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“Fridays for Future” in Aachen kurz vor dem Start

  • Der „Internationale Streik-Tag", zu dem die Organisation „Fridays for Future" für den 21. Juni nach Aachen eingeladen hat, stellt die Stadt Aachen mit Blick auf bis zu 20.000 erwartete Teilnehmer vor große Aufgaben.
  • Oberbürgermeister Marcel Philipp begrüßte die ersten Demonstrantinnen und Demonstranten am Donnerstagabend am Tivoli. Erste Sonderzüge sind in Aachen angekommen.
  • Veranstaltungsort für die Kundgebung heute ist der Vorplatz des Tivolis. Vorbereitungen laufen. Alleine im Parkhaus am Tivoli stehen über 2700 Übernachtungsplätze zur Verfügung. Massive Beeinträchtigungen des Innenstadtverkehrs werden für heute erwartet.

Aachen erwartet mit der europaweiten "Fridays for Future"-Veranstaltung am Freitag, 21. Juni, eine ungewöhnlich große Demonstration. Die Schülerinnen und Schüler, die weltweit mit ihren Protesten an Freitagen gegen die Zerstörung der Umwelt auf die Straße gehen, haben zum "Internationalen Streik-Tag" nach Aachen eingeladen.

Züge setzen sich in Bewegung
Der Zug vom Hauptbahnhof hat sich bereits in Bewegung gesetzt. Am C.A.R.L. stellt sich der Zug auf und will starten. Auch am Bendplatz, an dem die Busse angekommen sind, sammeln sich Demonstrantinnen und Demonstranten. Vom Kennedypark setzt sich auch ein kleinerer Zug in Bewegung. Ab jetzt wird es in vielen Bereichen der Innenstadt zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Ein erster Sonderzug ist bereits am Donnerstagabend in Aachen angekommen. Der Oberbürgermeister machte sich am Tivoli ein Bild von der Lage und begrüßte die Demonstrantinnen und Demonstranten.

Die Beeinträchtigungen für Bürgerinnen und Bürger sollen am Freitag auch durch die engagierte und koordinierte Arbeit der Verwaltung mit der Aachener Polizei – in Abstimmung mit den Veranstaltern von „Fridays for Future“ – so gering wie möglich ausfallen. Dennoch weisen Stadt Aachen und Polizei gemeinsam darauf hin, dass es vor allem am Freitag, 21. Juni, zu massiven Einschränkungen des Straßen- und des öffentlichen Personen- und Nahverkehrs kommen wird. Ab spätestens 12 Uhr ist damit zu rechnen, dass sich nach Veranstalter-Angaben große Demonstrationszüge vom Hauptbahnhof, vom Bahnhof Schanz, vom Hörsaalzentrum C.A.R.L der RWTH an der Claßenstraße (alternativ Bendplatz), als Fahrrad-Demo von der Vaalser Straße und voraussichtlich vom Bahnhof Rothe Erde aus in Richtung Krefelder Straße und dort zum Tivoli bewegen werden. Dort beginnt auf dem Vorplatz gegen 14 Uhr das Programm. Gerne verweisen wir auf die Veranstalter-Homepage: https://ac2106.fridaysforfuture.de

Fachbereich Sicherheit und Ordnung richtet 24-Stunden-Dienst ein
Eine außergewöhnliche Herausforderung bedeutet die „Fridays for Future“-Demo auch für den städtischen Fachbereich Sicherheit und Ordnung. „Wir sind von Donnerstagmorgen an bis zum Wochenende im 24-Stunden-Dienst“, berichtet Armin Bergstein, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung. In zahlreichen Bereichen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamts bereits seit Wochen intensiv mit der Vorbereitung der „Fridays for Future“-Veranstaltung in Aachen beschäftigt. An den Tagen selbst werde man rund um die Demo sowie im restlichen Stadtgebiet mit vielen Kräften vor Ort sein. „Hierfür haben wir extra einen Drei-Schicht-Betrieb eingerichtet“, sagt Bergstein. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen hätten freiwillig auf ihre freien Tage verzichtet, um den Großeinsatz zu unterstützen. „Das spricht für die hohe Arbeitsmoral“, lobt Armin Bergstein.

