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Mobil sein in Eilendorf - Fahrdienst nicht nur für ältere Menschen?



 

Wie ist in Eilendorf die Einkaufssituation für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind? Kommen die Menschen in Eilendorf, die aufgrund ihres Alters, Krankheit oder Behinderung nicht mit dem Auto oder dem Bus fahren können dorthin, wo sie hin wollen oder auch müssen?  Die Teilnahme z. B. an kulturellen Veranstaltungen, gemeinsamen Treffen mit Freunden, Bekannten und Nachbarn im Café, Restaurant und vieles mehr, das sollte doch für jede Eilendorferin und jeden Eilendorfer möglich sein. Die Wege zu den Geschäften oder auch von Geschäft zu Geschäft sind für manchen aber recht lang und oft auch beschwerlich. Ist ein Fahrdienst von Nöten, um die Einkaufssituation zu erleichtern oder vielleicht auch, um den selbstständigen Einkauf überhaupt zu tätigen?

In Kooperation mit der Interessengemeinschaft Handel, Handwerk und Gewerbe und der Zukunftswerkstatt Eilendorf 2020 beschäftigt sich die örtliche Arbeitsgemeinschaft Altenarbeit in Eilendorf und Rothe Erde u.a. mit diesen Fragen. Gemeinsam wird die Idee verfolgt, im Stadtviertel einen Fahrdienst zu installieren, der die Mobilität innerhalb von Eilendorf, Nirm und Rothe Erde vereinfacht und mehr Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe schafft.

Dazu wurden erste Erkundigungen zu den notwendigen Voraussetzungen und rechtlichen Erfordernissen eingeholt. Informationen wurden auch von den Freunden des Brander Bürgervereins beigesteuert. Willi Eschweiler vom Brander Bürgerverein informierte darüber, welche Schritte in Brand dazu geführt haben, nun einen ehrenamtlichen Fahrdienst anbieten zu können. 

Die wesentliche Frage ist, wie sehen die Eilendorfer und die Menschen in Rothe Erde die Situation? Wäre für sie ein Fahrdienst für den Einkauf im Stadtviertel, Wochenmarkt, Begegnungen mit Nachbarn, Besuch des Wanderweges, Besuch einer Begegnungsstätte und vieles mehr, wünschenswert und nützlich? Wenn es einen Fahrdienst gäbe, für welche Wege würde der in Anspruch genommen und von wem? Oder besteht Interesse daran, sich als Fahrerin oder Fahrer beispielsweise ehrenamtlich für den Fahrdienst zu engagieren?

Um diese Wünsche und Randbedingungen kennen zu lernen, gibt es in Eilendorf, Nirm und Rothe Erde eine Fragebogenaktion. Die Fragebögen werden ab Dienstag, 1. Dezember verteilt. „Ihre Meinung ist uns wichtig!“, so die Vertreterinnen und Vertreter der Initiative „Mobil sein in Eilendorf durch einen Fahrdienst“. Ulrike Bleimann-Emonts von der Zukunftswerkstatt Eilendorf 2020, Reiner Moeres und Dirk Ritzerfeld, Interessengemeinschaft Handel, Handwerk und Gewerbe, sowie Petra Raschen, örtliche Arbeitsgemeinschaft Altenarbeit, hoffen auf eine rege Beteiligung an dieser Befragung. Bis zum 3. Juli 2016 können die Fragebogen zurückgegeben werden; die einzelnen Rückgabestellen sind auf dem Fragebogen benannt.

Der Fragebogen kann hierüber auch online abgerufen werden.