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Neuer Nelson-Mandela-Park

Park am Alten Klinikum heißt nun Nelson-Mandela-Park
Südafrikanischer Friedensnobelpreisträger wird mit Umbenennung geehrt

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Trotz des schlechten Wetters konnten Oberbürgermeister Marcel Philipp und Bezirksbürgermeisterin Marianne Conradt (Bildmitte - erster und zweite links neben dem Hinweisschild) bei der Benennung des Nelson-Mandela-Parks Interessierte aus Bezirksvertretung, Partnerschaftskomitee und Bürgerschaft begrüßen. © Stadt Aachen/Andreas Herrmann

„Martin Luther King, Mahatma Ghandi, Nelson Mandela – sie haben eine echte Veränderung der Lebensumstände für viele bewirkt. Sie haben eine Zeitenwende gebracht“, sagte Oberbürgermeister Marcel Philipp. Nach dem, der auch das politisches Bewusstsein vieler Menschen in unserer Region geprägt hat, wurde am Samstag (7.Okt. 2017) ein Park benannt: Nelson Mandela. Der Park auf dem Gelände des Alten Klinikums trägt ab sofort den Namen des südafrikanischen Friedensnobelpreisträgers.

Tatsächlich hatte die Grünfläche, die in Aachen gemeinhin als Alter-Klinikums-Park bekannt ist, keinen offiziellen Namen. Das hatte die Bezirksbürgermeisterin für den Stadtbezirk Aachen-Mitte, Marianna Conradt, auf der Suche nach einer Straße, einem Haus oder einer Grünfläche, die den Namen des Freiheitskämpfers und ersten von allen Südafrikanern gewählten Präsidenten des Landes tragen könnte, festgestellt. Ihre von der Bezirksvertretung Mitte unterstützte Suche ging auf einen Antrag des Partnerschaftskomitees Aachen-Kapstadt von 2015 zurück.
Die Engagierten des Vereins hatten angefragt, ob nicht irgendetwas in der Stadt nach Mandela benannt werden könnte, „denn erst durch ihn wurde unsere Partnerschaftsarbeit möglich“, wie Norbert Kuntz vom „Aachen-Kapstadt“ berichtete. „Seine Vergebung, seine Politik des Zusammenhalts von Schwarz und Weiß nach dem Ende der Apartheit machte es möglich, dass die Bewohner von Kapstadt offen uns gegenüber waren.“ Mit so einem großen und beliebten Park habe man allerdings nicht gerechnet.

„Mandela ist Mahnung für uns, nicht Abgrenzung und Ausgrenzung als Allheilmittel für die Gesellschaft zu sehen. Sie nähren vielmehr den Bazillus, der eine Gesellschaft von innen zerstört“, erklärte Conradt. Veronika Stützel, Mitglied des Partnerschaftsvorstands, verstand den neuen Namen so denn auch als Aufgabe und Anregung zu gleich: „Wir planen Zitate Mendelas im Park sichtbar zu machen. Und zum 100. Geburtstag am 18. Juli 2018 gibt es sicher ein großes Fest.“

Gänzlich unabhängig vom neuen Namen geplant und umso mehr passend setzt Künstler Urban Stark derzeit das weltweite Kunstprojekt „Pillars of Freedom“ („Säulen der Freiheit“) im neuen Nelson-Mandela-Park um. „Ich wurde angesprochen, ob ich mich nicht an dem Projekt beteiligen wolle. Ich wollte gern, ich wusste allerdings eine ganze Zeit lang nicht wie – bis ich hier beim Spaziergang eine 4,30 Meter hohe, abgestorbene Kastanie stehen sah.“ Die bearbeitet Stark nun noch bis 9. November mit der Kettensäge, um eine Aachener „Säule der Freiheit“ zu schaffen und damit zugleich auch dem großen Freiheitskämpfer Mandela ein Denkmal zu setzen.

Abschließend fand die Einweihung auf Einladung des Restaurantbetreibers Hans Peter Kerff im stilvollen Ambiente des im Park gelegenen Alten Torhauses bei südafrikanischen Tapas einen angemessenen Ausklang. Ein kurzer Dank galt Gerd Dupont für die Organisation der Veranstaltung.

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Der Künstler Urban Stark mit der Baumskulptur zur Reihe „Pillars of Freedom“ („Säulen der Freiheit“) im neuen Nelson-Mandela-Park. © Stadt Aachen/Andreas Herrmann

Herausgegeben am 09.10.2017 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
52062 Aachen
fon: 0241/432-1309
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