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Die Aachener Lärmkarten

Die Stadt Aachen hat sich - auch im Vergleich zu anderen Kommunen - schon frühzeitig mit dem Thema "Lärmminderung / Lärmbekämpfung" auseinandergesetzt. Seit 1998 führt der Fachbereich Umwelt für die Stadt Aachen punktuell Berechnungen und Messungen in lärmbelasteten Stadtgebieten durch. Diese Bestandsaufnahmen wurden in Karten zusammengefasst und durch computergestützte Lärmausbreitungsberechnungen ergänzt. Mittlerweile ist das gesamte Stadtgebiet in mehr oder weniger detaillierter Tiefe erfasst. Als Hauptquelle der Lärmbelastung wurde nach den Vorgaben der EU-Richtlinie zunächst der Straßen- und Gewerbelärm betrachtet. Schienenverkehrslärm ist ebenfalls ein ernst zu nehmendes Problem und wird durch das Eisenbahnbundesamt bearbeitet und veröffentlicht.

Lärmkarte Aachen: Übersicht

 

Aktuelle Karten für die Stadt Aachen (Stand 2013) finden Interessierte auf folgender Internetseite: Umgebungslärm NRW

Zum Thema Schienenlärm gibt es ausführliche und detailreiche Informationen auf folgender Seite des Eisenbahn-Bundesamts: www.eba.bund.de unter dem Stichwort Umgebungslärmkartierung

 

Wie man die Karten liest und interpretiert

Im Bereich des Innenstadtgebietes (Ringstraßen) sind die Verkehrsdaten aller Straßen in die Berechnungen eingeflossen. In den Randbezirken wurden bzw. werden die Lärmberechnugen lediglich für die nach den Vorgaben der EU-Richtlinie erforderlichen Straßen und für Straßen durchgeführt, die nach hiesiger Einschätzung lärmrelevante Auswirkungen auf die Wohnbebauung erwarten lassen. Durch die Herausnahme der Berechnung von untergeordneten Straßen werden die ruhigen Gebiete in der Darstellung geringfügig begünstigt. Insgesamt hat die rechnerische Vereinfachung keinerlei Einfluss auf die Darstellung der möglichen Konfliktbereiche.

In den Karten ist der "Lden" (Level:day-evening-night) dargestellt. Es handelt sich um den gemittelten Tag-Abend-Nacht- Lärmpegel über den Jahreszeitraum in einer Höhe von 4 m über Grund.  Dieser Lärmindex kennzeichnet die allgemeine Belästigung. Der farblich dargestellte Belästigungsgrad ist in 5 dB(A) Schritten entsprechend der DIN 18005 abgestuft.

Das Rechenprogramm erlaubt auch Aussagen zu den Lärmbelästigungen im Nachtzeitraum oder in den Abendstunden, sowie in anderen Höhenlagen. Wegen der großen Datenmengen ist die Internetdarstellung vorläufig nur beispielhaft und in Auszügen möglich.