Halteverbote sind notwendig
Auf Bitte der Polizei sind durch das Ordnungsamt bereits an mehreren Stellen im Stadtgebiet Halteverbotszonen eingerichtet worden. So gilt zum Beispiel am Freitag, 21. Juni, von 0 bis 24 Uhr absolutes Halteverbot auf dem Park-&-Ride-Platz am Bahnhof Rothe Erde, entlang der kompletten Komphausbadstraße in der Innenstadt und auf der gesamten Hubert-Wienen-Straße nahe des Tivoli-Geländes. Der Kurzzeitparkplatz am Hauptbahnhof (Zollamtsstraße) steht von Donnerstag, 20. Juni, 18 Uhr, bis Samstag, 22. Juni, 22 Uhr, nicht zur Verfügung.

Gemeinsam mit der Feuerwehr und dem Gutachter, der das Brandschutzkonzept für das Tivoli-Parkhaus erstellt hat, damit dort temporär die Demoteilnehmer übernachten können, weist das Ordnungsamt heute und morgen die Veranstalter ein. In welchen Bereichen dürfen wie viele junge Leute ihre Schlafstätten einrichten? Die Verwaltung hat hochgerechnet und kommt auf 2700 Übernachtungsplätze in den beiden überdachten Parkhaus-Etagen. Erläuterungen zum Brandschutz, zu den Zugangsregelungen, den Rettungswegen und weiteren Themen werden bei Vor-Ort-Terminen behandelt. Der Veranstalter ist dazu verpflichtet, eine ausreichende Zahl an Ordnern für die Dauer der Parkhaus-Nutzung als Übernachtungsstätte bereitzustellen. Darüber hinaus werden Kräfte der gesamten Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Aachen über die Tage hinweg die Brandsicherheitswache am Tivoli-Parkhaus sicherstellen. „Wir sind gut aufgestellt und für alle Eventualitäten gewappnet“, sagt Bernd Geßmann, stellvertretender Leiter der Aachener Feuerwehr. Einen Dank schickt er schon vorab an die vielen ehrenamtlichen wie auswärtigen Helfer, die die Brandschutz- und Rettungsdienste der Stadt Aachen unterstützen. Rund 200 überörtliche Einsatzkräfte sind angefordert worden, um die Versorgung im gesamten Stadtgebiet parallel zur Großveranstaltung wie gewohnt zu gewährleisten.

Oberbürgermeister Philipp: „Der Tivoli ist eine gute Lösung.“
Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp, der das Anliegen der Schülerinnen und Schüler unterstützt, bekräftigt noch einmal: „Es gibt so viele Aspekte zu berücksichtigen, von der An- und Abreise über die Sicherheit, von der Verpflegung bis zur Ausstattung mit Toiletten. Der optimale Ort für eine Veranstaltung mit diesen Dimensionen ist in unserer Stadt das Tivoli-Gelände mit dem Umlauf des Stadions und seinem Vorplatz. Wir sind froh, dass wir gemeinsam mit Veranstaltern und Polizei diese gute Lösung gefunden haben."

Die Stadt wolle die jungen Leute bei ihrer Veranstaltung, die für alle Beteiligten schon alleine aufgrund der Größe eine immense Herausforderung sei, unterstützen, so der Oberbürgermeister. Zugleich gelte es für die Stadt, Rahmenbedingungen zu schaffen, die das Wohl und die Sicherheit aller gewährleisten, die an dem großen „Fridays for Future“-Streiktag in Aachen teilnehmen wollen. Der Oberbürgermeister verwies in diesem Zusammenhang auch explizit auf die Verantwortung der Veranstalter.

Die Stadt wird, wie bereits berichtet, den Umlauf des Tivolis öffnen, um die Infrastruktur des Großstadions mit Toiletten, Versorgungsräumen und Aufstellflächen für die Essens- und Getränkezelte nutzen zu können. „Wir sind in guten Gesprächen mit den Veranstaltern“, so Bernd Deil, Geschäftsführer der Aachener Stadion Beteiligungs GmbH (ASB), nach diversen Ortsterminen. „Die Veranstalter planen aus eigenen Reihen die Versorgung der Gäste.“ Geschlossen bleiben aus Sicherheitsgründen die Ränge des Stadions sowie der Innenbereich.

INFO:
Informationen für Bürgerinnen und Bürger werden vor und während des Einsatzes über die Internetseite der Polizei Aachen www.aachen.polizei.nrw.de veröffentlicht.

Hier ist auch die Telefonnummer des Bürgertelefons 0241-957721013 eingestellt. Abstimmungen zwischen den Pressestellen der Stadt Aachen und der Polizei sind erfolgt. Auch auf den sozialen Medienkanälen der Stadt Aachen wird es aktuelle Informationen zum Geschehen geben.

Herausgegeben am 19.06.2019 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
52062 Aachen
fon: 0241/432-1309
fax: 0241/28-121
mail: presse.marketing@mail.aachen.de

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