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Herzlich willkommen!



 

Ratsherr von Thenen begrüßt Sie als Bezirksbürgermeister ganz herzlich in Kornelimünster-Walheim.

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Kornelimünster-Walheim liegt im Süden von Aachen unmittelbar an der Grenze zu Belgien und am Fuße der Eifel, umgeben von Feldern und Hügeln in waldreicher Landschaft.
Erst mit der kommunalen Neugliederung 1972 wurden die zuvor selbständigen Gemeinden zu einem Stadtbezirk, zu dem auch die Ortschaften Friesenrath, Hahn, Oberforstbach, Nütheim, Schleckheim, Schmithof, (ehemalige Gemeinde Walheim) Sief und Lichtenbusch zählen.
Das Bezirksamt hat seinen Sitz in Kornelimünster. Alle Orte eingeschlossen hat Kornelimünster-Walheim gegenwärtig ca. 16.300 Einwohner. Zur früheren Gemeinde Kornelimünster gehörten auch Breinig, Breinigerberg, Vicht-Breinigerberg, Münsterau und Venwegen, die 1972 Stolberg zugeordnet  wurden.

Die Geschichte Kornelimünsters reicht zurück bis in die Zeit um Christi Geburt. Die Römer überquerten hier das Flüsschen Inde. Neben einer kleinen Siedlung entstand eine gallo-römische Kultstätte, die 260 n. Chr. wieder aufgegeben wurde. Überreste alter Tempelanlagen, wie Bronzefunde, Gefäßreste, Eisenteile und Münzen, konnten freigelegt werden und lassen auf eine Blütezeit des Tempelbezirkes im 2. Jahrhundert schliessen.
Mit dem Jahr 814 findet Kornelimünster wieder Eingang in die Geschichtsbücher. Die Karolinger hatten im benachbarten Aachen unter Karl dem Großen ihre Pfalz errichtet. Abt Benedikt von Aniane, ein Vertrauter Ludwigs des Frommen gründete das Benediktiner Kloster mit dem ursprünglichen Namen „Monasterium ad Indam“, das Kloster an der Inde.
Zwei bedeutende Fernstraßen durchkreuzten den Ort, wovon eine von Köln über Jülich nach Bavai (Nordfrankreich), führte, die andere von Aachen nach Trier. Letztere war für die Ortswahl der früheren mittelalterlichen Abtei von besonderer Bedeutung. Die Abtei erhielt als reiche Ländereien das „Münsterländchen“. Zu diesem Gebiet gehörten damals auch die ehemaligen Gemeinden Eilendorf, Brand, Gressenich, Walheim und Büsbach. Weide-, Land- und Forstwirtschaft sowie die mit der Nutzung der Wasserkraft verbundene Eisen- und Kalksteinindustrie bildeten die wirtschaftliche Grundlage der Abtei.

Das Kloster sollte Vorbild für die Erneuerung des gesamten Klosterwesens im fränkischen Reich werden. Ludwig der Fromme überreichte der Abtei zur Einweihung 817 kostbare Heiligtümer aus dem Reliquienschatz seines Vaters Karls des Großen: das Schürztuch, das Grabtuch und das Schweißtuch Christi. Sie begründeten die Bedeutung Kornelimünsters als Wallfahrtsstätte. Durch Tausch gelangte um Mitte des 9. Jahrhunderts die Schädelreliquie des heiligen Papstes Kornelius in den Besitz des Klosters. Dies führte zur Begründung der jährlichen Kornelioktav und im 12. Jahrhundert mit der Verehrung des heiligen Kornelius zur Patronats- und Namensänderung in "Kornelimünster".

