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Hauptstraße / Mühlradstraße

Anlass und Ziel | Zustand | Planung | Verfahren und Kosten

Projektphase: Ausführungsplanung

Aktuell: --

Anlass und Ziel

In der unteren Hauptstraße, Dammstraße und Mühlradstraße stehen Erneuerungsarbeiten der Regionetz GmbH an. Von 2015 bis 2016 wurden bereits im oberen Teil der Hauptstraße entsprechende Arbeiten durchgeführt und der Straßenraum bis ca. vor Hausnr. 17 erneuert. 2014 wurden dazu in der Bezirksvertretung Aachen-Mitte Anpassungen im Straßenraum beschlossen. Die nun anstehenden Regionetz-Maßnahmen können dazu genutzt werden, weitere funktionale Mängel zu beheben und notwendige Anpassungen vorzunehmen.

Zustand

Im unteren Abschnitt der Hauptstraße zwischen Dammstraße und Hausnr. 17 ist der Straßenraum zwischen 8 und 12 m breit. Parkmöglichkeiten gibt es vor Hausnummer 3-7 in Parkbuchten und gegenüber Hausnummer 15-17 am Fahrbahnrand. Die Gehwege sind auf beiden Seiten nur 1,40 m schmal. In Anbetracht dessen und der geringen Kfz-Belastung sind bei der Verkehrsflächenaufteilung insbesondere die Belange der Fußgänger nur unzureichend berücksichtigt. Die in der Bezirksvertretung beschlossene Planung der Hauptstraße sieht im unteren Bereich eine Reduzierung der Fahrbahnbreite und eine dementsprechende Verbreiterung der Gehwege vor.

Die ca. 6,50 m breite Mühlradstraße hat eine untergeordnete Funktion. Auch hier sind die Gehwege mit ca. 1,25 m nur unzureichend schmal. Die Fahrbahn ist 4,00 m breit und ermöglicht damit nur eingeschränkt Pkw-Begegnungsverkehr. Aufgrund des geringen Raumangebots ist lediglich das Halten am nördlichen Fahrbahnrand erlaubt.

Planung

Die Hauptstraße, Mühlradstraße und der Abschnitt des Burtscheider Markts zwischen Haupt- und Mühlradstraße sollen jeweils in Asphaltbauweise ausgebaut werden, da sich u.a. gegenüber der Pflasterbauweise lärmtechnische Verbesserungen ergeben. Zudem ist wegen der starken Steigung in der Haupt- und Mühlradstraße der Einbau des Pflasters nach der Baumaßnahme bautechnisch schwierig.

Untere Hauptstraße

Zur Verbreiterung der Gehwege sollten im Bereich der Baumfelder die Parkstände in die heutige Fahrbahn gelegt werden, da dann ein breiterer Gehweg angeboten werden kann. Auch auf der nördlichen Seite sollte der heute zu schmale Gehweg verbreitert werden. Für die Einbahnstraße verbliebe eine ausreichende Restfahrbahnbreite von mindestens 3,50 m. Gegenüber dieser zuvor beschlossenen Planung sind aufgrund veränderter Bedingungen weitere Anpassungen im Straßenraum möglich:

Der Gehweg der Hauptstraße wird vor dem Parkplatz gegenüber Hausnummern 15-17 von ca. 1,40 m auf 2,20 m verbreitert. Um die notwendige Fahrbahnbreite von 3,50 m zu ermöglichen, müssen zwei Parkmöglichkeiten am Fahrbahnrand entfallen. Die Gehwegverbreiterung an der Parkplatzzufahrt unterstützt die Funktion der Straße als Premiumfußweg. Die verbleibende Fahrbahnbreite lässt den Begegnungsverkehr zwischen Pkw und Rad zu. Zudem wurde festgestellt, dass Fahrzeuge häufiger verbotswidrig vor der Absenkung zum Fußweg gegenüber Hausnr. 17 parken und damit die Ausfahrt aus der dortigen Tiefgarage behindern. Durch die geplante Gehwegverbreiterung ist das Falschparken aufgrund der zu geringen Restfahrbahnbreite nicht mehr möglich.

Zum anderen werden 3 der 4 Baumfelder im südlichen Seitenraum der unteren Hauptstraße mit den Parkständen in die heutige Fahrbahn gezogen. Da 2 dieser 3 Bäume heute nicht mehr vorhanden sind, soll der 3. Baum im Sinne der Neuordnung entfernt und alle Baumfelder neu bepflanzt werden. Dadurch kann im dahinter liegenden Gehwegbereich eine durchgehende Führung ohne punktuelle Engstellen angeboten werden.

Mühlradstraße

Die Mühlradstraße soll niveaugleich ausgebaut werden. Um die Gehbereiche zu verbreitern, wird sie zur Einbahnstraße in Richtung Dammstraße. Im Bereich der Einmündung in die Dammstraße wird die Fahrbahn der Mühlradstraße erst hinter dem Gehweg der Dammstraße auf Gehwegniveau angehoben. Damit bleibt die dortige Rechts-vor-Links-Vorfahrtsregelung als geschwindigkeitsminderndes Element erhalten. Die Freigabe der Einbahnstraße für den Radverkehr ist angedacht, muss jedoch noch abschließend geprüft werden.

Fazit und Empfehlung

Die Anpassungsmaßnahmen in der unteren Hauptstraße knüpfen an die zuletzt erfolgte Umgestaltung im oberen Bereich an und tragen zum Schutz der Fußgänger bei. Der Verzicht auf Hochborde in der Mühlradstraße wirkt sich für die Überquerbarkeit und Gestaltung positiv aus. Die ausreichende Dimensionierung der Fahrbahn durch die Einrichtung einer Einbahnstraßenregelung gewährleistet die funktionale Trennung der Verkehrsarten.

Verfahren und Kosten

Bürgerinformation

Am Montag, 02.12.2019, fand eine Bürgerinformationsveranstaltung statt.

Die Ausstellung der Pläne erfolgte von Montag 25.11. bis Donnerstag 28.11.2019 und Montag 02.12.2019 im Foyer des Verwaltungsgebäudes am Marschiertor.

Politische Beratung

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte hat auf Grundlage der vorliegenden Planung den Planungsbeschluss für Anpassungsmaßnahmen, die in der unteren Hauptstraße und Mühlradstraße im Rahmen der Wiederherstellung nach der Regionetz-Maßnahme vorgenommen werden sollen, gefasst und die Verwaltung mit der Durchführung einer Bürgerinformation beauftragt.

Baukosten und Finanzierung

Die Regionetz GmbH übernimmt die Wiederherstellungskosten für die gesamten Fahrbahnen sowie Nebenanlagen, in denen Hausanschlüsse, Leitungen und Verbau nötig sind. Für die Stadt Aachen ergibt sich bei Umsetzung der vorgelegten Planung ein Anteil von etwa 220.000 €.

Kurzinfo

+ Anpassung im Straßenraum
+ Aufhebung funktionaler Mängel
+ Zeitplan: 2020/2021

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