiten Mischverkehrsbereich, der von Fahrzeugen und Fußgängern unter gegenseitiger Rücksichtnahme gleichermaßen genutzt werden darf. Die Entwässerungsrinne wird im Rahmen der Ausbauplanung noch konkret festgelegt.

Auch bei dieser Variante ergibt sich eine Lärmreduktion, weil die Abrollgeräusche bei Betonsteinpflaster geringer sind als bei Kopfsteinpflaster und da die zulässige Geschwindigkeit im verkehrsberuhigten Bereich auf Schrittgeschwindigkeit beschränkt ist. Darüber hinaus können durch die niveaugleiche Mischverkehrsfläche die privaten Senkrechtparkplätze auf der nordöstlichen Seite problemlos angefahren werden.

Verfahren und Kosten

Bürgerinformation

Eine Bürgerinformation hat am 01.12.2015 von 19:00-20:30 Uhr in der Aula Förderschule Elsassstraße 94 stattgefunden, hier finden Sie das Protokoll.

Die Ausstellung der Pläne hat im Zeitraum von Montag, 23.11.2015, bis Freitag, 27.11.2015, von 8.00 – 18.00 Uhr im Foyer des Verwaltungsgebäudes am Marschiertor stattgefunden.

Politische Beratung

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte hat die Ausführungen der Verwaltung am 14.01.2015 zustimmend zur Kenntnis genommen. Sie hat auf Grundlage der vorliegenden Planung der Variante 1 (Plan-Nr. 2014/03-03) den Planungsbeschluss für den niveaugleichen Ausbau mit weicher Separation, der in der Lützowstraße im Rahmen der Wiederherstellung nach der Stawag-Maßnahme vorgenommen werden soll, gefasst und die Verwaltung mit der Durchführung einer Bürgerinformation beauftragt.

Baukosten und Finanzierung

Laut Konzessionsvertrag ist die Stawag verpflichtet, die Straße in der gleichen Art und Weise wie im Bestand wiederherzustellen. Dies beinhaltet in diesem Fall die Wiederherstellung in Natursteinpflasterbauweise.

Eine Wiederherstellung der Fahrbahn in Asphalt mit Natursteinrinnen oder in Betonsteinpflaster ist günstiger als eine Wiederherstellung in Natursteinpflasterbauweise. Damit reduziert sich der städtische Kostenanteil im Vergleich zu einem Vollausbau (ohne Stawag-Maßnahme) erheblich. Wird nur die Fahrbahn in Asphalt statt in Natursteinpflaster erneuert, ergibt sich eine Einsparung, aus der allerdings die Gehwege nicht erneuert werden können. Um eine komplette Erneuerung der Straße zu realisieren, müssten zusätzlich städtische Mittel in Höhe von ca. 165.000 Euro vorgesehen werden.

Inwieweit Anliegerbeiträge nach dem Kommunalabgabengesetz fällig werden, wird derzeit geprüft.