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„Fridays for Future“-Demo: Stadtverwaltung bereitet sich vor

  • Der „Internationale Streik-Tag", zu dem die Organisation "Fridays for Future" für Freitag, 21. Juni, nach Aachen einlädt, stellt die Stadtverwaltung Aachen vor große Aufgaben.
  • Oberbürgermeister Marcel Philipp begrüßt die Initiative. Die Fachbereiche der Stadt sorgen, koordiniert über den „Stab für außergewöhnliche Ereignisse“, für eine professionelle Begleitung der Großveranstaltung.
  • Veranstaltungsort für die Kundgebung ist der Vorplatz des Tivolis. Vorbereitungen – auch für Übernachtungen – laufen. Oberbürgermeister bittet die Veranstalter um einen transparenten Informationsaustausch.

Aachen erwartet mit der europaweiten "Fridays for Future"-Veranstaltung am Freitag, 21. Juni, eine ungewöhnlich große Demonstration. Die Schülerinnen und Schüler, die weltweit mit ihren Protesten an Freitagen gegen die Zerstörung der Umwelt auf die Straße gehen, haben zum "Internationalen Streik-Tag" nach Aachen eingeladen.

Klare Informationen und Absprachen erforderlich
Die Organisatoren der "Fridays for Future"-Bewegung für die Aachener Veranstaltung stehen im Austausch mit Polizei und Stadtverwaltung. „Wir stehen der Initiative und dem Engagement der jungen Leute positiv gegenüber“, sagte Oberbürgermeister Marcel Philipp auf einer Pressekonferenz am heutigen Tag (12. Juni). Der Oberbürgermeister sprach davon, dass „die jungen Demonstranten mit ihren Aktionen ein gutes Beispiel für friedlichen Protest geliefert und ihr Anliegen glaubhaft vermittelt haben“.

Er bat die Veranstalter, in der Abstimmung mit Verwaltung und Polizei weiterhin möglichst detailreich und präzise zu informieren. Marcel Philipp: „Es gibt so viele Aspekte zu berücksichtigen, von der An- und Abreise über die Sicherheit, von der Verpflegung bis zur Ausstattung mit Toiletten. Der optimale Ort für eine Veranstaltung mit diesen Dimensionen ist in unserer Stadt das Tivoli-Gelände mit dem Umlauf des Stadions und seinem Vorplatz. Wir sind froh, dass wir gemeinsam mit Veranstaltern und Polizei diese gute Lösung gefunden haben."

„Eine immense Herausforderung“
Die Stadt wolle die jungen Leute bei ihrer Veranstaltung, die für alle Beteiligten schon alleine aufgrund der Größe eine immense Herausforderung sei, unterstützen, so der Oberbürgermeister. Zugleich gelte es für die Stadt, Rahmenbedingungen zu schaffen, die das Wohl und die Sicherheit aller gewährleisten, die an dem großen „Fridays for Future“-Streiktag in Aachen teilnehmen wollen. Der Oberbürgermeister verwies in diesem Zusammenhang auch explizit auf die Verantwortung der Veranstalter.

Die Stadt wird nach Angaben des Geschäftsführers der Aachener Stadion Beteiligungs GmbH, Bernd Deil, den Umlauf des Tivolis öffnen, um die Infrastruktur des Großstadions mit Toiletten, Versorgungsräumen und Aufstellflächen für die Essens- und Getränkezelte nutzen zu können. „Wir sind in guten Gesprächen mit den Veranstaltern“, so Deil nach einem Ortstermin. „Die Veranstalter planen aus eigenen Reihen die Versorgung der Gäste.“ Geschlossen bleiben aus Sicherheitsgründen die Ränge des Stadions sowie der Innenbereich und Rasen.

Übernachtungsplätze im Parkhaus
Im direkten Umfeld des Stadions wird die Stadt in ausreichender Zahl im Tivoli-Parkhaus überdachte Übernachtungsplätze für Gäste öffnen können, die Luftmatratzen/Isomatten und Schlafsäcke mitbringen. Die finalen Abstimmungen laufen derzeit noch. „Wir setzen darauf, dass wir mit diesem Angebot in Kombination mit der von den Veranstaltern organisierten Bettenbörse genügend Übernachtungsplätze haben werden“, sagte Oberbürgermeister Philipp.

Die Aachener Feuerwehr bereitet in Absprache mit den Veranstaltern und der Polizei ein Konzept vor, das die medizinische Versorgung und die Sicherheit im Parkhaus gewährleistet. Bernd Geßmann, stellvertretender Leiter der Aachener Berufsfeuerwehr, stellte heraus, dass „wir gerade in unserem sensiblen Bereich auf möglichst präzise Informationen angewiesen sind. Nur so können wir uns adäquat auf die Veranstaltung vorbereiten.“

Koordination über Sonderstab
Um in einem abgestimmten Verfahren die Herausforderungen einer Veranstaltung dieser Größe meistern zu können, hat die Stadt Aachen ihren „Stab für außergewöhnliche Ereignisse“ aktiviert. Philipp erklärte: „Im Stab werden die Einsätze der beteiligten städtischen Fachbereiche koordiniert - von Stadtbetrieb über Verkehrsbehörde bis Sicherheit und Ordnung, von Feuerwehr über den Fachbereich Kinder und Jugend bis hin zur Pressearbeit sind viele Bereiche in die Gesamtplanung involviert.“ Über die Stabsarbeit laufen auch die Abstimmungsprozesse mit Polizei, Apag, Aseag und weiteren Partnern.

Die Aachener Polizei wird am morgigen Donnerstag über ihr Einsatzkonzept für die Großdemonstration in Aachen in einer Pressekonferenz berichten. Zu erwarten sind für Freitag, 21. Juni, auch weitreichende Folgen für den Straßenverkehr in der Aachener Innenstadt. Die Demonstranten werden sich in mehreren Protestzügen durch die Innenstadt in Richtung Krefelder Straße bewegen. Anwohner und Gewerbetreibende entlang der Krefelder Straße werden im Vorfeld der Veranstaltung noch von Polizei und Stadt gezielt informiert.

Herausgegeben am 12.06.2019 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
52062 Aachen
fon: 0241/432-1309
fax: 0241/28-121
mail: presse.marketing@mail.aachen.de

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