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Aktuelles: Lärmaktionsplan wird aktualisiert

Die Stadt Aachen hat im Mai 2013 einen Lärmaktionsplan veröffentlicht. Dieser wird nun aktualisiert und an die bereits durchgeführten Maßnahmen angepasst.

Interessierte konnten sich mit ihren Hinweisen und Anregungen an der Bürgerbeteiligung und damit an der Aktualisierung des Lärmaktionsplans beteiligen. Hierzu hatte die Stadt Aachen einen Fragebogen erstellt, der online oder schriftlich vom 21. November 2019 bis zum 5. Januar 2020 ausgefüllt werden konnte.

Insgesamt stieß die Bürgerbeteiligung auf eine erfreulich rege Resonanz, vor allem auch ausgelöst durch einen großen Bericht in den Aachener Tageszeitungen am 27. Dezember und zwei Berichte in der WDR-Lokalzeit kurz vor und nach Neujahr.

Die Eingaben der Bürgerschaft werden in den nächsten Wochen ausgewertet. 

   

Lärm gilt als eines der größten Umweltprobleme

Lärm gilt in zahlreichen Städten und Ballungsräumen der Bundesrepublik als eines der größten Umweltprobleme. Er mindert Lebensqualität, beeinflusst Gesundheit und Wohlbefinden und ist ein Faktor für die Bewertung von (Wohn-) Immobilien.

Wachsende Mobilität und verändertes Freizeitverhalten haben die Lärmbelastung für viele Bürgerinnen und Bürger in den letzten 20 Jahren kontinuierlich erhöht. Während andere Umweltbelastungen tendenziell sinken, fühlen sich über 60 Prozent der Bevölkerung durch Lärm belästigt. Daher wird Lärmprävention und -bekämpfung immer wichtiger.

   

Lärmaktionsplan schützt!

Maßgeblich für die kommunale Lärmaktionsplanung ist der "Umgebungslärm" im Sinne der Richtlinie der EU-Richtlinie 2002/49/EG. Der Umgebungslärm geht hauptsächlich von Autos, LKW und von Eisenbahnen, Flugzeugen und von Industriegeländen aus.

Danach sind in Aachen 15 Prozent der Einwohner tagsüber Lärmemissionen oberhalb von 65 Dezibel (A) (dB(A)) ausgesetzt, die eine Gesundheitsgefährdung darstellen oder die eine gesundheitliche Beeinträchtigung nach sich ziehen können. 59 Prozent sind über Tag teilweise oder potenziell belästigendem Lärm ausgesetzt, 39 Prozent sind hohen Lärmbelastungen während der Nachtstunden zwischen 22 Uhr und 6 Uhr ausgesetzt. Auf der Grundlage dieser Ermittlung der Lärmbetroffenheit von Bürgern und Bürgerinnen wurde eine Liste besonders verlärmter Straßenzüge erstellt, Lärmminderungsmaßnahmen sollen kurz- und mittelfristig durchgeführt werden.

   

Vieles schon geschehen, vieles noch geplant

Viele Maßnahmen in der Innenstadt und in den Ortsteilen sind bereits abgeschlossen, auch Lärmminderungsmaßnahmen an den Bundesautobahnen (Zuständigkeit beim Land NRW)  und entlang der Bahnstrecken (Zuständigkeit beim Eisenbahnbundesamt).

Die langfristige Strategie zur Lärmminderung besteht aus einem Bündel zielgerichteter Maßnahmen: z.B. der Einbau von lärmmindernden Straßenbelägen, Lärmvorsorge in der Bauleitplanung und Programme zur Änderung des Mobilitätsverhaltens sowie Verkehrssteuerung. Auch Jobtickets, Elektromobilität, Fahrradverleih und eine fahrradfreundliche Infrastruktur reduzieren verkehrsbedingte Lärmbelastungen.

Lärmminderung ist eine langfristige Aufgabe.

Die Lärmsituation muss regelmäßig erfasst werden, die Bürgerinnen und Bürger sollen mit einbezogen und neue Maßnahmen unter Berücksichtigung der gesetzlichen und finanziellen Vorgaben durchgeführt werden.