Die abteiliche Herrschaft im Münsterländchen, welche die hohe geistesgeschichtliche Bedeutung des Gebietes entscheidend bestimmt hat, bestand fast 1000 Jahre lang. Ihre wechselvolle Geschichte ist von Höhen und Tiefen geprägt. 881 wurde die Abteikirche von Normannen zerstört, unter Kaiser Otto III wieder aufgebaut und erweitert. Das Jahr 1310 markiert mit der Zerstörung der Abtei durch die Bürger der Kaiserstadt einen Tiefpunkt in der mittelalterlichen Geschichte Kornelimünsters. Die Bürger wollten sich an dem Abt Reinaldus rächen, der in ihrem Kampf mit Jülich Parteigänger des Grafen von Jülich war. Die Aachener jedoch mußten eine hohe Geldbuße für die Zerstörungstat zahlen, von der Kloster und Kirche wieder aufgebaut werden konnten.
Im 15. und 16. Jahrhundert musste die Abteikirche mit der wachsenden Zahl von Pilgern vergrößert werden. Mit der Beliebtheit Kornelimünsters als Wallfahrtsstätte konnte die geistliche Bedeutung des Klosters nicht mithalten. Die einst als „Musterkloster“ errichtete Abtei verlor mehr und mehr an Bedeutung. Daran änderte auch der allgemeine Wohlstand des 18. Jahrhunderts nichts, der den Neubau des Klosters, Erweiterungen sowie die prächtige barocke Ausstattung der Kirche erlaubte. Als Erinnerung an die mittelalterliche Geschichte der Abtei sind die Pilgerfahrten geblieben, und die Kornelioktav hat die Überlieferung des alten Marktes bewahrt

Mit dem Jahr 1802 endet die Geschichte des Benediktinerklosters. Im Zuge der Säkularisation wird es von Napoleon aufgelöst und wird zur Pfarrkirche. Nacheinander wurde das Kloster Fabrik, Lehrerseminar, Heimatmuseum, Staatsarchiv/Kunstsammlung. Von der Gründung der Benediktinerabtei im Jahre 814 bis zu ihrer Auflösung 1802 ist die Geschichte der früheren Gemeinde Walheim auch Teil der Geschichte der Abtei Kornelimünster. Walheim war neben Kornelimünster, Brand, Breinig und Büsbach eine der fünf „Hunschaften“ (Wehrbezirke) der Abtei.

Der Name Walheim wird auf keltischen Ursprung zurückgeführt. Er unterlag im Laufe der Jahrhunderte verschiedenen Wandlungen. Auf einer um 1600 hergestellten Karte heißt es "Valen"; eine andere Schreibweise lautete "Wayllem". Auch innerhalb des Gemeindegebietes Walheim wurden Zeugnisse von Ansiedlungen aus der Römerzeit gefunden. So beim Friesenrather Hof und beim Ritscheider Hof (Oberforstbach), wo in römischer Zeit je eine Villa Rustica gestanden hat. Ein eindeutiger Beweis für die Besiedlung in der Römerzeit sind die Reste einer Römerwarte, die Ende des 19. Jahrhunderts bei Friesenrath entdeckt wurden.

Während das "Münsterländchen" mit seinen damals rd. 7000 Einwohnern in abteilicher Zeit zentral verwaltet wurde, kam es nach Ende der abteilichen Herrschaft zur Bildung der selbständigen Gemeinden Kornelimünster, Brand, Eilendorf, Büsbach, Gressenich und Walheim.
Im Jahre 1840 wurden auf Antrag der Gemeinderäte die Bürgermeistereien Kornelimünster und Walheim durch Entscheidung der königlich-preußischen Ministerien vereinigt. Der Bürgermeister von Kornelimünster verwaltete in Personalunion auch die Gemeinde Walheim. Beide Gemeinden behielten jedoch ihre Selbständigkeit bei. 1920 erhielt die Gemeinde Walheim wieder einen eigenen Bürgermeister.

Das „Münsterländchen“ blieb von Kriegseinwirkungen weitgehend verschont. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entwickelten sich die Orte weiter zu lebendigen Gemeinden mit eigenen Traditionen, Sitten, Bräuchen und eigenen Ortsvereinen. Die unfreiwillige kommunale Neugliederung 1972 hat daran nichts geändert. Seit der Eingemeindung  wird die politische Willensbildung maßgeblich bestimmt durch die für den Stadtbezirk bestimmte Bezirksvertretung; die erforderliche Verwaltungstätigkeit leistet das Bezirksamt Kornelimünster/Walheim.