FAQ: Häufig gefragt
Was unternimmt die Stadt Aachen, um die Luft besser zu machen?Über ein Paket von 33 Maßnahmen in den Bereichen Verkehr und Energie, die in einem „Luftreinhalteplan“ festgelegt worden sind. Ein solcher Plan musste erstellt werden, weil die EU-Grenzwerte für die Luft an der Messstation in der Wilhelmstraße in den vergangenen Jahren überschritten worden sind. Weitere Infos gibt es Pfeil hier.
Warum richtet die Stadt Aachen dann keine Umweltzone ein?
Eine Umweltzone, die Fahrzeuge mit roter und gelber Plakette zulässt, hätte so gut wie keine messbaren Auswirkungen. Dies bestätigen die Erfahrungen in anderen Städten, die bereits eine Umweltzone eingeführt haben. Nur ungefähr 2 bis 3 Prozent der PKW wären heute von dem Fahrverbot betroffen, weil mittlerweile alle anderen Fahrzeuge aufgrund ihrer Plakette die Umweltzone befahren dürften. Weitere Infos gibt es Pfeil hier.
Wenn es keine Umweltzone in Aachen geben wird – was dann?
Wir möchten die Bürger dazu bewegen, dort auf das Auto zu verzichten, wo es sinnvoll ist. Zum Beispiel beim täglichen Pendelverkehr zur Arbeit. Der Aachener Verkehrsverbund (AVV) hat ein neues Job-Ticket geschaffen, mit dem es sich noch günstiger zur Arbeit fahren lässt – abends und am Wochenende auch mit der ganzen Familie quer durch die Region. Natürlich ist der Stadt auch der Umstieg auf´s Rad sehr willkommen; für Radfahrer werden daher die Wege ausgebaut und viele attraktive Verbesserungen geschaffen. Weitere Infos gibt es Pfeil hier.
Brauche ich in Aachen eine Feinstaubplakette und wo bekomme ich diese?
Nein, in Aachen brauche ich keine Feinstaubplakette, weil es keine Umweltzone gibt. Wer nach Köln, Düsseldorf oder andere Städte mit dem Auto fährt, hat jedoch ohne Plakette in bestimmte Bereiche keinen Zugang mehr. In Aachen gibt es die Plakette bei TÜV, DEKRA, Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ), beim Pfeil Straßenverkehrsamt (im Gewerbegebiet Aachener Kreuz) und bei etwa 50 autorisierten Werkstätten. Sie kostet zwischen fünf und zehn Euro.
Schadet die Aachener Luft der Gesundheit?
Eine Stadt wie Aachen mit erheblichem Verkehrsaufkommen und zahlreichen Berufspendlern aus dem Umland ist natürlich kein Reinluftgebiet, aber: Aachener Bürgerinnen und Bürger sind keinesfalls stärker gesundheitsgefährdet als Menschen in anderen Großstädten auch.
Mediziner stellen fest, dass der Feinstaub und das Stickstoffdioxid massive Atemwegserkrankungen hervorrufen können. Manches ist auch besser geworden – durch Umrüstung der Heizkraftwerke von Kohle- auf Gasbetrieb zum Beispiel, aber der Autoverkehr stellt ein großes Problem dar. Genau an dieser Stelle setzt jetzt die Aachener Luftreinhaltestrategie an. Weiter Informationen gibt es Pfeil hier.
Spielt das Wetter eine Rolle bei der Luftqualität?
Ja. Gerade im Winter bei einer Hochdruckwetterlage steigt die Schadstoffkonzentration in der Luft stark an. Viele Menschen fahren aufgrund der Kälte mit dem Auto, auch die Abgasbelastung aus Kaminen trägt dazu bei. Die Luft im Aachener Talkessel kann sich durch die niedrigen Windgeschwindigkeiten nicht so gut austauschen. In dieser Situation sind die Frischluftschneisen von besonderer Bedeutung, weil sie die Innenstadt „belüften“ und damit für ein wenig Milderung sorgen.
Wer ist in Aachen zuständig, wenn ich Anmerkungen oder Hinweise loswerden möchte, die zu einer besseren Luftqualität beitragen?
Dafür ist der Fachbereich Umwelt der Stadt Aachen der beste Ansprechpartner:
Fachbereich Umwelt der Stadt Aachen
Herr Peschel
Was kann ich persönlich für eine Verbesserung der Aachener Luft tun?
Jeder Einzelne kann vor allem zwei Dinge tun:
Das Auto nur dann zu benutzen, wenn es dringend erforderlich ist. Möglicherweise lässt sich der Weg zur Arbeit auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen. Oder mit dem Fahrrad – mehr Bewegung tut der Gesundheit gut. Menschen, die in der Innenstadt wohnen und weniger als 10.000 Kilometer im Jahr fahren, könnten sogar ganz auf ein eigenes Auto verzichten. Bei dieser Fahrleistung wäre es günstiger, auf CarSharing umzusteigen. In Aachen gibt es einen solchen Anbieter: Pfeil Cambio-CarSharing.
Kamin- und Kachelöfen tragen zu bestimmten Zeiten zu einem Fünftel zur Belastung der Luft mit Schadstoffen Mittlerweile ist daher die Aachener Festbrennstoffverordnung in Kraft getreten. Ofenbesitzer müssen sich danach im gesamten Stadtgebiet auf neue rechtliche Regelungen zum Betrieb ihrer Anlagen einstellen. Sie müssen beim Neukauf von Geräten mit Festbrennstoffen (zum Beispiel Scheitholz, Holzpellets, Briketts, etc.) die besonderen Grenzwerte beachten. Ältere Öfen müssen bis 31. Dezember 2014 mit Filtern nachgerüstet werden, um diesen Bedingungen zu genügen. Mehr www.aachen.de/festbrennstoffverordnung...
Was ist ein Luftreinhalteplan?
Städte, die in den Jahren 2006 und 2007 die Grenzwerte der EU für die Luftbelastung mit Feinstaub und Stickstoffdioxid überschritten haben, müssen einen solchen „Luftreinhalteplan“ erstellen. Aachen gehörte – wie viele andere Städte in Deutschland – auch dazu. Dieser Plan, der in enger Abstimmung zwischen der Bezirksregierung Köln und der Stadt Aachen entstanden ist, enthält 33 Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität. Er trat am 1. Januar 2009 in Kraft und hat eine Laufzeit von zwei Jahren. Das Original-Dokument gibt es hier. (PDF mit einer Größe von etwa 2,5 MB)